Trainer Florian Kohfeldt ärgerte sich zunächst über den Elfmeterpfiff gegen den SV Werder Bremen im Spiel gegen RB Leipzig - später entschuldigte er  sich für seine emotionale Entgleisung.
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Trainer Florian Kohfeldt ärgerte sich zunächst über den Elfmeterpfiff gegen den SV Werder Bremen im Spiel gegen RB Leipzig - später entschuldigte er sich für seine emotionale Entgleisung.

Florian Kohfeldt und die Emotionen

Elfmeter-Ärger: Werder-Coach Florian Kohfeldt geht an die Decke - und entschuldigt sich danach beim Schiedsrichter

Leipzig - Florian Kohfeldt ist in der Fußball-Bundesliga inzwischen bekannt dafür, dass er die Spiele seiner Mannschaft an der Außenlinie emotional mitverfolgt - während der 0:2-Niederlage bei RB Leipzig schoss der Trainer des SV Werder Bremen dabei allerdings deutlich übers Ziel hinaus. Hinterher entschuldigte er sich bei Schiedsrichter Sören Storks.

In der 25. Minute der Bundesliga-Partie zwischen RB Leipzig und Werder Bremen hatte Schiedsrichter Storks auf Foulelfmeter für Leipzig entschieden, nachdem Ludwig Augustinsson seinen Gegenspieler Yussuf Poulsen klar mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen hatte. „Der springt nur hoch! Das gibt‘s doch gar nicht“, ereiferte sich Florian Kohfeldt, der seine unberechtigte Kritik am Unparteiischen wenig später noch deutlich schärfer formulieren sollte.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt hat seine Emotionen nicht im Griff - und entschuldigt sich später beim Schiedsrichter

Kurz nachdem Dani Olmo auf 2:0 für Leipzig erhöhte hatte (41.), rief Florian Kohfeldt in Richtung Sören Storks: „Aber auf der anderen Seite kein Foul sehen! Ihr habt uns das Spiel eh schon weggenommen.“ Ein heftiger und darüber hinaus haltloser Vorwurf, mit dem der Coach des SV Werder Bremen noch einmal auf die Elfmeter-Szene anspielte. Seine verbale Entgleisung wurde klar und deutlich von den Mikrofonen im leeren Stadion erfasst. Nachdem Kohfeldt die Szene später selbst noch einmal im TV gesehen hatte, entschuldigte er sich bei Storks. „Meine Emotionen waren in dem Moment unangebracht. Dafür entschuldige ich mich beim Schiedsrichter“, sagte er. „Ich habe mich vertan, denn ich habe die Situation so wahrgenommen, dass es ein reines Kopfballduell war, in dem Ludde zuerst am Ball ist.“

Werder Bremen: Trainer Florian Kohfeldt nimmt seine Schiedsrichter-Schelte zurück

Komplett nachvollziehen konnte Florian Kohfeldt den Pfiff des Schiedsrichters aber auch mit etwas Abstand nicht. „ Man kann den Elfmeter pfeifen, aber ich bleibe dabei, dass man als Fußballer eher geneigt ist, zu sagen: Der geht nur zum Kopfball hoch.“ Augustinsson selbst hatte es übrigens ähnlich erlebt. „Es ist zu sehen, dass ich ihn treffe. Das war unglücklich. Ich denke, dass er 20 Zentimeter größer ist als ich. Ich musste das Duell gewinnen. Dann hat der Schiedsrichter Elfmeter gegeben. Was soll ich da sagen?“ Am besten gar nicht mehr viel - zumindest Kohfeldt wäre es lieb, das Thema schnell zu den Akten zu legen. „Was auf dem Platz passiert, sollte auch auf dem Platz bleiben“, sagte der Trainer des SV Werder Bremen, betonte, dass er niemanden beleidigt habe und der Kontakt zum 4. Offiziellen „sehr gut“ gewesen sei. Sein Fazit: „Wenn zwischen den Beteiligten nichts bleibt, sollte man nicht künstlich eine Front aufbauen.“

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