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Die 0:2-Pleite gegen Union Berlin sorgte bei vielen „Fans“ von Werder Bremen für Frust. 

Bei 0:2-Heimpleite gegen Union

Bierbecher-Attacke gegen Werder Bremen-Trainer Florian Kohfeldt

Bremen - Allzu viel hat nicht gefehlt, und der Cheftrainer des SV Werder Bremen, Florian Kohfeldt, wäre getroffen worden - von zwei ineinander gesteckten, leeren Bierbechern, die ein Fan in der zweiten Halbzeit während des Heimspiels gegen Union Berlin in seine Richtung geworfen hatte.

Kurz darauf ließ der Mann noch sein Sitzkissen folgen, ehe er vor den Ordnern die Südtribüne hinauf flüchtete, wo er letztlich gestellt wurde. Florian Kohfeldt kickte die Becher zur Seite, widmete sich wieder dem Spiel des SV Werder Bremen und wollte sich später auf Nachfrage nicht an den Vorfall erinnern.

Werder Bremen: Becherwurf schockt Florian Kohfeldt nicht

Es war eine unschöne und absolut unnötige Szene, die die allgemeine Stimmung im Weserstadion nicht wiedergab. Denn der Großteil der Werder-Fans verzichtete auf allzu deutliche Unmutsbekundungen. So gab es nach den Gegentoren und nach dem Schlusspfiff eher verhaltenen Protest, das ganz große Pfeifkonzert oder gar „Trainer-raus-Rufe“ blieben aus. Generell wirkte es so, als würde sich der Frust der Fans des SV Werder Bremen eher gegen die Mannschaft als gegen Trainer Florian Kohfeldt richten.

Vor der Partie hatten mal wieder etliche Fans den Bremer Mannschaftsbus applaudierend in Empfang genommen. Auf das Team sprang dieser Funke aber nicht über. Kohfeldt sagte nach der schwachen Leistung seiner Elf am Sky-Mikrofon: „Ich habe es fast schon gemerkt, als wir im Bus zum Stadion gefahren sind. Es war eine lahme Veranstaltung.“ Das war schon deutliche Kritik an den Profis.

Werder Bremen-Sportchef Frank Baumann sorgt sich um die Fans

Sportchef Frank Baumann sorgte sich nach dem dürftigen Auftritt beim 0:2 sogar um das generelle Verhältnis zwischen Mannschaft und Fans. Nach dem 3:2-Erfolg im Pokal gegen Dortmund hatte auch der 44-Jährige darauf gehofft, dass es nun positiv weitergeht. Was folgte war jedoch die siebte Niederlage im zehnten Heimspiel, der erst ein mickriger Sieg gegenübersteht. „Dienstag haben wir unsere Fans mitgenommen“, sagte Baumann - und stellte fest: „Heute haben wir wieder einiges kaputt gemacht. Das müssen wir uns jetzt wieder erarbeiten."

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