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Marie-Louise Eta hat ihre Karriere beendet, bleibt Werder aber erhalten.

0:4-Niederlage zum Saisonabschluss

Werder-Frauen: Vier Gegentore und viel Abschiedsschmerz

Bremen - Diese Niederlage können die Fußball-Frauen des SV Werder Bremen locker verschmerzen. Der Bundesligist verlor zwar am Sonntagnachmittag sein letztes Saisonspiel mit 0:4 gegen 1899 Hoffenheim, doch das Ergebnis spielte kaum noch eine Rolle, da der Klassenerhalt schon seit dem Vorwochenende perfekt ist.

Deshalb rückten zum Saisonkehraus im Stadion Platz 11 auch die Verabschiedungen von Marie-Louise Eta, Meggie Schröder, Pia-Sophie Wolter, Anna Bockhorst und Janine Angrick in den Vordergrund. 572 Zuschauer bedachten die Spielerinnen mit Applaus.

Eta, seit 2014 bei Werder, beendet mit 26 Jahren ihre Karriere und wird zur neuen Saison Trainerin der U13-Junioren. Werder-Urgestein Meggie Schröder (23) verlässt den Verein nach zehn Jahren und schließt sich zur neuen Saison dem TuS Schwachhausen an. Wolter (20) wechselt dagegen zum Champions-League-Teilnehmer VfL Wolfsburg. Die sportlichen Ziele von Torhüterin Bockhorst (20) und Angrick (24) sind unbekannt.

Andere Philosophie als Bayern und Wolfsburg

Es tut sich also was im Kader der Werder-Frauen. Leistungsträgerinnen müssen ersetzt, neue Perspektiven geschaffen werden. Die Vorbereitungen auf die neue Saison laufen natürlich längst, damit auch in der kommenden Spielzeit wieder der Klassenerhalt steht. Trainerin Carmen Roth blickt diesbezüglich trotz der Abgänge optimistisch in die Zukunft: „Ich denke, es wird nicht so schwer wie in dieser Saison.“

Die 39-Jährige weiß aber auch, dass die Möglichkeiten bei Werder begrenzt sind: „Wir haben nicht so ein Budget wie zum Beispiel der FC Bayern oder VfL Wolfsburg. Wir haben auch eine andere Philosophie und wollen immer wieder junge Spielerinnen heranführen. Die Durchlässigkeit ist da auch vorhanden, weil wir gute Jugendarbeit leisten.“

Birte Brüggemann (3. v. l.),  Leiterin Frauen- und Mädchenfußball, verabschiedete vor Anpfiff Meggie Schröder, Marie-Louise Eta, Janine Angrick, Pia-Sophie Wolter und Anna Bockhorst.

Leistungen wie die gegen Hoffenheim können allerdings keine Grundlage für eine sorgenfreie Zukunft in Liga eins sein. Werder war Hoffenheim klar unterlegen. „Wir wollten den letzten Spieltag mit einem Sieg abschließen. Das ist uns leider nicht gelungen. Es war mehr drin. Ich denke, dass Hoffenheim keine Übermannschaft war“, sagte Roth, die sich zwar ärgerte, dem Team aber keinen Vorwurf machen wollte: „Die Mannschaft hat viel geleistet in der Saison. Die Kräfte sind geschwunden, der Akku war nicht mehr ganz voll. Das hat man heute gesehen. Deshalb war es auch schwer, in dem Spiel an die hundert Prozent zu kommen.“

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