Wie feiern die Spieler, Trainer und Offiziellen des SV Werder Bremen Weihnachten? Die DeichStube hat sich umgehört!
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Wie feiern die Spieler, Trainer und Offiziellen des SV Werder Bremen Weihnachten? Die DeichStube hat sich umgehört!

Schöne Weihnachten!

Kirche, Fondue und „Kevin allein zu Haus“: So feiert Werder Bremen Weihnachten

Bremen – So ruhig wie jetzt ist es am Weserstadion eigentlich nie, alle sind weg und feiern Weihnachten – aber wie? Die DeichStube hat sich bei Spielern, Trainern und Offiziellen des SV Werder Bremen umgehört.

Ole Werner ist zwar erst seit wenigen Wochen in Bremen, doch die Fans dürften längst gemerkt haben: So wie er als Werder-Trainer auftritt, so ist er auch als Mensch – Stichwort: „norddeutsch-nüchtern“. Da passt es ins Bild, wie der 33-Jährige mit seiner Familie Weihnachten feiert. „Am zweiten Weihnachtstag gibt es einen Braten, und an Heiligabend wird Fondue gegessen“, erzählt Werner und ergänzt vielsagend: „Das ist ziemlich verlässlich.“ Weihnachten hat für den Coach einen „großen Stellenwert: Als Kind waren es die Geschenke, heute ist es die Zeit, die man gemeinsam hat, die man sonst im Laufe des Jahres weniger hat.“ Gerade jetzt, nachdem Werner für den Trainer-Posten bei Werder Bremen seine Kieler Heimat verlassen hat, schätzt er das Zusammenkommen mit der Familie besonders: „Das ist einfach für mich der größte Wert an Weihnachten.“

Clemens Fritz, Werders Leiter Profi-Fußball und Scouting, sieht das genauso. „In unserem Job ist es doch so: Ruhig ist es nie wirklich. Deswegen freue ich mich unheimlich darauf, mit meiner Tochter und meiner Frau ein paar ruhige Tage zu verbringen.“ Die Familie steht auch bei den Spielern an Weihnachten im Mittelpunkt. Doch wie die Profis ihre Zeit verbringen, ist ganz unterschiedlich. „An Heiligabend feiern wir immer im kleinen Kreis – nur mit meiner Schwester bei meinen Eltern. Am ersten Weihnachtstag kommt dann meistens die ganze Familie zusammen“, erzählt Felix Agu – und ist bei einer weiteren Tradition wegen der Corona-Pandemie noch etwas vorsichtig: „Ich weiß nicht, ob es dieses Jahr möglich ist, aber am 24. gehen wir eigentlich immer in die Kirche.“

Werder Bremen an Weihnachten: Ömer Toprak schaut „Kevin allein zu Haus“ - gegen die Langeweile

Nick Woltemade hat auch eine klare Vorstellung, was an den ruhigen Tagen passieren wird. „Wir kommen immer am ersten Feiertag bei meinen Eltern zusammen. Da kommen meine Cousinen und Cousins, die Omas und Opas.“ Was gegessen wird, bedarf keiner Absprache mehr, so der 19-Jährige: „In den letzten Jahren gab es immer Weißwürste. Das ist zu einer kleinen Tradition geworden.“

Ömer Toprak feiert als Muslim zwar kein Weihnachten im christlichen Sinne, aber einiges ist dann doch sehr ähnlich zu seinen Kollegen: „Weihnachten sind für mich Tage mit der Familie – nichts Besonderes“, sagt der Kapitän des SV Werder Bremen. „Wir gucken Weihnachtsfilme: ‚Kevin allein zu Haus‘, ‚Kevin allein in New York‘. Die schaue ich mir auch an, die habe ich mir schon früher angeschaut.“ Mitsprechen kann der 32-Jährige die Dialoge aber noch nicht: „So gut ist mein Gehirn nicht“, scherzt der Türke, der in Ravensburg geboren ist. Die Stubenhockerei wird ihm aber wahrscheinlich irgendwann auf den Zwirn gehen. „Ich muss ehrlich sagen: Es sind auch anstrengende Tage, weil alles zu ist und man nur zu Hause sein kann“, sagt Toprak. Er freue sich aber auf die Zeit bei seinen Verwandten, die er wegen Corona schon länger nicht mehr sehen konnte. „Das ist in diesem Jahr einfach schön“, sagt er. „Ansonsten sind das für mich sehr, sehr langweilige Tage.“

Werder Bremen feiert Weihnachten: Leonardo Bittencourt macht die Bescherung anders als in Brasilien

Mit Sicherheit keine Langeweile kommt bei Leonardo Bittencourt auf. Die dreijährige Tochter und der anderthalbjährige Sohn werden den 28-Jährigen ordentlich auf Trab halten. Was die Bescherung angeht, verzichtet der Offensivspieler des SV Werder Bremen auf eine Tradition seiner brasilianischen Familie, mit der er selbst aufgewachsen ist: „In Brasilien ist es so, dass man am 24. zusammensitzt, was isst, und um 0 Uhr kommt der Weihnachtsmann und gibt die Geschenke“, erzählt Bittencourt im Werder-Videoformat „Butter bei die Fische“.

Er selbst sei früher schon als kleines Kind für die Bescherung wach geblieben oder nochmal geweckt worden. Heute macht er es lieber anders: „Da ich eine deutsche Frau habe und deutsche Kinder, die um 18, 19 Uhr ins Bett gehen, gibt es die Geschenke natürlich vorher.“ Aus gutem Grund. Er sei damals beim nächtlichen Spielen und am nächsten Tag todmüde gewesen – und findet jetzt: „Meine Kinder haben es viel besser. Die hauen sich die Geschenke um 16, 17 Uhr rein, dann geht‘s ab ins Bett, und am nächsten Tag um 6 Uhr sind sie wieder da, volles Brett, alle Spielzeuge auspacken.“ Bittencourt lacht herzlich, wenn er das erzählt. Die Vorfreude ist ihm anzumerken. Weihnachten kann kommen! (han)

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