Felix Agu hat seinen Vertrag beim SV Werder Bremen verlängert.
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Felix Agu hat seinen Vertrag beim SV Werder Bremen verlängert.

Werders Defensivspieler verlängert vorzeitig

Neuer Vertrag: Felix Agu verlängert beim SV Werder Bremen - und bleibt über 2024 hinaus

Bremen – Etwas mehr als anderthalb Jahre ist es her, dass Felix Agu vom VfL Osnabrück zum SV Werder Bremen wechselte und an der Weser seinen ersten Vertrag als Bundesliga-Profi unterschrieb - mit einer kolportierten Laufzeit bis zum Sommer 2024. Jetzt hat der 22-Jährige seinen Kontrakt vorzeitig verlängert. Das gab der Verein am Sonntag auf seiner Internetseite durchaus stolz bekannt.

Über die Laufzeit des neuen Arbeitspapiers machte der SV Werder Bremen wie gewohnt keine Angaben, was die Nachricht an sich schon etwas absurd erscheinen lässt, weil es keine relevanten Informationen vom Club gibt. Beim ersten Vertrag war letztlich eine Laufzeit von vier Jahren bis 2024 durchgesickert, der neue Kontrakt wird nun mindestens bis 2025 gelten, vielleicht auch ein Jahr länger. Sinn macht die Verlängerung durchaus – und zwar für beide Seiten: Felix Agu dürfte entsprechend seiner Bedeutung im Team eine Gehaltsanpassung bekommen haben – und Werder winkt durch die längere Vertragslaufzeit nicht nur mehr Sicherheit für einen Verbleib des Spielers über den Sommer hinaus, sondern auch eine höhere Ablösesumme, sollte Agu die Bremer in den nächsten Jahren verlassen.

Felix Agu verlängert seinen Vertrag beim SV Werder Bremen über 2024 hinaus

„Felix hat einen sehr positiven Entwicklungsprozess durchlaufen, seitdem er zu uns gewechselt ist. Er hat gezeigt, dass er stetig an sich arbeiten will und auf verschiedenen Positionen gute Leistungen abliefert. Vor allem in dieser Saison ist eine Konstanz in seinen Auftritten eingetreten. Daher freuen wir uns, dass wir unseren gemeinsamen Weg fortsetzen werden“, wird Sportchef Frank Baumann in einer Vereinsmitteilung des SV Werder Bremen zitiert. 2020 war Felix Agu vom damaligen Zweitligisten VfL Osnabrück an die Weser geholt - als junger Herausforderer für die arrivierten Kräfte Ludwig Augustinsson und Theodor Gebre Selassie. Zwar konnte er den älteren Mitspielern in seiner Bundesliga-Premierensaison noch nicht den Rang ablaufen, aber der gebürtige Osnabrücker brachte es auf immerhin 15 Einsätze (ein Tor). Agu spielte sich mit einigen couragierten Auftritten sogar in die Notizblöcke anderer Bundesliga-Clubs wie dem VfL Wolfsburg oder Eintracht Frankfurt.

(Lest auch: Grundsätzliche Einigung erzielt - Frank Baumann bleibt Sportchef beim SV Werder Bremen!)

Doch trotz des bitteren Abstiegs im Sommer, entschied er sich, bei Werder Bremen zu bleiben. Und dieser Entschluss sollte sich als goldrichtig erweisen. Nachdem er zu Saisonbeginn unter Ex-Trainer Markus Anfang noch häufig auf unterschiedlichen Positionen eingesetzt worden und nicht so glücklich war, hat er sich bei Werder inzwischen längst auf der rechten Abwehrseite zum zuverlässigen Stammspieler (15 Einsätze) entwickelt. „In einer Fünferkette auf der rechten Seite fühle ich mich einfach am wohlsten“, hatte Felix Agu im Dezember im DeichStube-Interview gesagt. Und das sieht man! Spätestens seit Ole Werner Ende November das Zepter bei den Grün-Weißen übernommen hat, blüht er richtig auf. Der Lohn für seine guten Leistungen ist die Vertragsverlängerung.

Felix Agu erklärt: darum habe ich den Vertrag bei Werder Bremen vorzeitig verlängert

„Die Verantwortlichen haben mir ein sehr gutes Gefühl gegeben. Ich kann mich hier gut weiterentwickeln, möchte in Zukunft viel Spielzeit sammeln und meine Leistung bringen“, heißt es von Felix Agu in der Clubmitteilung. Und Ole Werner meint zur Vertragsverlängerung seines Spielers: „Es ist sicherlich auch ein Stück weit eine Bestätigung seiner Leistungsentwicklung. Er spielt aktuell sehr konstant und ich bin davon überzeugt, dass ihm, wenn er weiterhin hart an sich arbeitet, die Zukunft bei Werder Bremen gehört.“ Agu hat mit Werder große Ziele - er will schnellstmöglich zurück in die Bundesliga. „Dafür bin ich nach Bremen gekommen“, sagte er zuletzt gegenüber der DeichStube. Aktuell kann der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler, dessen Marktwert vom Branchenportal „transfermarkt.de“ auf 2,5 Millionen Euro geschätzt wird, aufgrund von Patellasehnen-Problemen allerdings nicht dabei helfen, die nötigen Punkte für die Mission Wiederaufstieg einzusammeln. Agu verpasste sowohl das jüngste Heimspiel gegen den KSC als auch das 4:3-Spektakel in Paderborn zwei Wochen zuvor. Ob er am Freitag in Rostock wieder dabei sein kann, ist offen. (kni/mwi)

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