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Werder-Sportchef Frank Baumann (r.) rechnet mit einer Einigung mit Trainer Alexander Nouri.

„Wann unterschrieben wird, ist nicht so wichtig“

Baumann rechnet fest mit Nouri-Verbleib

Bremen - Bleibt er oder bleibt er nicht? Die Zukunft von Alexander Nouri als Cheftrainer des SV Werder war lange Zeit offen. Doch nun sorgt Sportchef Frank Baumann endgültig für Klarheit.

„Wir wollen mit ihm weitermachen, er will bleiben, also gehe ich davon aus, dass wir eine Einigung erzielen werden“, sagte Baumann am Tag nach dem 4:2-Sieg in Ingolstadt der DeichStube.

Die Vertragsgespräche werden schon in den nächsten Tagen beginnen. Dabei soll Nouri ein Vertrag über mindestens zwei Jahre angeboten werden, natürlich zu stark verbesserten Konditionen. Ob es eine schnellen Abschluss geben wird, wollte Baumann noch nicht prognostizieren.

Wann unterschrieben wird, ist Baumann egal

Letztlich ist es ihm auch egal. „Wenn beide Seiten sich so klar geäußert haben, dann kommt es doch nicht auf ein paar Tage an, wann der Vertrag unterschrieben wird“, erklärte Baumann und betonte: „Wir wollen uns ja auch noch weiter auf die sportliche Situation konzentrieren. Da haben wir noch Ziele.“

Werder kämpft nach dem 4:2-Sieg in Ingolstadt nicht mehr um den Klassenerhalt, sondern um Europa. Aber nicht nur deshalb darf Nouri bleiben. „Wir waren immer überzeugt von ihm“, sagte Baumann über den 37-Jährigen: „Er arbeitet sehr akribisch, kann die Mannschaft emotional packen. Alex ist ein großes Trainertalent, das gezeigt hat, auch einer Bundesliga-Mannschaft eine Handschrift zu geben.“ Nun soll die Unterschrift unter einen langfristigen Vertrag folgen.

Alexander Nouri selbst sagte am Samstag: „Ich freu mich auf die Gespräche und dann werden wir sehen, was dabei rumkommt. Dass ich sehr gerne hier arbeite und dass ich meine Arbeit gerne fortführen möchte, ist doch keine Frage.“

Einzelkritik: Kainz immer wertvoller, Kruse unverzichtbar

Felix Wiedwald
Felix Wiedwald: Die zwei Gegentore werden ihn persönlich nerven, aber zu verhindern waren sie nicht. Wurde wenig geprüft, machte wie zuletzt einen sehr sicheren Eindruck. Note 3 © nordphoto
Milos Veljkovic
Milos Veljkovic (links, bis 66.): Er musste ganz schön beißen, um sich gegen die aggressiven Ingolstädter zu stemmen. Das gelang nicht immer, auch die Abstimmung mit Nebenmann Sane war nicht immer die Beste. Musste aus taktischen Gründen runter. Note 4 © nordphoto
Lamine Sane
Lamine Sane: Ein etwas gebrauchter Tag des Abwehrchefs. Beim 0:1 ließ er Dario Lezcano im Rücken entwischen. Dass der Stürmer vielleicht minimal im Abseits stand, ist keine Entschuldigung. Immerhin wehrte sich Sane mit viel Kampf gegen seine unüblichen Schwächen. Note 4 © nordphoto
Niklas Moisander
Niklas Moisander: Der Finne trug die Binde und damit auch viel Verantwortung. Dabei wirkte er manchmal ungewohnt nervös und unkonzentriert. Aber als Werder einen Antreiber brauchte, übernahm er aus der Abwehr heraus diese Rolle. Bitter, dass ihm Cohen ein Foul zum Strafstoß (2:1) andichtete. Note 3 © Gumz
Theodor Gebre Selassie
Theodor Gebre Selassie: Der Tscheche hatte in der ersten Halbzeit so seine Probleme mit der Ingolstädter Angriffswucht. Er steigerte sich aber und machte letztlich einen ordentlichen Job. Note 3,5 © Gumz
Maximilian Eggestein
Maximilian Eggestein: Kein einfaches Spiel für den Sechser, der so viel lief wie kein anderer Bremer (11,6 Kilometer). Das Werder-Spiel ließ sich anfangs nur schwer ordnen. Doch Eggestein gab nie auf, forderte immer wieder den Ball und gewann vor der Abwehr die wichtigen Zweikämpfe. Note 3 © nordphoto
Robert Bauer
Robert Bauer: Das war nicht der übliche Bauer. In der alten Heimat wirkte der Außenverteidiger irgendwie gehemmt, als wollte er den Freunden nicht weh tun. Kaum gute Szenen. Note 4,5 © dpa
Florian Grillitsch
Florian Grillitsch (bis 66.): So sehr sich der Österreicher auch mühte, er fand einfach nicht ins Spiel. Er wurde allerdings auch hart attackiert. Note 4 © nordphoto
Florian Kainz
Florian Kainz (bis 88.): Er wird immer wertvoller für Werder – und das auch als Achter mit viel Arbeit nach hinten. Vorne glänzt er aber noch mehr: Stark wie er Bartels vor dem Foul zum Strafstoß bediente. Genauso stark seine Vorarbeit zu Kruses 3:2. Note 2 © nordphoto
Fin Bartels
Fin Bartels: Ihm fehlte vielleicht etwas die Leichtigkeit der vergangenen Wochen, aber auf seinem Konto stand am Ende ein herausgeholter Elfmeter und die Vorarbeit zum 4:2. Note 3 © nordphoto
Max Kruse
Max Kruse: Einfach Welt-Kruse! Vier Tore sind schon der Wahnsinn, aber dazu glänzt er auch noch als genialer Ballverteiler und kleines Laufwunder. Note 1 © nordphoto
Serge Gnabry
Serge Gnabry (ab 66.): Comeback nach sechs Wochen Pause. Schon wieder mit einer guten Geschwindigkeit unterwegs. Guter Impuls für die Schlussphase. Note - © Gumz
Claudio Pizarro
Claudio Pizarro (ab 66.): Der 38-Jährige wollte offenbar allen zeigen, wie heiß er noch ist. Kämpfte um jeden Zentimeter, wollte unbedingt noch die Wende schaffen. Auch ohne Torbeteiligung ein guter Auftritt. Note - © nordphoto
GER, 1.FBL, Training Werder Bremen
Philipp Bargfrede (ab 88.): Wie schon im Nordderby sollte er am Ende den Sieg sichern – und das machte er diesmal mit drei Ballkontakten. Note - © nordphoto
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