Felix Agu vom SV Werder Bremen tauscht sein Trikot mit David Alaba vom FC Bayern München (re.).
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Felix Agu vom SV Werder Bremen tauscht sein Trikot mit David Alaba vom FC Bayern München (re.).

Beim Bundesliga-Debüt: Agu tauscht Trikot mit Idol

Werder-Debütant Felix Agu hängt sich Bayern-Star David Alaba ins Wohnzimmer

München – Diesen Tag wird Felix Agu nie vergessen – zumal sich der Profi von Werder Bremen ein besonderes Erinnerungsstück für sein Wohnzimmer gesichert hat. Nach seinem Bundesliga-Debüt beim 1:1 gegen den FC Bayern München bat er David Alaba um dessen Trikot.

„Das kommt in einen Bilderrahmen und wird bei mir zu Hause aufgehängt“, berichtete Felix Agu bei Werder-TV und der Bundesliga-Debütant des SV Werder Bremen lieferte die Erklärung gleich mit: „Zu David Alaba schaue ich seit Jahren auf. Er war schon immer mein Vorbild als Außenverteidiger. Da konnte ich mir diese Chance nicht entgehen lassen. Und er hat gesagt: ,Mach' weiter so, gib weiter Gas!'“

Werder Bremen: Felix Agu mit Bundesliga-Debüt - Trikot-Tausch mit David Alaba vom FC Bayern

Für Felix Agu ist am Samstag in München ein „Kindheitstraum in Erfüllung gegangen“, berichtete der 21-Jährige mit leuchtenden Augen: „Und dann auch noch gegen die Bayern, den Champions-League-Sieger. Das war ein Gänsehautmoment.“ Den er fast verpasst hätte. Denn als er nach gut einer Stunde Spielzeit beim Aufwärmen hinter dem Tor zur Werder-Bank gerufen wurde, „da habe ich das erst gar nicht realisiert“. Dann sei alles so schnell gegangen, dass für Nervosität keine Zeit mehr war. Außerdem hatte ihn das Trainerteam kurz vor der Einwechslung mit vielen Informationen gefüttert, denn Agu kam nicht als Außenverteidiger zum Einsatz, sondern im rechten Mittelfeld.

Das zeugte beim Stand von 1:1 von viel Vertrauen in den Neuzugang vom VfL Osnabrück. Zumal Felix Agu nach seiner Coronainfektion mit verlängerter Quarantäne erst seit einer Woche wieder richtig bei Werder Bremen im Training war. Doch das ließ sich der gebürtige Osnabrücker nicht anmerken, er machte seine Sache sehr ordentlich und bekam Lob von Trainer Florian Kohfeldt: „Felix war defensiv stabil und mutig, hat sich zwar ein, zwei Mal festgerannt, aber auch einen sehr guten Pass gespielt.“ Gemeint war die Szene aus der 87. Minute, als Agu Angreifer Sargent gefühlvoll per Außenrist auf die Reise zu einer Großchance geschickt hatte.

Werder Bremen: Lob für Felix Agu nach Bundesliga-Debüt

Als Felix Agu dann nach dem Spiel auf sein Smartphone schaute, war er überwältigt von „unzählig vielen Nachrichten“. Zuerst schrieb er seiner Mutter, dass er überglücklich sei. Allen anderen Gratulanten will er auch noch unbedingt antworten und sich bedanken. Und der 21-Jährige hat noch eine Aufgabe, eine nicht ganz einfache: Bei Werder Bremen ist es Brauch, dass Debütanten der Mannschaft einen ausgeben. Jean-Manuel Mbom hatte dem Team vor ein paar Wochen eine Runde Spaghetti-Eis spendiert, Agu sucht noch nach einer guten Idee. Nach seinem ersten Bundesligaspiel muss er aber selbst erst mal wieder Kraft tanken: „Es war schon hart, auch wenn es nur 25 Minuten waren, aber wir hatten wenig Ballbesitz-Phasen – und gegen den Ball ist es immer etwas anstrengender. Aber so einen Punkt in München holt man auch nicht alle Tage.“ (kni/dco)

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