Milot Rashica erzielte bei seinem ersten Spiel im Weserstadion gegen den 1. FC Köln sein erstes Bundesliga-Tor.
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Milot Rashica erzielte bei seinem ersten Spiel im Weserstadion gegen den 1. FC Köln sein erstes Bundesliga-Tor.

Winter-Neuzugang zündet gegen Köln

Kohfeldt verspricht: „Rashica wird noch besser“

Bremen - Das Joker-Glück ist einer seiner treuesten Freunde. Schon mehrfach hat Florian Kohfeldt als Werder-Trainer ein gutes Gespür für den richtigen Einwechselspieler bewiesen.

Ob auf Schalke, gegen den HSV oder in Mönchengladbach – immer waren es die frischen Kräfte, die Werder die Punkte brachten. Doch das, was sich gegen den 1. FC Köln zutrug, hatte eine andere, neue Qualität. Denn jetzt wechselt Kohfeldt den richtigen Joker schon vor dem Anpfiff ein.

Vier Minuten waren es am Montagabend nur noch bis zum Spielbeginn, als sich Philipp Bargfrede abmeldete. Rashica rückte nach – ein guter Griff. Aber auch ein Bauchgefühl des Trainers? „Erstmal war es ein Bauchgefühl von Bargi“, scherzte Kohfeldt über Bargfredes plötzlich aufgetretenen Magen-Darm-Infekt. So halfen ihm die Umstände, dass ein Spieler, der in der öffentlichen Wahrnehmung schon auf dem Weg zum Problemfall war, endlich zeigen konnte, was er drauf hat.

Rashica erzielt sein erstes Tor in der Bundesliga

Winter-Neuzugang Rashica traf zum wichtigen 2:1 – und tat dies in einer Art, die ein bisschen an Ailton erinnerte. Blitzschnell im Konter, abgebrüht vor dem Tor. Sehr zufrieden registrierte Kohfeldt den Treffer in der 58. Minute. Dabei hatte er dem Stürmer nach der ersten Halbzeit und einer vergebenen Großchance noch Mut zusprechen müssen. „Das wird schon“, hatte er Rashica als Botschaft mit in den zweiten Spielabschnitt gegeben. Und es wurde tatsächlich.

Sportchef Frank Baumann nutzte den Rashica-Treffer, um erneut zu betonen, dass er immer gesagt habe, „dass Milot auch in dieser Saison schon Spiele entscheiden wird. Er musste sich gedulden, musste sich bei uns erst hinten anstellen. Wir haben aber nie an seinen Qualitäten gezweifelt.“ Gut, dass der Nationalspieler des Kosovo nun auch allen anderen gezeigt hat, was in ihm steckt.

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Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Milos Veljkovic schießt Werder in der 33. Minute mit 1:0 in Führung.
Milos Veljkovic schießt Werder in der 33. Minute mit 1:0 in Führung. © nordphoto
Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Werder Bremen gegen 1. FC Köln
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Werder Bremen gegen 1. FC Köln
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Rashica schießt Werder in der 58. Minute zur 2:1 Führung.
Rashica schießt Werder in der 58. Minute zur 2:1 Führung. © Gumz
Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Maximilian Eggestein macht in der 89. Minute mit dem 3:1 den Deckel drauf.
Maximilian Eggestein macht in der 89. Minute mit dem 3:1 den Deckel drauf. © nordphoto

Florian Kohfeldt hatte den Erfolg kommen sehen, will jetzt aber nicht so tun, als ob der von Vitesse Arnheim gekommene 21-Jährige die Entwicklung vom Talent zum fertigen Bundesliga-Spieler bereits abgeschlossen hätte. Die Integration schreitet voran, „er ist lockerer geworden, flachst auch mal mit den anderen“, so Kohfeldt. Und fußballerisch gehe es auch voran: „Im Eins-gegen-eins ist Milot auch im Training nicht zu halten.“

Allerdings: „Da gehört noch mehr dazu. Wir müssen darüber reden, wie er verteidigt. Das ist in der Bundesliga anders als in Holland.“ Rashica war freilich auch defensiv bemüht, man sah ihn sogar an der eigenen Torauslinie grätschen. „Da kann und wird er sich aber noch weiter verbessern“, meint der Coach, „er ist ja noch ein sehr junger Spieler.“

Maxi Eggestein lobt Rashica

Die Kollegen fassen so langsam Vertrauen zu Rashica, der im Winter als Soforthilfe angepriesen worden war, der jedoch sechs Wochen brauchte, ehe ihm der erste Qualitätsnachweis gelang. Mittelfeldmann Maximilian Eggestein, selbst noch ein halbes Jahr jünger als Rashica, sieht in dem Neuen nun eine echte Bereicherung: „Er war ein belebendes Element im Spiel. Weil er durch seine Schnelligkeit und Dribblings immer mal wieder für Überraschungsmomente gesorgt hat.“

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