Felix Agu, Neuzugang des SV Werder Bremen (li.), und den neuen HSV Trainer Daniel Thioune verbindet eine besondere Beziehung.
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Felix Agu, Neuzugang des SV Werder Bremen (li.), und den neuen HSV Trainer Daniel Thioune verbindet eine besondere Beziehung.

Werder-Neuzugang Agu jetzt heimlich HSV-Sympathisant?

Werder-Neuzugang Felix Agu – der neue HSV-Coach Thioune ist für ihn eine „Vaterfigur“

Osnabrück – In Osnabrück sagt man, dass die Verbindung zwischen Felix Agu und Daniel Thioune eine ganz besondere ist. Das junge Talent und der zunächst noch unerfahrene Cheftrainer – sie sind in den vergangenen Jahren gemeinsam gewachsen beim VfL Osnabrück.

Ziemlich schnell sogar. Und offenbar sind sie groß genug geworden, um nach dem geschafften Klassenerhalt in Liga zwei neue Herausforderungen anzunehmen. Felix Agu, der 20 Jahre alte Außenverteidiger, hat sich für Werder Bremen entschieden. Daniel Thioune, 45 Jahre alt und wie Agu in Osnabrück aufgewachsen, nimmt es hingegen mit dem Hamburger SV auf und soll bei dem ehemaligen Bundesliga-Dino und Bremer Erzrivalen den sportlichen Neuaufbau gestalten. Dass der Coach junge Spieler entwickeln kann, zeigt das Beispiel Agu.

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Werder Bremen: Neuzugang Felix Agu und die besondere Beziehung zum neuen HSV-Trainer

Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ nennt Thioune eine „Vaterfigur“ für den U21-Nationalspieler (zwei Einsätze). Er war es, der Felix Agu schon in der U17 betreute, der ihn vor zwei Jahren aus dem Nachwuchs ins Profi-Team hochzog. Gemeinsam gelang dann der Aufstieg in Liga zwei, gemeinsam gelang auch der Klassenerhalt, nacheinander erfolgt nun der Absprung. Agu sagte schon im Februar bei Werder Bremen  zu, Daniel Thioune wurde nun vom HSV aus seinem noch bis 2021 laufenden Vertrag gekauft.

Für beide ist der sportliche Schritt groß, für Felix Agu hat er aber auch privat eine besondere Dimension. „Ich wohne immer noch bei meinen Eltern, ziehe jetzt das erste Mal von zu Hause aus“, sagte er der „NOZ“. Wie gut, dass Bremen quasi gleich um die Ecke ist. Über die A1 oder die B51 ist er in weniger als zwei Autostunden zurück in der Heimat, wenn er will.

Aber vielleicht wird er ja gar nicht wollen. Werder Bremen soll sein neues Zuhause sein, hier will Agu sich „weiterhin positiv entwickeln und zu Einsätzen kommen“, sagt er. Genau das will Werder auch. Als Rechtsfuß kann der Neuzugang auch auf der rechten Seite verteidigen, früher hat er das sogar schwerpunktmäßig getan, ehe er sich unter Thioune beim VfL als linker Verteidiger festspielte. In Bremen könnte er also als Erbe von Theo Gebre Selassie oder Ludwig Augustinsson infrage kommen – eine Flexibilität, die Felix Agu sicher helfen wird.

Werder Bremen-Neuzugang Felix Agu braucht nach der Relegation Zeit, um den Akku aufzuladen

Aber erstmal muss er durchschnaufen. Die Saison in Liga zwei war auch für ihn lang, die Relegation des SV Werder Bremen zudem auch als Nicht-Mitwirkender eine nervenaufreibende Tortur. Jetzt kommt die Zeit, „um abzuschalten und den Kopf frei zu kriegen. Ich brauche ein paar Tage, um die Akkus aufzuladen, bevor es mit vollem Fokus auf nach Bremen geht“, erklärt Felix Agu. Eines wird er auf jeden Fall mitnehmen an die neue Wirkungsstätte: die Dankbarkeit, die er für Daniel Thiounes Aufbauhilfe empfindet. Er werde sich „mit dem Trainer wahrscheinlich nicht zum Abhängen verabreden“, scherzt der Jung-Profi, aber er werde ihm und Co-Trainer Merlin Polzin (wechselt ebenfalls zum HSV) „immer dankbar dafür sein, wie sie mich gefördert haben. Wir haben in all den Jahren ein sehr, sehr gutes Verhältnis aufgebaut und werden sicherlich in Kontakt bleiben.“ (csa)

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