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Yuya Osako muss sich beim SV Werder Bremen strecken, um wieder in die erste Elf zu kommen.

Vor dem DFB-Pokal-Duell mit dem BVB

Kohfeldt nimmt Osako und Jojo Eggestein bei Werder in die Pflicht

Bremen – Es war die große Überraschung kurz vor dem Anstoß des Augsburg-Spiels: Nick Woltemade durfte in Werder Bremens Startelf seine Bundesliga-Premiere feiern. Bei zwei anderen Bremer Profis dürfte das allerdings für Ernüchterung gesorgt haben: Yuya Osako und Johannes Eggestein, denen einmal mehr nur die Rolle des Zuschauers blieb.

„Ich erwarte von den beiden schlichtweg, dass sie sich im Training anbieten und mir zeigen, dass sie unbedingt spielen wollen“, sagte Trainer Florian Kohfeldt, der genau das bei Werder Bremen zuletzt offenbar nicht von Osako und Eggestein zu sehen bekommen hatte. „Nick hat sich im Training so aufgedrängt, dass er die beste Wahl für das Spiel war“, lobte der Coach, „diese Chance haben Yuya und Jojo genauso.“ 

Werder Bremen: „Zu viele falsche Entscheidungen bei Johannes Eggestein“

Über Johannes Eggestein, der es in der laufenden Saison auf elf Einsätze bringt, hatte Kohfeldt erst kürzlich gesagt, dass „bei ihm alle Basisfaktoren besser geworden sind“. Andererseits aber „dieser Schuss Intuition und Freiheit“ fehle: „Er trifft zu viele kleine falsche Entscheidungen.“ Deswegen durfte der 21-Jährige in der Rückrunde noch gar nicht spielen. Für Osako lief es nicht wirklich besser, wenn auch aus anderen Gründen.

„Dass er momentan nicht in absoluter Topform ist, müssen wir nicht wegdiskutieren“, sagte Kohfeldt über den Japaner, der gegen Düsseldorf und Hoffenheim jeweils noch als Joker gekommen war, in Augsburg dann aber gar nicht mehr spielte. Das ist in sofern verwunderlich, weil der Trainer seinen Angreifer im vergangenen Jahr noch als absoluten Schlüsselspieler gepriesen hatte. 

Werder Bremen: Florian Kohfeldt verteidigt Yuya Osako

„Er hatte nach dem Union-Spiel in der Hinrunde diese Muskelverletzung. Danach hat er unglaublich lange gebraucht, bis er wieder Vertrauen in seinen Oberschenkel gefasst hatte“, erklärte Kohfeldt. Eigentlich sei es erst während des Winter-Trainingslagers auf Mallorca soweit gewesen. „Jetzt trainiert er seit zwei Wochen das erste Mal wieder richtig frei.“

Den öffentlichen Eindruck, entstanden zu Osakos Kölner Zeit, dass der Stürmer abtauche, sobald es mal nicht so läuft, wies Kohfeldt zurück: „Wir haben auch die ersten beiden Saisonspiele verloren, und gegen Augsburg war er danach der beste Mann auf dem Platz. Zu sagen, dass er sich nicht gegen Widerstände stemmt, ist mir zu pauschal.“ 

Werder Bremen: Yuya Osako will wieder ein Schlüsselspieler werden

Im Gegenteil: Osako würde ebenso wie Eggestein gut mit seiner Situation umgehen. „Natürlich ist Yuya nicht zufrieden mit sich. Das sieht man auch im Training. Aber ich erlebe ihn schon so, dass er alles probiert, um sich gegen die Situation zu wehren“, sagte Kohfeldt, der seinem Spieler dabei helfen will: „Ich versuche alles, um ihn wieder in die Form zu bringen, die er am Anfang der Saison hatte.“

Dann könne Osako auch wieder ein Schlüsselspieler bei Werder werden. „Ich habe keinen Spieler abgeschrieben, überhaupt nicht“, verdeutlichte Kohfeldt, „denn grundsätzlich glaube ich an die Fähigkeiten von Yuya und Jojo und hoffe, dass sie es mir so schwer wie möglich machen.“ Osako scheint das begriffen zu haben: Im Abschlusstraining vor Werder Bremens DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund schoss er zwei Tore. (dco)

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