Frank Baumann, Manager von Werder Bremen, in Nahaufnahme wirkt konsterniert
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Frank Baumann, Sportchef des SV Bremen, nimmt seine Mannschaft nach der 1:4-Pleite gegen Hertha BSC in die Pflicht.

Nach Werder-Pleite gegen Hertha BSC

„Ein Warnschuss“ - Sportchef Frank Baumann nimmt Werder Bremens Profis in die Pflicht

Bremen – Frank Baumann redete nach dem Fehlstart des SV Werder Bremen in die Bundesliga-Saison gar nicht lange drumherum. „Das war sehr, sehr ernüchternd – sowohl das Ergebnis als auch die Leistung“, sagte der Sportchef nach der 1:4-Heimpleite gegen Hertha BSC und nahm die Mannschaft in die Pflicht.

„Das war ein Warnschuss. Wir müssen wieder Aggressivität auf den Platz bringen, wie wir es am Ende der letzten Saison sehr häufig geschafft haben. Aber dieses Jahr sollten wir nicht zu lange damit warten“, so Frank Baumann. Es verwunderte allerdings schon, dass Werder Bremen gleich zum Bundesliga-Auftakt die nötige Kampfbereitschaft gegen Hertha BSC vermissen ließ.

Frank Baumann sprach sogar von fehlender Galligkeit, ärgerte sich darüber, dass die Spieler des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen seien und sich nicht genug gegenseitig geholfen hätten. „Wir wollten vom ersten Spieltag mit voller Leidenschaft ins Spiel gehen. Da haben wir einen Rückschlag bekommen“, urteilte der Ex-Profi. Doch das sei alles eben leichter gesagt als getan: „Wir haben eine Saison gespielt, in der wir uns über die Relegation gerade noch so gerettet haben. Man kann nicht erwarten, dass man vom ersten Spieltag an in jedem Spiel mit einer absoluten Überzeugung und einer Souveränität auf den Platz geht. Souveränität haben die Bayern vielleicht, die haben auch vor vier Wochen die Champions League gewonnen. Wir müssen nicht von Souveränität sprechen, sondern uns das Schritt für Schritt erarbeiten.“

Werder Bremen verpatzt Bundesliga-Start gegen Hertha BSC: Frank Baumann nimmt Mannschaft in die Pflicht

Das ist natürlich auch eine Aufgabe von Werder-Trainer Florian Kohfeldt. Der hatte mit einer Aufstellung überrascht, die es so in der Vorbereitung nicht gegeben hatte – mit Davy Klaassen und Maximilian Eggestein auf einer Doppel-Sechs sowie einem in der ersten Halbzeit sehr defensiven Außenstürmer Josh Sargent auf der linken Seite und einem Yuya Osako als Spielmacher hinter Mittelstürmer Davie Selke. „Es lag heute nicht am System oder an der Taktik“, meinte Frank Baumann. Die Mannschaft habe einfach zu passiv agiert. Daran gelte es nun zu arbeiten. Der Vorteil sei dabei, dass es – im Vergleich zur Vorsaison mit den vielen Ausfällen – ausreichend personelle Möglichkeiten bei Werder Bremen geben würde. Die Aussage mit dem „Warnschuss“ darf also durchaus als Hinweis an die Startelf der Berlin-Pleite verstanden werden. Es wird also spannend, wer am Samstag auf Schalke beginnen darf.

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