Trainer in Wolfsburg vorgestellt

Florian Kohfeldt erklärt, wie er das Aus beim SV Werder Bremen verarbeitet hat

Bremen - Exakt 166 Tage nachdem er im Mai als Trainer des SV Werder Bremen freigestellt worden war, hat sich Florian Kohfeldt am Donnerstag erstmals in neuer Funktion der Öffentlichkeit präsentiert - als frisch verpflichteter Cheftrainer des VfL Wolfsburg. Während der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel der Wölfe bei Bayer 04 Leverkusen sprach der 39-Jährige unter anderem darüber, wie er die Trennung von seinem Herzensverein Werder aufgearbeitet hat.

„Da gab es unterschiedliche Etappen“, erklärte Kohfeldt, der am 33. Spieltag der Vorsaison nach einer 0:2-Auswärtsniederlage gegen Augsburg seinen Hut hatte nehmen müssen. Danach zog sich der Coach komplett aus der Öffentlichkeit zurück. „Ich habe bis Ende Juli Urlaub gemacht“, sagte Kohfeldt, „dann habe ich angefangen, die Situation bewusst und aktiv zu reflektieren“. Zahlreiche Gespräche waren dafür nötig. Mit Spielern und Verantwortlichen des SV Werder Bremen.

Werder Bremen-Ex-Trainer Florian Kohfeldt hat Entlassung in vielen Gesprächen aufgearbeitet

So meldete sich der geschasste Trainer ebenso bei Werder-Profis, „von denen ich das Gefühl hatte, dass sie mich gut fanden“ sowie bei solchen, „von denen ich das Gefühl hatte, sie fanden mich nicht so gut“. Ihm sei es darum gegangen, „ein Gefühl dafür zu kriegen, was war gut und was nicht“.

Ein Vorgehen, dass Florian Kohfeldt auch bei Werder Bremens Verantwortlichen wiederholte. Mit Sportchef Frank Baumann und Marco Bode, dem Ex-Vorsitzenden des Aufsichtsrats, habe er ebenfalls gute Gespräche geführt. Anfang Oktober sei bei ihm dann das Gefühl entstanden: „Ich bin wieder frisch. Jetzt kann etwas Neues losgehen.“ Wie passend, dass nur wenige Tage später der Anruf des VfL Wolfsburg kam. (dco) Auch interessant: So viel Geld bringt Florian Kohfeldts Wechsel nach Wolfsburg dem SV Werder Bremen!

Lest dazu auch das große DeichStube-Interview mit Ex-Werder-Trainer Florian Kohfeldt: „Den Flo habe ich in Bremen gelassen!

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich / dpa

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