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Florian Kohfeldt freut sich besonders auf das Spiel gegen Borussia Dortmund am kommenden Wochenende.

Nach 1:0-Sieg gegen VfB Stuttgart

Kohfeldts „mega, mega“ Vorfreude auf Auswärts-Doppelpack

Bremen - Nach dem Spiel ist vor dem Spiel – so ist das seit jeher im Fußball. Bei Werder Bremen gilt nach dem 1:0 gegen den VfB Stuttgart jedoch: Nach dem Spiel ist vor zwei Spielen.

Nämlich vor dem Auswärts-Doppelpack bei Borussia Dortmund am Samstag und bei Bayer Leverkusen am darauffolgenden Mittwoch (13. Dezember). Dann geht es für Werder wieder darum, den Heimsieg mit einem oder mehreren überraschenden Auswärtspunkten zu veredeln.

Nach dem 4:0 gegen Hannover 96 war das mit dem 0:2 in Leipzig nicht gelungen. Nun ist der BVB der nächste Gegner, und die Bremer Profis sind schon programmiert. „Der Trainer hat uns eingeimpft, immer gewinnen zu wollen. Also wollen wir auch in Dortmund und Leverkusen etwas holen“, sagt Milos Veljkovic.

Gut zugehört, wird sich Werder-Coach Florian Kohfeldt denken. Er ist bemüht, den schweren Aufgaben in der Fremde den Schrecken zu nehmen. Speziell im Fall BVB stellt er den Genuss nach vorne. „Ich freue mich mega, mega auf Dortmund. Ich finde, es ist einer der besten Plätze auf der Welt, um Fußball zu spielen. Eine wahnsinnige Atmosphäre. Und mit den Leistungen der vergangenen Wochen – zu denen heute augenscheinlich noch die Leidenschaftskomponente hinzugekommen ist – können wir auch in Dortmund etwas holen.“

Ähnliches hatte er vor der Leipzig-Partie auch gesagt. Die Situation ist dennoch nicht die gleiche. Denn wenn Werder in den beiden Auswärtspartien leer ausgeht, ist es quasi garantiert, dass die Mannschaft Weihnachten auf einem direkten Abstiegsplatz feiern muss. Wer das will? Niemand. Kohfeldt setzt deshalb auf die positive Energie der Vorfreude: „Ich freue mich auf zwei tolle Spiele gegen zwei richtig gute Gegner. Und ich finde, dass sich diese Vorfreude ganz gut mit einer Leistungsbereitschaft paaren lässt.“

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Jiri Pavlenka
Jiri Pavlenka: Wirkte mit dem Ball am Fuß etwas unsicher, schenkte dabei Stuttgarts Asano eine Riesenchance (22.). Tore verhindern kann er besser, mutig beim Rauslaufen gegen Insua, schnell am Boden beim Schuss von Badstuber (84.). Note 3 © nordphoto
Theodor Gebre Selassie
Theodor Gebre Selassie: Sehr unauffällig auf der rechten Seite, konzentrierte sich vornehmlich auf seine Abwehrarbeit. Note 3,5 © Gumz
Milos Veljkovic
Milos Veljkovic: Wirkte in der Defensive sehr stabil, traute sich auch in schwierigen Situation, den Ball anzunehmen. Nur im Spielaufbau mit leichten Problemen. Note 2,5 © nordphoto
Niklas Moisander
Niklas Moisander: Bärenstarker Abwehrchef. Löste viele knifflige Momente mit seiner Cleverness, notfalls auch mit einem Foul. Note 2 © nordphoto
Ludwig Augustinsson
Ludwig Augustinsson: Auffälliger als auf der anderen Seite Theo und dabei mit einer sehr guten Zweikampfquote (78 Prozent). Der Schwede darf sich aber gerne noch etwas mehr zutrauen. Note 3 © nordphoto
Philipp Bargfrede
Philipp Bargfrede (bis 74.): Philipp der Eroberer - und zwar der Balleroberer. Verhinderte mit dem Oberschenkel das 1:1 (64.). Starker Sechser vor der Abwehr, der auch mal durchstartete. Allerdings lenkte er das Spiel etwas zu wenig. Note 2,5 © nordphoto
Maximilian Eggestein
Maximilian Eggestein (bis 89.): Der Duracell-Hase lief unglaubliche 13,09 Kilometer, so viel wie kein anderer Spieler auf dem Platz. Sehr präsent, immer anspielbereit, aber er gewann nur jeden vierten Zweikampf. Note 2,5 © nordphoto
Thomas Delaney
Thomas Delaney: Wieder in der Doppelrolle als Achter (offensiv) und als zweiter Stürmer (defensiv). Kämpferisch ein absolutes Vorbild, aber der Däne wirkte oft zu hektisch, brachte zu selten Struktur und Ruhe ins Bremer Spiel. Note 3 © Gumz
Fin Bartels
Fin Bartels (bis 84.): Ein Wirbelwind, der es auch schon mal mit der gesamten VfB-Abwehr aufnahm. Anfänglich etwas glücklos, dann mutig und hellwach bei der Vorarbeit zum 1:0. Note 2,5 © nordphoto
Zlatko Junuzovic
Zlatko Junuzovic: Fast so viel unterwegs wie Eggestein, aber der letzte Pass ging häufig daneben. Auch sein Freistoß-Versuch war schwach (35.). Der Kapitän gab aber nicht auf, kämpfte bis zum Schluss für den Sieg. Note 3,5 © dpa
Max Kruse
Max Kruse: Mal wieder Matchwinner! Machte ganz cool das 1:0 (45.). Bis dahin gar nicht so auffällig, weil die ganz großen Szenen fehlten. Dafür zwei üble Fehlpässe in der eigenen Hälfte. Aber seine 77 Ballkontakte waren der Bestwert im Bremer Team. Note 2 © Gumz
Lamine Sane
Lamine Sane (ab 74.): Der Innenverteidiger kam, um aus der Vierer- eine Dreierkette zu machen. War nur vier Mal am Ball, aber ein wichtiger Faktor in der kniffligen Schlussphase. Note - © Gumz
Florian Kainz
Florian Kainz (ab 84.): Löste Bartels ab, war ebenfalls schnell unterwegs, für einen erfolgreichen Konter reichte es aber nicht. Note - © nordphoto
Jerome Gondorf
Jerome Gondorf (ab 89.): Lief noch 800 Meter, um den knappen Vorsprung zu verteidigen. Note - © Gumz

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