Vor Werder gegen Köln

„Sehr positive Erinnerungen“: Werder freut sich auf das Wiedersehen mit Ex-Bremern Florian Kainz und Davie Selke

Bremen/Köln – Vier Jahre ist es mittlerweile her, dass Florian Kainz den SV Werder Bremen in Richtung Rheinland verlassen hat, um sich dem 1. FC Köln anzuschließen. Ein sportliches Wiedersehen mit seinem Ex-Club von der Weser hat es für den Linksaußen seitdem aus verschiedenen Gründen nicht gegeben.

In der Saison 2019/20 saß der österreichische Nationalspieler beim 1:0-Heimsieg der Kölner nur auf der Bank, bei der 1:6-Pleite am letzten Spieltag fehlte er dann gelbgesperrt. In der Folgesaison verpasste der heute 30-Jährige beide Partien aufgrund einer schweren Knieverletzung. In der darauffolgenden Spielzeit waren die Grün-Weißen schließlich in die zweite Liga abgestiegen. Nun, am Samstag (18.30 Uhr, DeichStube-Liveticker), dürfte es für Florian Kainz endlich soweit sein und zum ersten persönlichen Duell mit dem SV Werder Bremen kommen. Was Clemens Fritz als Leiter Profifußball und ehemaliger Teamkollege von Kainz am Donnerstag gute Laune bereitete.

Werder Bremen-Ex-Profi Florian Kainz ist beim 1. FC Köln zum Führungsspieler gereift - und zum Top-Scorer

„Ich freue mich, ihn am Samstag wiederzusehen. Genauso wie Davie Selke“, erklärte der 42-Jährige während einer Pressekonferenz. „Ich habe sehr positive Erinnerungen an Kainzi, er war ein sehr umgänglicher Typ, wie eigentlich alle Österreicher, die ich kennenlernen durfte.“ Fritz‘ Vorfreude auf den Mann, mit dem er während seiner letzten Saison als aktiver Profi beim SV Werder Bremen zusammen auf dem Rasen gestanden hatte, dürfte allerdings ein wenig getrübt sein. Denn Florian Kainz stellt als Topscorer des 1. FC Köln sportlich eine sehr ernstzunehmende Bedrohung für die Defensive der Grün-Weißen dar. Das ist natürlich auch dem Ex-Profi nicht verborgen geblieben. „Kainzi hat sich wirklich gut entwickelt. Er ist zum Führungsspieler herangereift. Er strahlt durch seine Dribblings, Technik und Flanken immer eine gewisse Gefahr aus“, lobte Fritz, schob aber umgehend hinterher: „Das wissen wir natürlich und bereiten uns darauf vor.“

Sieht so die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Köln aus?

Davie Selke vom 1. FC Köln spielt schon zum achten Mal gegen Ex-Club Werder Bremen

In der laufenden Saison bringt es Florian Kainz , der vor wenigen Tagen seinen Vertrag beim 1. FC Köln verlängerte, nach 14 Einsätzen auf neun direkte Torbeteiligungen (fünf Tore und vier Vorlagen). Bei Werder Bremen hatte er nach seinem Wechsel von Rapid Wien im Sommer 2016 nie eine derart prägende Rolle eingenommen. An der Weser war dem Flügelspieler in 52 Bundesliga-Spielen (fünf Treffer) der endgültige Durchbruch verwehrt geblieben.

Für den Ex-Bremer Davie Selke, der im Januar von Hertha BSC zum „Effzeh“ wechselte, kommt es am Samstag bereits zum achten Duell mit den Ex-Kollegen von der Weser. Vorausgesetzt, Selke, der laut Aussage seines Trainers Steffen Baumgart zunächst einmal auf der Bank sitzen wird, kommt auch zum Einsatz. Die Bilanz des 27-Jährigen gegen Werder Bremen ist ziemlich bescheiden. Von den bisher sieben Duellen gewann Selke nur das erste, im Oktober 2016. Beim 3:1-Erfolg mit RB Leipzig steuerte der Stürmer ein Tor und einen Assist bei. Dass Stürmer besonders gerne gegen ihre Ex-Clubs treffen, ist laut Ole Werner „eine besondere Geschichte“, die sich nach dem Geschmack des Werder-Trainers nun aber nicht wiederholen muss. Etwas Mut machen dürfte da der zweite Teil von Selkes Ex-Club-Statistik: Nach dem besagten 3:1-Sieg gab es für den Angreifer gegen Werder mit RB und Hertha BSC nämlich drei Niederlagen und drei Remis. (mwi)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Beautiful Sports

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare