Felix Agu (links) und Mitchell Weiser duellieren sich bei Werder Bremen um den Startelfplatz als Rechtsverteidiger - wer im Nordderby gegen den HSV auflaufen darf, ist noch völlig offen.
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Felix Agu (links) und Mitchell Weiser duellieren sich bei Werder Bremen um den Startelfplatz als Rechtsverteidiger - wer im Nordderby gegen den HSV auflaufen darf, ist noch völlig offen.

Kampf um Platz in Werder-Startelf

Duell auf Werders rechter Abwehrseite: Agu fehlt die Fitness, Weiser die Genauigkeit

Bremen - Bislang hat es beim SV Werder Bremen auf der rechten Außenbahn keinen allzu großen Konkurrenzkampf gegeben. Wenn Felix Agu fit war, dann spielte er auch. Weil einerseits die eigenen Leistungen stimmten und andererseits Herausforderer Mitchell Weiser – auch aufgrund mehrerer coronabedingter Ausfälle – nicht so richtig durchstarten wollte. Inzwischen hat die Leihgabe von Bayer Leverkusen aber aufgeholt, sich ein wenig mehr ins Rampenlicht gespielt. Weil Agu ihm ungewollt durch eine Verletzung die Chance dazu gab. Gegen den FC Ingolstadt (1:1) kehrte die Stammkraft nach seinen Problemen an der Patellasehne zurück in die Kader, musste aber erst einmal auf die Bank. Stattdessen spielte erneut Weiser, der kurz vor dem Nordderby beim Hamburger SV am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) durchaus Werbung in eigener Sache betrieb.

„Es lief viel über Mitch“, hatte auch Trainer Ole Werner erkannt. „Über ihn sind insgesamt und speziell in der zweiten Halbzeit viele Situationen entstanden.“ In der Tat hatte sich Mitchell Weiser nach dem Seitenwechsel immer wieder in das Offensivspiel des SV Werder Bremen eingeschaltet. Erst bereitete er eine Großchance von Nicolai Rapp vor (50.), kurz darauf hatte er sogar selbst die Gelegenheit zum Führungstreffer, doch sein Schuss nach einer Ablage von Niclas Füllkrug geriet zu zentral auf den gegnerischen Torhüter (54.). In einer anderen Szene tauchte Weiser, der für seine Leistung gegen Ingolstadt die DeichStube-Note 3 erhielt, nach einem feinen Diagonalball von Marco Friedl völlig freistehend im Strafraum des FC Ingolstadt auf, verzichtete aber auf einen Abschluss, probierte es stattdessen mit einem Pass und machte so den Angriff zunichte (66.).

Werder Bremen: Im Duell auf der rechten Seite fehlt Felix Agu die Fitness, Mitchell Weiser die Genauigkeit

Vor einigen Monaten hatte das noch ganz anders ausgesehen. Mitchell Weiser war gerade vom Rhein an die Weser gewechselt, als er sich erstmals im Dress von Werder Bremen beweisen durfte – auch bei der Premiere hieß der Gegner FC Ingolstadt. Beim 3:0-Erfolg seines neuen Teams glänzte der 27-Jährige mit einem herrlichen Solo samt Tor. Die Hoffnungen, dass es so weitergehen würde, erfüllten sich allerdings nicht.

Mitchell Weiser gehörte im bisherigen Saisonverlauf zwar 16 Mal zum Kader, stand sogar in neun Partien in der Startelf, doch der ungeimpfte Profi musste als Kontaktperson stets in die Isolation, wenn es bei Werder Bremen einen neuen Corona-Fall gab. So etwas wie einen Spielrhythmus entwickelte er so nie. Kurz vor und nach dem Jahreswechsel infizierte er sich dann selbst mit dem Virus – und zeigte seit seiner Genesung Stück für Stück, dass mit ihm doch noch zu rechnen sein könnte.

Auch gegen Heidenheim dürfte Felix Agu auf der Bank sitzen - doch Werder-Trainer Ole Werner spricht dem Verteidiger Mut zu!

Werder Bremen: Felix Agu oder Mitchell Weiser - wer gegen den HSV als Rechtsverteidiger aufläuft, ist offen

Auch deshalb genoss er beim Remis gegen den FC Ingolstadt abermals das Vertrauen seines Coaches und zahlte dieses mit einer auffälligen Darbietung zurück. Doch Ole Werner ließ durchblicken, dass es bereits beim Aufeinandertreffen mit dem Erzrivalen von der Elbe schon wieder ganz anders aussehen kann. „Es ist so, dass Felix noch nicht wieder ganz so lange bei der Mannschaft ist und mit ihr trainiert. Er hat das eine oder andere Spiel verpasst und stand nicht voll im Saft“, erläuterte er dessen jetzige Nicht-Berücksichtigung in der Startformation des SV Werder Bremen. „Insofern sind wir bei Mitch geblieben.“ Nun steht bekanntlich eine neue, sogar um einen Tag längere Trainingswoche an. Für Felix Agu die ideale Möglichkeit, um sich wieder anzubieten. Mitchell Weiser dürfte sich jedoch nicht so leicht geschlagen geben. Unterdessen will Werder-Profi Nicolai Rapp die Derbyniederlage beim HSV aus der Hinrunde wettmachen - doch auch die Hamburger sind heiß aufs Nordderby. (mbü)

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