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Fin Bartels kann wieder lachen: Sein Comeback für Werder Bremen steht bevor.

Werder-Angreifer für U23 im Einsatz

Bartels in der Startelf - Hier könnt ihr das Comeback live schauen

Bremen - Eine lange Leidenszeit geht zu Ende. Eine sehr lange. Eine 64 Wochen oder 448 Tage lange, um genau zu sein. Denn am Samstag wird Fin Bartels zum ersten Mal seit seinem Achillessehnenriss wieder in einem Pflichtspiel für Werder Bremen zum Einsatz kommen.

Update: Fin Bartels steht in der Startelf gegen Weiche Flensburg. Hier könnt ihr das Spiel im Livestream schauen.

Der Stürmer wird für die U23 in der Regionalliga gegen Weiche Flensburg (13.30 Uhr) „definitiv spielen“. Das hat Werder-Trainer Florian Kohfeldt am Freitag bestätigt. „Wir freuen uns wirklich sehr. Es wird am Samstag ein besonderer Moment sein“, sagte der Coach.

Zur Erinnerung: Im Dezember 2017 hatte sich Bartels beim Auswärtsspiel gegen Borussia Dortmund die Achillessehne gerissen. Dass er monatelang ausfallen würde, war damals schon klar. Doch die Genesung hatte sich hingezogen wie ein Kaugummi, bei seinen Comeback-Annäherungen und Rückschlägen konnte man schon mal den Geschmack verlieren. Es war maximale Geduld gefragt. „Jeder, der Fin die letzten Monate erlebt hat, weiß, dass er wirklich gelitten hat“, erklärte Kohfeldt.

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Bartels‘ Trainingsleistung lässt Kohfeldt schwärmen

Jetzt ist Bartels endlich wieder ganz nah dran. Nur eine kleine Hürde muss der 32-Jährige noch nehmen - die Aufstellung des U23-Trainers: „Wenn Sven Hübscher der Meinung ist, dass die Qualität reicht, wird er ihn aufstellen“, sagte Kohfeldt und verriet mit seinem breiten Grinsen, dass die Frage nach der Qualität bei Bartels überhaupt keine Frage ist.

Bartels wird wieder ganz der Alte, davon ist Kohfeldt überzeugt. Der Coach geriet bei der Pressekonferenz am Freitag sogar ins Schwärmen: „Das, was er im Training zeigt, gibt mir großen Anlass zur Hoffnung, dass er sehr gut wiederkommt. Es ist immer noch nicht schön, eins gegen eins gegen ihn zu spielen, wenn man Verteidiger ist.“

Fin Bartels: Seine Karriere in Bildern

Fin Bartels
In Rostock wurde Fin Bartels zum Bundesliga-Profi, über St. Pauli wechselte der Offensivmann zum SV Werder Bremen. Seine Karriere in Bildern. © Gumz
Fin Bartels
Bartels spielte zunächst im Jugendbereich bei der SpVg Eidertal Molfsee, bevor er zur Saison 2002/03 zu Holstein Kiel wechselte. Erst in der U17, dann in der U19. 2005 schaffte er schließlich den Sprung in den Herrenbereich. © imago
Fin Bartels
Zunächst spielte er bei der zweiten Mannschaft der Kieler, am 25. November 2005 debütierte er in der Regionalliga Nord und absolvierte in der Rückrunde weitere 16 Partien für die erste Mannschaft. © imago
In der Saison 2006/07 stieg Kiel ab. Daraufhin wechselte Bartels zum FC Hansa Rostock. Auch dort spielte er zunächst im Amateur-Team, ehe er den Sprung zu den Profis schaffte.
In der Saison 2006/07 stieg Kiel ab. Daraufhin wechselte Bartels zum FC Hansa Rostock. Auch dort spielte er zunächst im Amateur-Team, ehe er den Sprung zu den Profis schaffte. © imago
Sein Bundesliga-Debüt feierte Bartels am 6. Oktober 2007, als er in der Schlussphase der Partie gegen den VfL Wolfsburg eingewechselt wurde.
Sein Bundesliga-Debüt feierte Bartels am 6. Oktober 2007, als er in der Schlussphase der Partie gegen den VfL Wolfsburg eingewechselt wurde. © imago
Einige Monate später erzielte er sein erstes Bundesligator gegen Arminia Bielefeld - und was für eins. Per Fallrückzieher versenkte Bartels den Ball in die Maschen.
Einige Monate später erzielte er sein erstes Bundesligator gegen Arminia Bielefeld - und was für eins. Per Fallrückzieher versenkte Bartels den Ball in die Maschen. © imago
In der Spielzeit 2009/2010 stiegen die Rostocker ab - und Bartels zog es zum FC St. Pauli. Auch mit den Kiezkickern stieg er ab und spielte drei Jahre in der zweiten Liga.
In der Spielzeit 2009/2010 stiegen die Rostocker ab - und Bartels zog es zum FC St. Pauli. Auch mit den Kiezkickern stieg er ab und spielte drei Jahre in der zweiten Liga. © imago
2014 wechselte Bartels zum SV Werder.
2014 wechselte Bartels zum SV Werder. © gumzmedia
Der Offensivmann wurde schnell zum Stammspieler und somit ein wichtiger Faktor in der Bremer Offensive.
Der Offensivmann wurde schnell zum Stammspieler und somit ein wichtiger Faktor in der Bremer Offensive. © gumzmedia
Am 9. Dezember 2017 (15. Spieltag der Saison 2017/18) riss sich Bartels nach einem unglücklichen Zweikampf die Achillessehne am linken Fuß.
Am 9. Dezember 2017 (15. Spieltag der Saison 2017/18) riss sich Bartels nach einem unglücklichen Zweikampf die Achillessehne am linken Fuß. © gumzmedia
Nachdem Bartels Anfang September 2018 wieder ins Manschaftstraining zurückgekehrt war, erlitt er einen Rückschlag. Seitdem absolviert er ein individuelles Reha-Training. Ziel für ihn ist es, beim Winter-Trainingslager in Südafrika (3. bis 12. Januar) wieder dabei zu sein.
Nachdem Bartels Anfang September 2018 wieder ins Manschaftstraining zurückgekehrt war, erlitt er einen Rückschlag. Seitdem absolviert er ein individuelles Reha-Training. Ziel für ihn ist es, beim Winter-Trainingslager in Südafrika (3. bis 12. Januar) wieder dabei zu sein. © gumzmedia

Bartels „spätestens“ nach Länderspielpause wieder im Profi-Kader

Zunächst darf Bartels das bei der U23 wieder unter Beweis stellen, am Samstag auswärts gegen Weiche Flensburg, wohl auch eine Woche später zu Hause gegen den VfB Oldenburg (Samstag, 9. März, 14 Uhr). Und dann winkt Bartels, wenn alles glatt läuft, die Rückkehr in den Bundesliga-Kader. „Ich bin ich sehr optimistisch, dass wir spätestens nach der Länderspielpause wieder über Fin Bartels im Weserstadion und im Kader der Profis reden“, sagte Kohfeldt. Am Samstag, 30. März, empfängt Werder zu Hause Mainz 05. Dann könnte es so weit sein. Das ist noch 29 Tage hin. Und wer schon 448 Tage gewartet hat, übersteht die sicher auch noch.

Übrigens: Wer es am Samstag nicht bis ganz nach Flensburg schafft, sich aber das Bartels-Comeback nicht entgehen lassen will, kann auch online zuschauen. Das Internetportal „Sporttotal.tv“ überträgt die Partie im Livestream. Anstoß im Manfred-Werner-Stadion ist um 13.30 Uhr.

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