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Werder-Trainer Florian Kohfeldt erwartet nach der WM Klarheit von Thomas Delaney.

Drei andere Werder-Stars bleiben sicher

Frist für Delaney: Kohfeldt will Klarheit

Bremen - Gehen oder bleiben? Bei Thomas Delaney ist diese Entscheidung noch nicht gefallen, bei drei anderen Leistungsträgern des SV Werder dagegen schon.

Trainer Florian Kohfeldt verrät im Gespräch mit der DeichStube: „Man darf im Fußball nie nie sagen. Ich denke, dass es bei Thomas Delaney noch nicht feststeht, ob er bleibt. Aber ich bin überzeugt, dass Jiri Pavlenka, Ludwig Augustinsson und Max Kruse in der nächsten Saison bei Werder spielen werden.“ Das ist mal eine Ansage – und nicht die einzige, denn auch in Sachen Delaney wird Kohfeldt sehr deutlich.

„Wenn Thomas nach der WM zurückkommt, dann erwarte ich Klarheit, dann gibt es kein links oder rechts mehr für mich“, sagt der Werder-Coach und erklärt: „Das ist für die Mannschaft enorm wichtig, für den ganzen Trainingsprozess. Denn wenn Thomas da ist, ist er absoluter Stammspieler.“

Kohfeldt: „Ich lebe nicht auf dem Baum“

Je nachdem, wie lange Delaney mit Dänemark bei der WM in Russland dabei ist, kommt er in der letzten Juli-Woche oder in der ersten August-Woche zurück nach Bremen. Da biegt die Vorbereitung des Bundesligisten langsam auf die Zielgerade ein. Zu diesem späten Zeitpunkt möchte Kohfeldt nicht noch einen seiner wichtigsten Spieler verlieren. Völlig ausschließen kann er das natürlich nicht: „Ich lebe nicht auf dem Baum, ich weiß, wie lange es möglich ist, zu wechseln.“

Hilfreich könnte dabei sein, dass in England das Transferfenster in diesem Sommer etwas früher, also schon Mitte August, schließt. In Deutschland sind dagegen bis Ende August Wechsel möglich. Dortmund soll Interesse haben. Aber Delaney hat vor allem ein Ziel: die englische Premier League.

Hat sich Thomas Delaney schon von den Werder-Fans verabschiedet?

Für Kohfeldt ist das grundsätzlich nachvollziehbar. Aber er hat die Hoffnung noch lange nicht aufgegeben, dass der 26-Jährige mindestens noch ein Jahr in Bremen dranhängt. „Er hat mir gesagt, dass er sich hier wohlfühlt, dass er spürt, dass sich hier etwas entwickelt“, berichtet Kohfeldt und urteilt: „Unsere Chancen, dass er hier bleibt, sind deutlich höher als im letzten Winter oder im letzten Sommer.“

Offenbar musste Delaney schon häufiger zum Bleiben überredet werden, dabei ist er erst seit eineinhalb Jahren in Bremen. Doch der Nationalspieler ist ziemlich ehrgeizig, will nicht ständig gegen den Abstieg spielen. So deutlich sagt er das freilich nicht, er hat seine Wechselabsichten zuletzt ziemlich moderat geäußert und dabei von einem „schmalen Grat“ gesprochen, sich in seinem Sinne, aber auch gleichzeitig respektvoll gegenüber dem Verein zu äußern. Kohfeldt gefällt das: „Zwischen Thomas und mir ist alles klar besprochen. Das wird auch immer so sein, weil er sich überragend verhält.“

Keine Fragezeichen bei Pavlenka, Augustinsson und Kruse

Andererseits stellt Kohfeldt auch unmissverständlich klar, dass Werder das Heft des Handelns in der Hand hat. Delaney besitze schließlich einen langfristigen Vertrag. Die Jahreszahl nennt er nicht, aber der Kontrakt soll bis 2021 laufen. Und der Coach hebt noch einmal hervor: „Wir wollen und müssen Thomas im Sommer nicht verkaufen.“

Es könnte aber ziemlich lukrativ sein, eine Ablöse von 20 Millionen Euro scheint nicht unrealistisch. Laut eines Berichts der dänischen Zeitung „Ekstrabladet“ müsste Werder von dieser Einnahme allerdings 15 Prozent an Delaneys Ex-Club FC Kopenhagen überweisen.

Bei drei anderen Bremern gibt es überhaupt keine Fragezeichen. Pavlenka, Augustinsson und Kruse bleiben. Möglicherweise werden ihre Verträge sogar noch vorzeitig verlängert. Kruses Kontrakt läuft in einem Jahr aus, Pavlenkas Arbeitspapier bis 2020 und Augustinssons Vereinbarung sogar bis 2021. Letzterer hätte die WM durchaus als (Wechsel-)Bühne nutzen können, doch der Schwede steht laut Kohfeldt nun bei Werder im Wort. Ein starkes Signal für die Zukunft des Bundesligisten.

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