Seit September zählt auch der Frauenfußball bei Werder Bremen zum Verantwortungsbereich von Sportchef Frank Baumann.
+
Seit September zählt auch der Frauenfußball bei Werder Bremen zum Verantwortungsbereich von Sportchef Frank Baumann.

Neue Aufgabe für Werder-Sportchef

Frank Baumann möchte den Frauenfußball bei Werder Bremen groß machen

Bremen - Als Sportchef des SV Werder Bremen ist Frank Baumann seit über sechs Jahren für die Bundesliga-Profis des Clubs verantwortlich, wickelt Transfers ab, fahndet nach Talenten und hat auch den eigenen Nachwuchs dabei stets im Blick. Vor Kurzem kam für den 47-Jährigen nun eine neue Aufgabe hinzu. Seit September zählt auch der Frauenfußball bei Werder zu seinem Verantwortungsbereich. Während der Mitgliederversammlung am Sonntag hat Baumann klargemacht, dass er sich für die Zukunft der Abteilung eine Menge vorgenommen hat.

„Der Frauenfußball ist ein Faktor, der jetzt schon strategisch wichtig ist für Werder und der in Zukunft noch wichtiger sein wird“, sagte Frank Baumann, an den vor etwa einem Jahr seitens des Aufsichtsrats der Wunsch herangetragen worden war, den Bereich zu übernehmen. „Diese Verantwortung trage ich sehr gerne“, betonte der Ex-Profi, ehe er einen kleinen Einblick in seine Pläne gab: „Wir bei Werder Bremen sind uns einig, dass es vier Handlungsfelder gibt, die für die Zukunft des Frauenfußballs von großer Relevanz sein werden.“

Werder Bremens Sportchef Frank Baumann fordert Wertschätzung: „Frauenfußball muss selbstverständlicher Teil unseres Vereins sein“

Feld Nummer eins überschrieb Baumann mit „Sichtbarkeit und Wahrnehmung“. Beides müsse deutlich vergrößert werden. Der neue TV-Vertrag mit einer stärkeren Präsenz im Free- und Pay-TV sei da ein wichtiger Schritt. „Außerdem braucht der Mädchen- und Frauenfußball Wertschätzung und muss ein selbstverständlicher Teil unseres Vereins sein“, forderte Frank Baumann, der Werder Bremen da bereits auf einem guten Weg sieht. Darüber hinaus müsse „die finanzielle Ausstattung der Vereine und somit natürlich auch für die Spielerinnen“ verbessert werden, was ganz genauso auch für die Rahmenbedingungen wie beispielsweise Trainingsmöglichkeiten gilt. „Es geht grundsätzlich darum, die Professionalität zu erhöhen“, sagte Baumann, der übrigens auch in Zukunft auf die Dienste der erfahrenen Abteilungsleiterin Birte Brüggemann (seit 2007 im Amt) setzt.

Frauenfußball boomt, das hat auch Werder Bremen nach der EM in England positiv zu spüren bekommen. Stolze 3000 Zuschauer kamen in der laufenden Saison zum Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg, was einen neuen Rekord bedeutete. Lange Bestand hat er jedoch nicht mehr. Für das Heimspiel gegen den SC Freiburg am 26. November, wenn die Frauen das erste Mal überhaupt im Weserstadion antreten, wurden bereits über 10.000 Tickets verkauft. „Ich bin mir sicher, dass wir auch die 20.000er-Marke knacken können“, sagte Baumann – und betonte: „Auch mit den Frauen wollen wir für besondere Momente sorgen und dauerhaft erstklassig Fußball spielen.“ (dco)

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare