Felix Agu hat seinen Stammplatz beim SV Werder Bremen vorerst an Mitchell Weiser verloren.
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Felix Agu hat seinen Stammplatz beim SV Werder Bremen vorerst an Mitchell Weiser verloren.

Werder-Trainer über Rechtsverteidiger

Felix Agu bei Werder Bremen nur noch Ersatz, „die andere Perspektive“ soll ihm helfen

Bremen - Gerade noch mittendrin, jetzt nur noch dabei. Für Felix Agu ist der sportliche Aufschwung des SV Werder Bremen ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite herrscht große Freude über die gute Ausgangslage im Aufstiegsrennen, auf der anderen Seite hat er selbst zuletzt gar nicht mehr viel dazu beitragen dürfen. Vor ein paar Wochen war das noch anders, doch dann setzte ihn eine Verletzung außer Gefecht. Diese ungewollte Vollbremsung nutzte Konkurrent Mitchell Weiser, um den Platz in der Startelf zu erobern. Und er gibt ihn nicht wieder her. Keine einfache Situation für die eigentliche Stammkraft Felix Agu, der erst kürzlich seinen Vertrag vorzeitig verlängert hat.

„Mannschaftlich läuft es für uns. Als Trainer hat man dann natürlich weniger die Veranlassung, Dinge zu verändern oder umzustellen“, sagt Ole Werner. Der Chefcoach des SV Werder Bremen ist in Situationen wie diesen auch als Moderator gefordert, muss den vermeintlich Vernachlässigten wie Felix Agu erklären, warum er sich für eine andere Option entschieden hat. Doch er setzt auch auf die Mithilfe der Spieler. „Am Ende des Tages macht es Sinn, sich in die andere Perspektive hineinzuversetzen: Wie würde man sich fühlen, wenn man sich nach einer guten Leistung - und obwohl die Mannschaft funktioniert -  bei gleicher Trainingsleistung draußen wiederfindet?“, erklärt der 33-Jährige.

Werder Bremen: Trainer Ole Werner sieht kaum Anlass für Startelf-Veränderungen - Felix Agu der Leidtragende

„Als Trainer muss ich dafür dann natürlich auch immer Argumente haben. Bei Felix Agu ist es so, dass er momentan draußen sitzt. Er ist aber trotzdem ein sehr wichtiger Spieler für uns, der auch seine Qualitäten im Training unter Beweis stellt. Im weiteren Saisonverlauf wird er für uns noch eine wichtige Rolle einnehmen.“ Ole Werner sagt das nicht nur so daher, der Trainer des SV Werder Bremen meint es auch so. Weil noch neun Spieltage zu absolvieren sind, an denen Sperren oder Verletzungen drohen. Und es ja auch noch das vermaledeite Thema Corona gibt. „Wenn diese Situationen eintreffen, dann muss man als Spieler bereit sein – und das weiß Felix genauso wie alle anderen. Und ich weiß, dass ich mich dann auf diese Spieler verlassen kann.“ (mbü)

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