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Florian Stütz (hier im Dress des SSV Jeddeloh II) will mit Atlas Delmenhorst seinen Ex-Club Werder Bremen im DFB-Pokal ärgern.

Vor dem DFB-Pokal-Spiel im Weserstadion

Kohfeldt warnt vor Atlas-Kicker: Stütz kündigt „ein, zwei Fackeln“ gegen Werder an

Bremen – Plötzlich fällt der Name Florian Stütz. Ausgesprochen von Florian Kohfeldt. Der Coach des SV Werder Bremen warnt tatsächlich vor einem Spieler eines Oberligisten. Was kann dieser Stütz, um für das DFB-Pokal-Duell mit einem Bundesligisten so gefährlich zu sein? Und wie reagiert ein Amateurspieler eigentlich darauf, wenn er plötzlich so in den Fokus rückt? Die DeichStube hat beim Mittelfeldspieler vom SV Atlas Delmenhorst nachgefragt.

„Atlas hat sehr ordentliche Standardschützen, und in Florian Stütz jemanden, der das wirklich enorm gut kann. Das könnte für uns durchaus gefährlich sein“, warnt Florian Kohfeldt – und das auch noch auf der offiziellen Pressekonferenz vor dem DFB-Pokal-Spiel der beiden Nachbarn am Samstag im Weserstadion. Die Kameras zeichnen alles auf, die Journalisten lassen die Finger fliegen. 

Werder Bremen: Atlas-Kicker Florian Stütz „geehrt“ von Kohfeld-Lob

Florian Stütz ist jetzt schon eine große Nummer und bald deutschlandweit bekannt. „So ein Lob vor laufenden Kameras ist überragend und ehrt mich sehr“, gesteht der 29-Jährige. Natürlich hat er nicht damit gerechnet, aber total überrascht hat es ihn auch wieder nicht. „Ich kenne Florian ja noch aus meiner Zeit in der Werder-Jugend und halte sehr viel von ihm – sowohl menschlich, als auch als Trainer.“

Im Sommer 2009 absolviert das damals 18-jährige Talent vom SV Wilhelmshaven ein Probetraining in der U18 des SV Werder Bremen. Die Trainer heißen Viktor Skripnik und Florian Kohfeldt. Und beide heben den Daumen, Stütz wird genommen. Kohfeldt wechselt allerdings zur U16. Später verpasst Stütz den Sprung in die U23, er spielt in der dritten Herren-Mannschaft in der Bremen-Liga, erzielt in 78 Spielen 22 Tore. Im Sommer 2012 heuert Stütz beim Regionalligisten BSV Rehden an. Es folgen Stationen beim VfB Oldenburg und dem SSV Jeddeloh II in der Regionalliga Nord, ehe er im Sommer 2019 zum SV Atlas Delmenhorst wechselt.

Florian Stütz zu DFB-Pokal-Spiel gegen Werder Bremen im Weserstadion: „Viel mehr geht nicht!“

Am Samstagabend kehrt Florian Stütz, der in Bremen lebt, bei Mercedes in der Qualitätssicherung arbeitet und glühender Fan von Eintracht Frankfurt ist, an seine alte Wirkungsstätte zurück. Dann aber nicht auf Platz 12, sondern ins Weserstadion. „Viel mehr geht natürlich nicht. Vor der Haustür gegen Werder in einem ausverkauften Bundesliga-Stadion zu spielen, das ist schon sehr geil“, freut sich Stütz auf den Kracher und fügt noch grinsend an: „Und wer weiß, vielleicht kann ich ja wirklich ein, zwei Fackeln auf die Kiste hauen, wenn wir Standards in Tornähe bekommen.“ 

Natürlich weiß er, dass dafür schon sehr viel zusammenkommen müsste. Ein Traum eben. Aber einen Alptraum will Stütz auch nicht erleben: „Ein Tor zu schießen und sich nicht abschlachten zu lassen, sollten schon unsere Ziele sein.“

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Eine ganz besondere Geschichte ist auch die der Delmenhorster Familie Urbainski: Bei Werder Bremen gespielt, gearbeitet und nun plötzlich Gegner im DFB-Pokal. Vor dem Spiel am Samstag dürften die Spieler von Atlas Delmenhorst auch schon mal bei Werder Bremen im Weserstadion reinschnuppern. Obwohl er gegen im DFB-Pokal auf viele Bekannte trifft, will Florian Kohfeldt gegen Atlas Delmenhorst erst nach dem Spiel Nettigkeiten austauschen und entschuldigt sich dafür. Nur ein Neuzugang, dafür mit dem Kapitän der U23: Die mögliche Aufstellung von Werder Bremen gegen Atlas Delmenhorst.

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