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Von 2014–2016 coachte Skripnik die Werder Profis, seit 1996 war er für den Verein aktiv.

Werder-Geschäftsführer über Ex-Trainer

Filbrys Angebot für Skripnik: „Die Tür ist für ihn nie zu“

Bremen. Sechs Wochen noch, dann ändert sich für Viktor Skripnik die Situation. Am 30. Juni läuft sein Vertrag bei Werder Bremen aus, der ehemalige Trainer des Fußball-Bundesligisten ist ab diesem Zeitpunkt ohne Einkommen.

Seit seiner Entlassung am 18. September 2016 hat der 48-Jährige immer noch einen Teil seines ursprünglich vereinbarten Gehalts weitererhalten. Werder musste zahlen. Werder hätte den gebürtigen Ukrainer aber auch in anderer Funktion in die Trainerarbeit des Clubs eingebunden. Das Angebot galt damals und blieb bis vor kurzem aktuell. Im März noch hatte Skripnik gesagt, bis April über die Offerte nachdenken zu wollen. Dann verzichtete er. Filbry: „Es gab die Möglichkeit für ihn, hier wieder zu arbeiten. Das war vertraglich so geregelt. Er hat sich erst mal dagegen entschieden, das ist sein gutes Recht.“

Nicht egal, was mit einem Coach passiert

Eigentlich müsste sich der Vorsitzende der Geschäftsführung nun keine Gedanken mehr machen über Skripniks Zukunft, das letzte formelle Band, das Trainer und Verein noch verknüpft hat, löst sich schließlich in Kürze. Aber wie auch bei Alexander Nouri ist Filbry nicht egal, was mit einem Coach passiert, dessen Ruf am Ende seines Werder-Engagements gelitten, der dem Verein zuvor aber auch extrem geholfen hatte. „Viktor hat uns ins Pokal-Halbfinale geführt, hat uns in seiner ersten Saison stabilisiert, wir sind Zehnter geworden. Im zweiten Jahr hat er eine extrem intensive Situation gemeistert. Er hat uns vor dem Abstieg bewahrt“, erinnert Filbry, der es deshalb mit einem wie Skripnik eben nicht machen will wie mit der heißen Kartoffel. Er bietet dem 48-Jährigen sogar weiterhin an, zu Werder zurückzukehren. Irgendwann. Filbrys Versprechen: „Aktuell ist eine Rückkehr zwar kein Thema, es kann aber immer eines werden. Die Tür für Viktor ist bei Werder nie zu.“

Klaus Filbry

Dabei geht es dem Vorsitzenden der Geschäftsführung nicht darum, Almosen zu verteilen. Das habe Skripnik auch nicht nötig, so Filbry: „Viktor ist ein hochqualifizierter Trainer, der seinen Weg gehen wird.“

Bisher kein Angebot

Skripnik, von 1996 an als Spieler und Trainer bei Werder aktiv, hatte im März schon deutlich gemacht, dass er nach anderen Herausforderungen sucht. „Es gibt nicht nur Werder auf dieser Welt“, hatte er gesagt, zugleich aber auch eingeschränkt, dass Angebote eines anderen Erstligisten nicht bei ihm eingegangen waren: „Ich hatte keins.“

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