Felix Agu will beim SV Werder Bremen durchstarten - und schaut dabei auch auf David Alaba vom FC Bayern München.
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Felix Agu will beim SV Werder Bremen durchstarten - und schaut dabei auch auf David Alaba vom FC Bayern München.

„Zu Alaba schaue ich seit Jahren auf“

Agu setzt bei Werder auch auf den Koch

Bremen – Es ist das erste Mal, dass Felix Agu von zu Hause weg ist – mit 20 Jahren. Im Hause Agu, so heißt es aus Osnabrück, sollen sie sich ein wenig Sorgen machen, ob der Sohnemann so allein in der Fremde und dann auch noch bei einem so großen Club wie dem SV Werder Bremen zurechtkommen wird.

Und der junge Profi des SV Werder Bremen gestand dann auch am Dienstag bei seiner offiziellen Vorstellung im Weserstadion, dass er in den ersten Tagen ganz schön nervös war. Aber das habe sich gelegt – und für ein häusliches Problem habe sich auch schnell eine Lösung gefunden.

„Es gibt hier bei Werder einen Koch, der uns viele leckere Mahzeiten zur Verfügung stellt. Da muss ich nur einmal am Tag kochen, das bekomme ich hin“, berichtete Felix Agu mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht. Schließlich konnte er auch noch mitteilen, dass er den Umzug nach Bremen längst erledigt hatte – quasi als Vorbereitung auf die Vorbereitung. Nun kann er sich voll und ganz auf seine neue sportliche Aufgabe konzentrieren.

Werder Bremen: Offensivfreudiger Felix Agu will in der Bundesliga angreifen

Vor der hat der 20-Jährige durchaus Respekt. „Der Sprung von der zweiten in die erste Liga ist groß“, meinte der Außenverteidiger, der erst ein Jahr zuvor mit dem VfL Osnabrück überhaupt erst in diese zweite Liga aufgestiegen war. Bei ihm geht es gerade im Sauseschritt nach oben. Das passt zu seiner rasanten Spielweise. Felix Agu ist ziemlich schnell, bezeichnet sich selbst als „offensivfreudiger Außenverteidiger, der sehr viel über sein Tempo kommt“. Mit einer klaren Vorliebe für die rechte Seite, „dort fällt es mir als Rechtsfuß leichter“. 

Trotzdem sei er als Profi viel häufiger hinten links eingesetzt worden. Letztlich ist es ihm egal. Die Konkurrenz bei Werder Bremen stellt sich auf beiden Seiten aktuell als ziemlich unüberwindbar dar. Theodor Gebre Selassie (33) und Ludwig Augustinsson (26) sind nicht nur sehr erfahren, sondern auch noch konstant gut. „Sie haben eine große Qualität. Von ihnen kann ich viel lernen“, meinte Felix Agu ganz brav, um dann doch etwas forscher zu werden – so wie auf dem Platz: „Ich bin hier, um voll anzugreifen, um mich weiterzuentwickeln. Das ist der richtige Ort für mich.“ Und für den Fall, dass es am Anfang noch nicht so wie gewünscht laufen sollte, hat er auch schon ein Rezept: „Dann werde ich weiter hart arbeiten und versuchen, frei im Kopf zu bleiben.“

Werder Bremen-Neuzugang Felix Agu schaut „seit Jahren zu David Alaba vom FC Bayern auf“

Die Familie wird ihm gewiss dabei helfen. Schließlich ist Osnabrück nur eine gute Autostunde von Bremen entfernt. „Ausschlaggebend war es beim Wechsel nicht, aber es hat eine Rolle gespielt. Ich bin gerne bei meiner Familie.“ Also wird er regelmäßig die A1 runterfahren. Möglicherweise denkt er dabei auch mal an Olympia. Denn als U21-Nationalspieler könnte er in einem Jahr in Tokio dabei sein. „Das ist doch ein Traum für jeden Athleten, auch für einen Fußballer.“ Aber das sei noch weit weg. Für ihn zählt die Gegenwart.

Seine Premiere im Trikot des SV Werder Bremen hat er schon gefeiert und beim 2:0-Sieg im Test gegen Eintracht Braunschweig einen guten Eindruck hinterlassen. „Mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen, das hat mir Sicherheit gegeben“, erzählte Felix Agu. Und es war nicht nur so dahergesagt. Denn der junge Abwehrspieler ist nicht nur zum ersten Mal von zu Hause weg, sondern hat auch zum ersten Mal den Verein gewechselt. Das sei ihm nicht leicht gefallen, „aber alle haben mich verstanden“. Der nächste Schritt musste nun einfach folgen. Ein echtes Vorbild habe er dabei zwar nicht, „aber zu David Alaba schaue ich seit Jahren auf“. Nun spielt er mit dem Star des FC Bayern in einer Liga. (kni)

Unterdessen ist in Nabil Bentaleb der Ex-Wunschspieler des SV Werder Bremen wieder auf dem Transfermarkt.

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