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Felix Kroos, früher bei Werder Bremen, ist mit Union Berlin in die Bundesliga aufgestiegen - und hat unlängst seinen Vertrag beim Kult-Club verlängert.

Ex-Bremer über Weltmeister-Bruder

Felix Kroos über Vergleiche zu Toni: Aufstieg „persönlicher WM-Titel“

Berlin - Ex-Werder-Profi Felix Kroos hat öffentliche Vergleiche mit seinem Bruder Toni als unfair empfunden und möchte in bestimmten Punkten nicht mit dem Fußball-Weltmeister tauschen. „Der Aufstieg mit Union ist mein persönlicher WM-Titel“, sagte der Mittelfeldspieler von Neu-Bundesligist 1. FC Union Berlin im Interview von Spox und Goal.

„Rein sportlich betrachtet träumst du natürlich davon, bei Real Madrid zu spielen, aber wenn ich sehe, welchen Preis Toni dafür bezahlen muss, dass er sich in der Öffentlichkeit kaum frei bewegen kann, dann bin ich froh, dass ich das nicht habe. Mir würde da ein Stück Freiheit fehlen. Ich bin sehr glücklich mit meiner Karriere und meinem Leben.“

Er freue sich über jeden Erfolg seines 14 Monate älteren Bruders von Real Madrid am meisten, betonte der 28-Jährige. Dem Vergleich mit dem Weltmeister von 2014 und viermaligen Champions-League-Sieger könne allerdings niemand standhalten. „Es war ein Entwicklungsprozess, den ich durchmachen musste“, sagte Felix Kroos.

Felix Kroos: Zwischen 2010 und 2016 70 Pflichtspiele für Werder Bremen

Seinen Vertrag bei Union hatte der frühere Kapitän diesen Sommer um ein Jahr verlängert, zudem besteht die Option auf eine weitere Saison. „Für mich war die Entscheidung, dass ich bei Union bleiben will, früh klar“, sagte er. „Ich habe hier dreieinhalb Jahre für das Ziel Aufstieg gearbeitet. Jetzt will ich auch dabei sein, wenn wir den Lohn dieser Arbeit ernten dürfen und Bundesliga spielen können.“ In der vergangenen Saison hatte er keinen dauerhaften Stammplatz mehr inne, kam zu 25 Ligaeinsätzen und wurde dabei siebenmal eingewechselt.

Für Werder Bremen war Felix Kroos von 2010 bis 2016 aktiv. In diesem Zeitraum bestritt er 70 Pflichtspiele für die Profis und kam 67 Mal für die zweite Mannschaft zum Einsatz. In der neuen Saison trifft der gebürtige Greifswalder mit Union Berlin am 4. und 21. Spieltag auf seinen Ex-Club.

(dpa/dco)

Zur letzten Meldung vom 19. Juni 2019:

Felix Kroos: Dem Wiedersehen mit Werder steht nichts mehr im Wege

Er ist nicht mehr Kapitän, auch kein unumstrittener Stammspieler, über einen Wechsel wurde spekuliert. Jetzt allerdings hat Felix Kroos, der frühere Profi von Werder Bremen, seinen Vertrag bei Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin verlängert.

Der Kult-Club einigte sich mit dem 28 Jahre alten Mittelfeldspieler auf einen neuen Vertrag, der eine Laufzeit von einem Jahr mit Option für eine Verlängerung um ein weiteres Jahr besitzt. Der Kontrakt ist für die Bundesliga und Zweite Bundesliga gültig.

„Mit dem Bundesliga-Aufstieg von Union hat sich ein großer Traum erfüllt“, sagte Kroos: „Ich fühle mich im Verein und in der Stadt zu Hause und möchte mit meiner Leistung dazu beitragen, dass wir eine gute Saison spielen.“

Felix Kroos war im Winter 2016 zunächst auf Leihbasis von Werder Bremen zu Union Berlin gewechselt. In der neuen Saison trifft er dann erstmals in der Bundesliga auf seinen Ex-Club.

(han/sid)

Zur ersten Meldung vom 28. Mai 2019:

Felix Kroos: Abschied von Union Berlin trotz Aufstieg?

Berlin - Als endlich der Abpfiff ertönte, sprintete er los. Vielleicht war er in seinem Leben noch nie so schnell gelaufen wie in diesem Moment. Union Berlin hatte mit einem 0:0 im Relegationsrückspiel gegen den VfB Stuttgart den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga geschafft, und Felix Kroos (28) wollte nichts wie hin zu den Kollegen, wollte feiern, jubeln glücklich sein. Denn der Sprung in die erste Liga ist nicht nur für den Club der größte Erfolg, sondern auch für seinen Ex-Kapitän.

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Aufstiegs- und Abschiedsparty mit Union Berlin?

Der ehemalige Werder-Profi hatte die Entscheidung in Jeans und weißem T-Shirt von der Tribüne aus verfolgen müssen. Eine Gelbsperre war schuld daran. Doch als der Aufstieg perfekt war, explodierte auch in Kroos die Freude, er rannte schnurstracks zu seinen Mitspielern, stürzte sich ins Getümmel. Vielleicht war das, was sich an unbeschreiblichen Szenen auf dem Rasen der „Alten Försterei“ abspielte, für den Mittelfeldakteur nicht nur die Aufstiegs-, sondern auch die große Abschiedsparty. Denn Kroos‘ Zukunft bei Union ist alles andere als sicher.

Sein Vertrag läuft aus, Gespräche über eine mögliche Verlängerung blieben bislang ergebnislos. Der Bruder von Weltmeister Toni Kroos steckt auch in einer schwierigen Situation. Einerseits sagt er, dass ihm Union Berlin „am Herzen“ liegt, andererseits spielt er unter Trainer Urs Fischer nicht mehr die Rolle, die er unter dessen Vorgänger Andre Hofschneider inne hatte. 

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Grübelt Felix Kroos hier über seine Zukunft? Während der Aufstiegsfeier der „Eisernen“ schaut der Mittelfeldspieler ziemlich nachdenklich drein.

Felix Kroos: 65 Bundesliga-Spiele für Werder Bremen

Führungsspieler, Kapitän – beides ist nicht mehr. Fischer hat Kroos zu einem Rotationsspieler gemacht. Mal im offensiven Mittelfeld, mal im defensiven, mal gar nicht – es ging während der Saison hin und her. Kroos hat es mit sich machen lassen, hat nicht genörgelt, sondern immer den Erfolg der Mannschaft in den Vordergrund gestellt. Der Erfolg ist jetzt da, geht Kroos trotzdem? Die „B.Z.“ spekuliert über seinen Abschied.

Dabei ist der gebürtige Greifswalder einer, der Erstliga-Erfahrung mitbringt. 65 Bundesliga-Spiele hat er zwischen 2010 und 2016 für Werder Bremen absolviert, 46 davon in den Spielzeiten 13/14 und 14/15, seiner besten Zeit an der Weser. 2016 folgte der Wechsel zu Union Berlin. Es wurde eine Erfolgsgeschichte. Die Frage ist nur, ob der Aufstieg auch der Schlusspunkt ist – gewissermaßen als Happy End der anderen Art.

Und was tut sich bei den Bremern in Sachen Transfers? Werder ist offenbar an einer Ausleihe von Marko Grujic vom FC Liverpool interessiert.

(csa)

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