Serge Gnabry vor dem Bremer Weserstadion
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Serge Gnabry vor dem Bremer Weserstadion

Werder wartet auf Antwort des Nationalspielers

Baumann bestätigt Gnabry-Angebot

Bremen - Nächster Schritt im Fall Serge Gnabry. Werder-Sportchef Frank Baumann hat dem Nationalspieler wie bereits vor Wochen angekündigt ein Angebot für eine vorzeitige Vertragsverlängerung gemacht – oder genauer gesagt so etwas wie ein Angebot.

„Wir haben schon Dinge hinterlegt – was finanzielle Parameter betrifft“, sagte Baumann der DeichStube und erklärte: „Wir wollen seinen Vertrag aufgrund seiner guten Leistungen anpassen.“

Wie genau sich das in Zahlen ausdrückt, darauf wollte Baumann nicht eingehen. Eine Antwort von Gnabry oder dessen Management hat Baumann noch nicht bekommen. Doch da ist der Ex-Profi ganz entspannt: „Wir befinden uns im ständigen Austausch.“ Deshalb ist der Sportchef auch weiterhin zuversichtlich, dass Gnabry nicht nach nur einer Saison Bremen schon wieder verlassen wird.

Unmöglich ist das allerdings nicht. Vor allem die TSG 1899 Hoffenheim buhlt um die Dienste des Offensivspielers, der in der vergangenen Bundesliga-Saison elf Treffer erzielt hat. Haben sich die Kraichgauer womöglich schon bei Werder gemeldet? „Nein“, antwortete Baumann, „da gibt es noch nichts.“

Gnabry fühlt sich in Bremen sehr wohl

Das muss allerdings nicht viel bedeuten. Die Clubs sprechen meistens erst auf der Zielgeraden eines Transfers, wenn sich der Spieler entschieden hat. Bei Gnabry ist das offenbar noch nicht der Fall. Der 21-Jährige hat mehrfach betont, dass er sich in Bremen sehr wohl fühlt, dass der Wechsel im vergangenen Sommer vom FC Arsenal an die Weser die richtige Entscheidung war. Werder hatte eine Ablöse von fünf Millionen Euro bezahlt und das große Talent mit einem Vertrag bis 2020 ausgestattet.

Gnabry spielte eine starke Hinrunde und überzeugte auch zu Beginn des neuen Jahres. Dann bremste ihn erst eine Verletzung, dann der Trainer. Alexander Nouri brachte den Nationalspieler nur noch selten von Beginn an, der wiederum konnte nur wenig überzeugen. Es deutete sich ein Wechsel an. Doch noch ist nichts klar, Baumann kämpft weiter für einen Verbleib von Gnabry. Der Werder-Profi macht gerade Urlaub, war am Wochenende in Stockholm – und wird sich ab Donnerstag auf die U 21-EM in Polen vorbereiten.

Serge Gnabry: Seine Karriere in Bildern

Serge Gnabry - ein Talent auf dem Weg zum Superstar. Das Leben des heutigen Bundesliga-Profis war früh auf Fußball ausgerichtet. Der gebürtige Stuttgarter schnürte die Fußballschuhe zuerst für den TSV Weissach, kam über mehrere weitere Stationen zum VfB Stuttgart...
Serge Gnabry - ein Talent auf dem Weg zum Superstar. Das Leben des heutigen Bundesliga-Profis war früh auf Fußball ausgerichtet. Der gebürtige Stuttgarter schnürte die Fußballschuhe zuerst für den TSV Weissach, kam über mehrere weitere Stationen zum VfB Stuttgart... © gumzmedia
... spielte dort B-Junioren-Bundesliga. Schon damals wurde der FC Arsenal auf ihn aufmerksam. Als 16-Jähriger wechselte er zum Weltklasse-Club nach London, trainierte später auch an der Seite des Ex-Bremers Per Mertesacker.
... spielte dort B-Junioren-Bundesliga. Schon damals wurde der FC Arsenal auf ihn aufmerksam. Als 16-Jähriger wechselte er zum Weltklasse-Club nach London, trainierte später auch an der Seite des Ex-Bremers Per Mertesacker. © imago
Mit 17 Jahren unterschrieb Gnabry im Sommer 2012 seinen ersten Profivertrag. Den Durchbruch schaffte der junge Dribbler beim Champions-League-Teilnehmer aber nicht. Er kam nur auf zehn Spiele (ein Tor) in der Premier League, wurde 2015/2016 zu West Bromwich Albion verliehen.
Mit 17 Jahren unterschrieb Gnabry im Sommer 2012 seinen ersten Profivertrag. Den Durchbruch schaffte der junge Dribbler beim Champions-League-Teilnehmer aber nicht. Er kam nur auf zehn Spiele (ein Tor) in der Premier League, wurde 2015/2016 zu West Bromwich Albion verliehen. © imago
Wie talentiert Gnabry aber ist, sah die Welt bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio, als er mit der deutschen Auswahl Silber holte. Gnabry erzielte sechs Tore im Turnier - keiner schoss mehr.
Wie talentiert Gnabry aber ist, sah die Welt bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio, als er mit der deutschen Auswahl Silber holte. Gnabry erzielte sechs Tore im Turnier - keiner schoss mehr. © imago
Plötzlich war Gnabry begehrt, sehr begehrt. Den Zuschlag bekam etwas überraschend der SV Werder. Für rund fünf Millionen Euro wechselte der Außenbahnspieler in die Bundesliga, um endlich mehr Einsatzzeiten zu bekommen und seiner Karriere mehr Schwung zu verleihen.
Plötzlich war Gnabry begehrt, sehr begehrt. Den Zuschlag bekam etwas überraschend der SV Werder. Für rund fünf Millionen Euro wechselte der Außenbahnspieler in die Bundesliga, um endlich mehr Einsatzzeiten zu bekommen und seiner Karriere mehr Schwung zu verleihen. © gumzmedia
Und Gnabry schlug voll ein, schoss alleine in der Hinrunde der Saison 2016/17 sieben Tore. Seinen ersten Doppelpack erzielte er am 22. Spieltag beim VfL Wolfsburg.
Und Gnabry schlug voll ein, schoss alleine in der Hinrunde der Saison 2016/17 sieben Tore. Seinen ersten Doppelpack erzielte er am 22. Spieltag beim VfL Wolfsburg. © gumzmedia
Gnabry zog wieder viele Augen auf sich - auch die des Bundestrainers. Joachim Löw nominierte ihn im November 2016 erstmals für die A-Nationalmannschaft. Bei seinem Debüt, einem 8:0 in der WM-Qualifikation gegen San Marino, schoss Gnabry drei Tore.
Gnabry zog wieder viele Augen auf sich - auch die des Bundestrainers. Joachim Löw nominierte ihn im November 2016 erstmals für die A-Nationalmannschaft. Bei seinem Debüt, einem 8:0 in der WM-Qualifikation gegen San Marino, schoss Gnabry drei Tore. © imago
Klarheit nach Wochen der Spekulationen: Am 8. Juni 2017 teilten Serge Gnabry und der SV Werder mit, dass der 21-Jährige den Verein nach nur einem Jahr wieder verlässt. Wenige Tage später wurde bekannt: Gnabry geht zum FC Bayern München.
Klarheit nach Wochen der Spekulationen: Am 8. Juni 2017 teilten Serge Gnabry und der SV Werder mit, dass der 21-Jährige den Verein nach nur einem Jahr wieder verlässt. Wenige Tage später wurde bekannt: Gnabry geht zum FC Bayern München. © gumzmedia
Von den Bayern wurde er allerdings direkt an 1899 Hoffenheim verliehen.
Von den Bayern wurde er allerdings direkt an 1899 Hoffenheim verliehen. © imago
Nach einem Jahr Leihe kehrte Gnabry dann zur Saison 2018/2019 zum FC Bayern zurück.
Nach einem Jahr Leihe kehrte Gnabry dann zur Saison 2018/2019 zum FC Bayern zurück. © imago
Am 01. Dezember 2018 ist es dann soweit. Serge Gnabry trifft mit dem FC Bayern im Bremer Weserstadion auf seinen Ex-Verein Werder.
Am 01. Dezember 2018 ist es dann soweit. Serge Gnabry trifft mit dem FC Bayern im Bremer Weserstadion auf seinen Ex-Verein Werder. © gumzmedia
Und er knipst auch noch! Bayern gewinnt mit 2:1 in Bremen und beide Tore erzielt Serge Gnabry.
Und er trifft auch noch! Bayern gewinnt mit 2:1 in Bremen und beide Tore erzielt Serge Gnabry. © imago

Lest auch: Serge Gnabry im Interview mit der DeichStube

+++Jetzt ist es offiziell+++ Serge Gnabry wechselt.

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