Im vergangenen Sommer wechselte Fin Bartles von Werder Bremen zu Holstein Kiel. Jetzt will der der 34-Jährige mit seinem neuen Verein in die erste Liga aufsteigen - und Dortmund im DFB-Pokal-Halbfinale schlagen.
+
Im vergangenen Sommer wechselte Fin Bartles von Werder Bremen zu Holstein Kiel. Jetzt will der der 34-Jährige mit seinem neuen Verein in die erste Liga aufsteigen - und Dortmund im DFB-Pokal-Halbfinale schlagen.

Holstein Kiel im DFB-Pokal gegen den BVB

„Träumen ist erlaubt“: Kiels Tanz auf zwei Hochzeiten - Ex-Werder-Profi Fin Bartels will den Aufstieg und ins Pokalfinale

Kiel – Ein Blick zurück im Zorn, dafür ist Fin Bartels nicht der Typ. Als Musterprofi und Sympathieträger galt der frühere Werder-Profi, seit er 2014 an der Weser seinem Beruf nachging. Diesem Ruf wird der 34-Jährige auch nun gerecht, da er bei seinem Heimatverein Holstein Kiel brilliert. „Es galt, diese Entscheidung zu akzeptieren“, sagt er im Gespräch mit der „Deichstube“.

Bartels zieht das Positive aus der Entscheidung der Werder-Macher Frank Baumann und Florian Kohfeldt, den Vertrag des Edeltechnikers im vergangenen Sommer nicht zu verlängern. So sei ihm ermöglicht worden, „zurück in meine Heimat zu kommen und dort mit dazu beitragen zu können, erfolgreichen Fußball zu spielen“. Natürlich verfolgt er seinen Ex-Club. „Ich sehe fast jedes Spiel, wenn es nicht mit unseren Partien kollidiert.“ Und drückt ganz kräftig die Daumen – in dem Wissen, dass Werder Bremen vor dem möglichen Absturz steht. „Nun hat wieder das Zittern begonnen. Der Vorsprung zu den Abstiegsrängen ist zuletzt arg geschmolzen“, sagt Fin Bartels, „doch ich traue meinen ehemaligen Kollegen zu, dass sie es wieder schaffen.“

Holstein Kiel könnte mit Fin Bartels den Platz von Werder Bremen in der Bundesliga einnehmen

Die Kieler hingegen könnten den Platz des SV Werder Bremen in der Bundesliga einnehmen. Leistungsträger Bartels sieht trotz aller Widrigkeiten durch die zweimalige Corona-Quarantäne („Wir waren zweimal zwei Wochen eingesperrt, das ist sicherlich kein Vorteil für uns“) noch die reelle Chance, als erster Club aus Schleswig-Holstein den Sprung in die deutsche Eliteklasse zu schaffen. „Wir glauben fest daran und tun alles dafür. Wir dürfen diese einmalige Chance nicht wegwerfen, ohne alles investiert zu haben.“ Seine Einschätzung: Der VfL Bochum habe aktuell die besten Karten, die anderen – in erster Linie Holstein Kiel, Greuther Fürth, der Hamburger SV und Fortuna Düsseldorf – kämpften um die zwei restlichen Plätze.

Fin Bartels will den BVB wie Werder Bremen vor einem Jahr ärgern

Holstein hat dazu noch ein zweites Eisen im Feuer, um auf sich aufmerksam zu machen. Die Mannschafte von Trainer Ole Werner steht im Halbfinale des DFB-Pokals und wird bei Borussia Dortmund heute (20.30 Uhr/ARD und Sky) als „klarer Underdog“ auftreten. BVB und Fin Bartels – da war doch was. Richtig, der Ex-Bremer stand in der Elf, die Anfang Februar vergangenen Jahres für die 3:2-Überraschung im Duell mit den Schwarz-Gelben aus Dortmund gesorgt hat. Nun hofft er auf eine Wiederholung mit seinem neuen Arbeitgeber: „Träumen ist erlaubt. Wir haben uns vorgenommen, die Dortmunder zu ärgern. Dazu müssen wir uns etwas zutrauen und eine ebenso couragierte Leistung bieten wie vor einem Jahr Werder Bremen.“ Ein weiterer Höhepunkt in der Laufbahn des Fin Bartels, die 2005 in Kiel startete. „Ich bin noch nicht am Ende, ich fühle mich fit.“ Mit diesen Worten hatte er sich im Sommer 2020 in Richtung Förde verabschiedet aus der Hansestadt. Eine Prophezeiung, die sich erfüllt hat.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare