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Werder-Coach Florian Kohfeldt im Spiel gegen den FC Twente Enschede.

Werder-Coach hat noch viel Gesprächsbedarf

Kohfeldt lässt seine Jungs nicht in Ruhe

Algorfa - Natürlich ist Florian Kohfeldt nach einer Woche Trainingslager im spanischen Algorfa zufrieden. Seine Mannschaft hat die intensive Arbeit mit einem 4:0-Sieg im Testspiel gegen Twente Enschede gekrönt.

Doch der Coach des SV Werder nimmt sich und seine Spieler in die Pflicht: „Ich habe auch sehr, sehr viele Dinge gesehen, die wir besprechen werden. Da bleiben wir dran. Das werden die Jungs merken.“ Schließlich steckt Werder im Abstiegskampf.

In den Tagen von Algorfa war das Thema Klassenerhalt mehr und mehr in den Hintergrund gerückt. So sollte es auch sein, die Mannschaft in Ruhe ohne diesen ständige Ergebnisdruck arbeiten. Doch diese Phase ist nun vorbei. Kohfeldt verkündet den Kurswechsel: „Ab jetzt sind wir im normalen Rhythmus vor einem wichtigen Bundesliga-Spiel, das wir gewinnen wollen.“

Am Samstag kommt die TSG 1899 Hoffenheim ins Weserstadion – mit dem Taktikfuchs Julian Nagelsmann an der Seitenlinie. Weil auch Kohfeldt nachgesagt wird, ein sehr taktischer Trainer zu sein, könnte es ein großes Duell der beiden Übungsleiter werden. Kohfeldt lässt das jedoch ziemlich kalt. „Diesmal heißt der gegnerische Trainer Julian Nagelsmann, nächste Woche gegen die Bayern Jupp Heynckes. Ich kann da keine großen Unterschiede erkennen“, sagt der Werder-Coach.

Es war ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Bremer ein ziemlich hartes Auftaktprogramm vor der Brust haben.

„Es war nicht zu viel"

Doch zu sehr will Kohfeldt nicht auf den Gegner schauen. Das würde auch so gar nicht zum Programm von Algorfa passen. Dort hat er der Mannschaft seine Handschrift verpasst. Werder will künftig selbst bestimmen, was auf dem Platz passiert. Dazu war viel Theorie nötig – und auch in der Praxis gab es viele Unterbrechungen während der Trainingsformen. Keine leichte Aufgabe für die Profis, die am liebsten spielen. Der eine oder andere Akteur wirkte da schon, als sei er an der Grenze seiner Aufnahmefähigkeit angelangt. Doch da widerspricht Kohfeldt energisch.

„Die Jungs sind sehr aufmerksam, sie wollen, sie fragen nach. Sie sind auch nicht überfordert. Sie haben ein gutes Gefühl, was sie brauchen“, betont Kohfeldt, der nicht glaubt, überzogen zu haben: „Es war nicht zu viel. Wir haben die richtige Mischung gefunden. Durch den Input des Trainerteams soll die Intuition der Spieler nicht gefährdet werden. Das ist immer ein Thema bei uns.“ Das heißt: Die Spieler stecken zwar in einem strammen taktischen Korsett, dürfen es aber auch immer mal wieder für besondere Aktionen ablegen.

Gradmesser kommt mit Hoffenheim

„Der Glaube an die Mission ist da“, sagt Kohfeldt, der die Mannschaft nach dem zehnten Spieltag mit nur fünf Punkten übernommen hat. Nach nunmehr 17 Partien sind 15 Zähler auf dem Konto. Werder steht auf dem Relegationsplatz. Diese Realität wird die Bremer nach dem Rückflug nach Deutschland am Montagnachmittag wieder einholen. Kohfeldt ist sich dessen selbstverständlich bewusst. „Ja, es gibt nach dem Trainingslager eine gewisse Zufriedenheit, aber auch das Wissen: Wir müssen weitermachen.“ Der Sieg gegen Twente sei angenehm gewesen, aber der FC Twente eben auch kein echter Gradmesser. Der kommt erst am Samstag mit Hoffenheim. 

Und dann dürfte auch sichtbar werden, wie gut der neue SV Werder schon funktioniert, was Kohfeldts Spielidee wirklich bringt. Der 35-Jährige stellt dabei noch mal klar, dass es ihm nicht darum geht, schön zu spielen: „Wir müssen uns an Ergebnissen messen lassen. Aber ich bin mir recht sicher, dass unser Weg zu den entsprechenden Ergebnissen führen wird.“

Fotostrecke: Werder Bremen vs. Twente Enschede

Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar. © Gumz
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar. © Gumz
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar. © Gumz
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar. © Gumz
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar. © Gumz
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
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Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
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Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
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Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
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Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
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Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar. © Gumz
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar. © Gumz
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar. © Gumz
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
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Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
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Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
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Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar.
Testspiel Werder Bremen gegen Twente Enschede im spanischen San Pedro del Pinatar. © Gumz

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