Felix Agu setzt beim SV Werder Bremen zum Höhenflug an - bald auch in der nigerianischen Nationalmannschaft?
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Felix Agu setzt beim SV Werder Bremen zum Höhenflug an - bald auch in der nigerianischen Nationalmannschaft?

Felix Agu wird immer besser

Felix Agu dreht bei Werder Bremen auf – und empfiehlt sich für Nigeria

Regensburg – Zunächst hatte nicht unbedingt viel dafür gesprochen, dass es sein Abend werden sollte. Das Auswärtsspiel des SV Werder Bremen beim SSV Jahn Regensburg – es begann für Felix Agu unglücklich, ehe es so richtig schmerzhaft werden sollte.

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Nachdem der 22-Jährige in der Anfangsphase vor allem durch Stockfehler und ungenaue Flanken aufgefallen war, wurde er in der 27. Minute böse erwischt: Regensburgs Carlo Boukhalfa schoss Felix Agu den Ball aus kurzer Distanz genau dort hin, wo es einem Mann am meisten wehtut. Ein echter Wirkungstreffer. Agu wälzte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht nahe der Seitenlinie über den Boden, stand nach einer halben Minute aber wieder auf – um seine vielleicht beste Leistung im Trikot des SV Werder Bremen folgen zu lassen. „Er war ein Aktivposten und hat seine Stärken in der Offensive ausgespielt“, lobte Trainer Ole Werner.

Felix Agu zeigte gegen Jahn Regensburg seine vielleicht beste Leistung im Trikot des SV Werder Bremen

Nicht nur, dass Felix Agu das wichtige 1:1 durch Leonardo Bittencourt per Hereingabe vorbereitete (39.) – nein, auch darüber hinaus agierte er auf der rechten Außenbahn mutig und entschlossen. Das Bremer 2:1 durch Friedl (59.) brachte er als Mit-Initiator auf den Weg, immer wieder stellte er die Regensburger Defensive vor Probleme. Zwar gelang Agu natürlich nicht alles (Werner: „Er kann in einigen Aktionen noch genauer werden“), aber dennoch unterstrich er mit seiner Leistung – eine Torvorlage, 78 Ballkontakte, 11,05 Kilometer Laufdistanz – das, was er vor dem Spiel im Interview mit der DeichStube gesagt hatte: „In einer Fünferkette auf der rechten Seite fühle ich mich einfach am wohlsten.“ Sollte Agu so weitermachen, dürfte ihm der Platz dort bei Werder Bremen sicher sein – womöglich demnächst sogar noch in einem anderen Team: in der Nationalmannschaft Nigerias.

Felix Agu setzt beim SV Werder Bremen zum Höhenflug an - bald auch in der Nationalmannschaft Nigerias?

Agus Vater stammt aus dem afrikanischen Land, sodass der Werder-Profi für die „Super Eagles“ spielberechtigt wäre. Einst hatte Felix Agu dem nigerianischen Verband abgesagt, weil er für Deutschlands U 21 spielen wollte. Diese Zeit ist nun aber vorbei. „Es war keine Entscheidung gegen Nigeria, sondern dafür, dass ich mein halbwegs gewohntes Umfeld behalte“, erklärte Agu – und hob hervor: „Jetzt bin ich offen für das Thema.“ Ein klares Signal an Nigerias Nationaltrainer Gernot Rohr, dass er sich bei Bedarf gerne melden kann. Bisher ist bei Werder Bremen keine entsprechende Anfrage eingegangen. Aber trotzdem, zum Vormerken: Die kommende Afrika-Meisterschaft wird vom 16. Januar bis zum 7. Februar in Kamerun ausgetragen. (dco)

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