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Florian Kohfeldt, Trainer von Werder Bremen, verurteilt die Kemmerich-Wahl in Thüringen aufs schärfste.

Trainer von Werder Bremen positioniert sich gegen die AfD

Werder-Coach Florian Kohfeldt verurteilt Thüringen-Wahl „aufs Schärfste“

Bremen - Erst der damalige Trainer Alexander Nouri, später Präsident Hubertus Hess-Grunewald - Werder Bremen hat schon mehrfach mit AfD-kritischen Statements politisch Haltung eingenommen. Jetzt zeigt auch Coach Florian Kohfeldt klare Kante gegen Rechts.

Florian Kohfeldt hat die Umstände der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum thüringischen Ministerpräsidenten mit deutlichen Worten kritisiert. Kemmerich war am Mittwoch mit maßgeblichen Stimmen der AfD und der CDU gewählt worden. Kemmerich hat einen Tag später seinen Rücktritt angekündigt.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt zeigt klare Kante gegen Rechts

„Ich persönlich verurteile aufs Schärfste, dass so eine Konstellation überhaupt möglich gewesen ist mit einer Partei, die nicht die Werte unserer Gesellschaft widerspiegelt, die für Dinge steht, die wir eigentlich dachten, hinter uns gelassen zu haben“, sagte der Trainer des SV Werder Bremen am Donnerstagabend in der „NDR 2 Bundesligashow“ des Norddeutschen Rundfunks.

Mit Blick auf die Möglichkeit, über solche Konstellationen wie in Thüringen wieder zu politischer Macht zu kommen, fügte Florian Kohfeldt an, er hoffe, dass „das sofort wieder im Keim erstickt wird. Denn sonst haben wir ein großes Problem.“ Kohfeldt betonte, dass das seine persönliche Meinung sei, er sei aber „froh, in einem Verein zu arbeiten, der insgesamt für diese Meinung steht“.

Werder Bremen: AfD-Kritik von Hubertus Hess-Grunewald und Alexander Nouri

Werder Bremen hatte schon mehrfach Position gegen die politisch rechtsgerichtete AfD bezogen. Im Frühjahr 2017 war Alexander Nouri mit einem lockeren, aber klaren Spruch aufgefallen. „Ich habe nichts gegen das Wort Europa. Ich bin ja nicht die AfD“, hatte der damalige Coach über Werders Europapokal-Ambitionen gesagt. Damit landete er bei der Wahl zum „Fußballspruch des Jahres“ auf Platz zwei. Später legte Nouri nach, erklärte, dass man sich „wehren“ müsse.

Eindeutig hatte sich auch Hubertus Hess-Grunewald positioniert. „Es ist ein Widerspruch, Werder gut zu finden und die AfD zu wählen“, hatte der Werder-Präsident gesagt und später gegenüber der DeichStube erläutert: „Wir stehen grundsätzlich für Integration und Toleranz und gegen Diskriminierung und Rassismus.“ (han/dpa)

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