Marco Friedl soll bei Werder Bremen bleiben, wenn es nach Trainer Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann geht.
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Marco Friedl soll bei Werder Bremen bleiben, wenn es nach Trainer Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann geht.

Bayern-Leihspieler

Kohfeldt stellt klar: Friedl soll bleiben

Bremen - Wenn Werder am Samstag die Bayern empfängt, dann ist das speziell für Marco Friedl ein besonderes Spiel. Schließlich trifft der Linksverteidiger auf seinen Heimatverein.

Bis Sommer 2019 haben ihn die Münchner nach Bremen verliehen - geht es nach Werder, kehrt Friedl im kommenden Jahr nicht in den Süden zurück. „Ich würde gerne mit ihm weiterarbeiten“, betonte Trainer Florian Kohfeldt am Donnerstag.

Im Bremer Kader nimmt der 20-Jährige die Rolle eines Ergänzungsspielers ein. Daran hat sich nichts geändert, seit das Leihgeschäft in der vergangenen Winterpause begann. Erst zwölf Spiele hat Friedl bisher für Werder in der Bundesliga bestritten, unverzichtbar ist er also keineswegs.

Baumann: Bayern haben „alle Trümpfe in der Hand“

An Ludwig Augustinsson und Niklas Moisander kommt der Österreicher, der auch in der Innenverteidigung spielen kann, nicht vorbei. Das muss er in den Augen der Bremer Verantwortlichen aber auch (noch) nicht. „Marco ist ein großes Talent, er ist flexibel einsetzbar“, sagte Sportchef Frank Baumann - und hielt fest: „Wir würden ihn sehr gerne weiterentwickeln.“ Friedl als Lösung für die Zukunft, das ist Werders Plan.

Die Entscheidung, was mit dem U21-Nationalspieler nach Ablauf der Saison passiert, liegt allerdings bei den Bayern. „Sie haben alle Trümpfe in der Hand“, weiß Baumann. Der Manager ließ aber durchklingen, dass er sich durchaus Hoffnungen auf eine feste Friedl-Verpflichtung macht. „Bei Bayern ist im Sommer eine große Transferoffensive geplant. Man muss sehen, was das für Marco bedeutet.“ Fest steht: Momentan ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Rekordmeister einen Spieler zurückbeordert, der sich auch bei Werder noch nicht durchgesetzt hat.

Marco Friedl: Seine Karriere in Bildern

Vom FC Kufstein wechselte Marco Friedl in die U17 B-Junioren des FC Bayern.
Vom FC Kufstein aus Österreich wechselte Marco Friedl in die U17 B-Junioren des FC Bayern. © imago
In der A-Jugend zeigte er sehr gute Leistungen und konnte sich für die Profi Mannschaften empfehlen.
In der A-Jugend zeigte er sehr gute Leistungen und konnte sich für die Profi Mannschaften empfehlen. © imago
Er schaffte den Sprung in die zweite Mannschaft und gab dort am 22. November 2015 sein Debüt.
Er schaffte den Sprung in die zweite Mannschaft und gab dort am 22. November 2015 sein Debüt. © imago/Ulmer
Seinen ersten Einsatz für die Profis erhielt er in der Champions League gegen den RSC Anderlecht im November 2017. Er stand bei seinem Debüt sogar direkt in der Startelf und spielte über 90 Minuten.
Seinen ersten Einsatz für die Profis erhielt er in der Champions League gegen den RSC Anderlecht im November 2017. Er stand bei seinem Debüt sogar direkt in der Startelf und spielte über 90 Minuten. © imago
Nur drei Tage später durfte er auch erstmals in der Bundesliga ran - gegen Borussia Mönchengladbach. Bayern verlor 1:2.
Nur drei Tage später durfte er auch erstmals in der Bundesliga ran - gegen Borussia Mönchengladbach. Bayern verlor 1:2. © imago
Im Winter 2018 wechselte Friedl per Leihgabe zum SV Werder. Für anderthalb Jahre ist er an die Bremer ausgeliehen.
Im Winter 2018 wechselte Friedl per Leihgabe zum SV Werder. Für anderthalb Jahre ist er an die Bremer ausgeliehen. © gumzmedia
Anfang März durfte der Verteidiger das erste Mal für Werder in der Bundesliga auflaufen. Nach 0:2-Rückstand holte Werder in Mönchengladbach noch ein 2:2.
Anfang März durfte der Verteidiger das erste Mal für Werder in der Bundesliga auflaufen. Nach 0:2-Rückstand holte Werder in Mönchengladbach noch ein 2:2. © imago

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Derweil hat Werder Bremen neue Ersatzbänke und neuen Rasen bekommen, Coach Florian Kohfeldt ist aber noch nicht vollends begeistert. Es war ein unorthodoxes Spiel mit unorthodoxen Systemen – die Taktik-Analyse zur 2:3-Pleite von Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim. Am letzten Tag der Transferphase hat Frank Baumann noch einmal zugeschlagen – Werder Bremen steht unmittelbar vor der Verpflichtung von Leonardo Bittencourt von der TSG 1899 Hoffenheim.

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