Mitchell Weiser und der SV Werder Bremen erlaubten sich während des Spiels gegen den FSV Mainz 05 (0:2) insgesamt nur drei Fouls - Bundesliga-Rekord!
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Mitchell Weiser und der SV Werder Bremen erlaubten sich während des Spiels gegen den FSV Mainz 05 (0:2) insgesamt nur drei Fouls - Bundesliga-Rekord!

Bei Werders 0:2-Pleite gegen M05

So wenig Fouls wie noch nie: Werder wird gegen Mainz nur drei Mal regelbrüchig - und dafür am Ende bestraft?

Bremen – Niclas Füllkrug sah ziemlich geknickt aus. Auf Interviews hatte er nicht wirklich Lust, winkte bei Anfragen in der Medien-Zone enttäuscht ab. Lediglich vor die vereinseigene Kamera stellte er sich und sparte dabei auch nicht mit Kritik am Auftritt des SV Werder Bremen bei der 0:2-Heimniederlage gegen den FSV Mainz 05. „Die zweite Halbzeit war von uns allen zu wenig und in der ersten Halbzeit war es vorne zu wenig“, monierte er. „Das haben wir wirklich nicht gut gemacht. Wir konnten Oliver Burke und mich fast gar nicht ins Spiel bringen. So ist das für jede Mannschaft einfach zu verteidigen.“

Einfach hatten es die Gäste womöglich aber auch deshalb, weil Werder Bremen an diesem Nachmittag für ein Kuriosum sorgte: In der gesamten Partie foulten die Grün-Weißen lediglich drei Mal – so wenig wie noch nie, seitdem in der Bundesliga die intensive Datenerfassung läuft. Und das tut sie seit 1992.

Werder Bremen gegen den FSV Mainz 05 zu brav? Nur drei Fouls im gesamten Spiel bedeuten Bundesliga-Rekord

Wer jetzt allerdings eine zu lasche oder körperlose Herangehensweise der Bremer daraus interpretieren wollte, wurde von Trainer Ole Werner direkt wieder eingefangen. „Das ist mir ein bisschen zu pauschal, denn grundsätzlich ist ein Foul ja kein gutes Zeichen“, erwiderte er. „Ich weiß, dass es gerne mal als berühmt-berüchtigtes Zeichensetzen gesehen wird. Was uns speziell in der zweiten Halbzeit gefehlt hat, war die Geschwindigkeit im Ballbesitz, um den Gegner in Bewegung zu bringen. Dadurch war das Spiel relativ langsam und wenig dynamisch.“

Und folglich passierte nicht nur in der Offensive des SV Werder Bremen weniger, auch in Sachen Zweikämpfen mussten sich die Akteure nicht mehr ganz so hart und häufig mit ihren Gegenspielern auseinandersetzen. „Fakt ist aber auch, dass wir uns in den entscheidenden Zweikampfmomenten nicht so behaupten konnten“, unterstrich Werner. „Trotzdem haben wir die bessere Quote.“ Diese gemeinten 52 Prozent halfen Werder aber zumindest an diesem Nachmittag gegen den FSV Mainz 05 auch nicht weiter. (mbü)

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