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Die Fans des SV Werder Bremen konnten in dieser Saison noch keinen Punktgewinn ihres Teams feiern. Das soll sich im Heimspiel gegen den FC Augsburg ändern.             

Kommentar zu Werders Fehlstart

Kommentar: Zwei Wahrheiten von Werder Bremen

Von Carsten Sander. Zwei Spiele, null Punkte, sechs Gegentore: Die blanken Zahlen sagen aus, dass der SV Werder Bremen einen satten Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison hingelegt hat. Dem 1:3 gegen Fortuna Düsseldorf folgte das 2:3 bei der TSG Hoffenheim, weshalb die Bremer, die sich Europa zum Ziel gesetzt haben, erstmal im Tabellenkeller festhängen. Das sind die Fakten, das ist die Wahrheit der Tabelle.

Die Tabelle lügt nie, heißt es im Fußball. Im Fall Werder Bremen lässt sich aktuell aber ergänzen, dass es neben der einen noch eine zweite Wahrheit gibt. Und die sagt aus, dass Werder in beiden Spielen mit der Art des eigenen Fußballs nicht enttäuscht hat. Nicht gegen Fortuna Düsseldorf, nicht gegen 1899 Hoffenheim

Es hatte auch absolut seine Berechtigung, dass das Team im Kraichgau von den 2000 mitgereisten Fans nicht ausgepfiffen, sondern aufmunternd beklatscht wurde. Und wenn Trainer Florian Kohfeldt in seiner Spielanalyse anführt, dass Leidenschaft, Spielanlage und selbst die Defensivarbeit grundsätzlich gut waren, dann ist das – so komisch es nach zweimal drei Gegentoren klingen mag – nicht falsch. Werder hat in keiner der beiden Partien ein Chancengewitter des Gegners zugelassen.

Werder Bremen muss die schwerwiegende Standard-Schwäche abstellen

Jetzt kommt jedoch das dicke Aber: Werder hat ein ausgeprägtes Problem bei gegnerischen Standards. Im ersten Spiel war es ein Gegentor nach einer Ecke, im zweiten waren es schon zwei. Und im dritten? Wenn Werder diese eklatante, Punkte kostende und deshalb alle Stärken überlagernde Schwäche nicht schnell abstellt, wird es schwer bis unmöglich, den Fehlstart schnell wieder auszubügeln.

Ganz klar ist deshalb: Am Sonntag braucht die Mannschaft gegen den FC Augsburg einen Sieg. Ansonsten wäre der böse Begriff Krise – guter Fußball hin oder her – nicht nur eine Bedrohung, sondern eine Wahrheit. Und nichts als die Wahrheit. (csa)

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