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Florian Kohfeldt, Trainer des SV Werder Bremen, hält die Salut-Geste bei seinen Spielern für ausgeschlossen.

Coach: „Wir stellen uns gegen jede Form von kriegerischen Handlungen"

Salutierende Werder-Profis: Kohfeldt hält das für ausgeschlossen

In Syrien herrscht Krieg – und dieses Thema hat längst den Fußball und nun auch den SV Werder Bremen erreicht. Zuletzt bejubelten Türkische Nationalspieler ihre Tore bei Länderspielen mit der Salut-Geste, um damit die kämpfenden Soldaten ihres Landes zu unterstützen. Inzwischen gibt es europaweit viele Nachahmer.

Bremen – So lag die Frage auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC nahe, wie sich Werders Türken im Team, Nuri Sahin und Ömer Toprak, verhalten werden. Von Sportchef Frank Baumann und noch mehr von Trainer Florian Kohfeldt gab es dazu eine ganz klare Einschätzung.

„Wir als SV Werder Bremen stellen uns gegen jede Form von kriegerischen Handlungen, und damit kann ich an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließen, dass so etwas bei uns passiert“, meinte Kohfeldt. Er habe sich ein Meinungsbild in der Mannschaft verschafft. „Nicht speziell bei Nuri und Ömer“, betonte der Coach gegenüber der DeichStube* und weiteren Medienvertretern. Wahrscheinlich, um diese beiden Spieler nicht noch mehr in den Blickpunkt zu rücken. „Es ist ein Thema, dass den Fußball gerade mit beeinflusst“, meinte Kohfeldt.

SV Werder Bremen: Nuri Sahin und Ömer Toprak haben sich noch nicht zum Syrien-Konflikt geäußert

Auch Sportchef Baumann machte deutlich: „Wir als Werder Bremen haben eine ganz klare Haltung: Wir verurteilen jegliche kriegerische Auseinandersetzungen und lehnen sie ab. Auch wenn ich nicht mit den Spielern gesprochen habe, gehe ich stark davon aus, dass dies für alle Spieler vom SV Werder Bremen gilt.“ Dem Ex-Profi war aber auch wichtig zu betonen: „Wir haben mündige Spieler, die grundsätzlich ihre Meinung sagen können, die sich aber auch in erster Linie auf den Sport konzentrieren.“

Sahin und Toprak haben sich bislang nicht zu dem Thema geäußert. Die beiden ehemaligen türkischen Nationalspieler haben auch nicht – im Gegensatz zu anderen Fußball-Profis – Jubelbilder von salutierenden Ex-Kollegen in den sozialen Medien geliked, also mit einem „Gefällt mir“ versehen. (kni)

*DeichStube.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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