Zuletzt hatte der SV Werder Bremen in der Corona-Pandemie auf Einwegbecher gesetzt. Jetzt führen die Grün-Weißen wieder die Mehrweg-Plastikbecher (Archivbild) ein.
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Zuletzt hatte der SV Werder Bremen in der Corona-Pandemie auf Einwegbecher gesetzt. Jetzt führen die Grün-Weißen wieder die Mehrweg-Plastikbecher (Archivbild) ein.

Beim Heimspiel gegen Nürnberg

Werder Bremen führt Mehrweg-Becher wieder ein – samt Spendenaktion für Ukraine-Hilfe

Bremen – Für den SV Werder Bremen war es eine echte Zwickmühle. Auf der einen Seite hat sich der Verein in den verschiedensten Bereichen dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben, auf der anderen Seite macht die Corona-Pandemie eine konsequente Umsetzung nicht immer ganz so leicht. Und genau das hatte dazu geführt, dass es beim Besuch des Wohninvest Weserstadions monatelang nur noch Einweg- statt Mehrweg-Becher gab. Bis jetzt. Zum Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (Sonntag, 13.30 Uhr) kehrt Werder wieder zur umweltbewussteren Hartplastik-Variante für sämtliche Getränke zurück.

Die Infektionszahlen befinden sich bekanntlich noch immer auf einem hohen Niveau, trotzdem gibt es zunehmend Lockerungen. Auch bei Werder Bremen wird das Risiko offenbar nicht mehr ganz so groß eingeschätzt, sich beim Warten in der Schlange an der Abgabestelle oder bei der bloßen Nutzung eines wiederverwertbaren Bechers anzustecken. Genau diese Gründe waren zuletzt nämlich von den Bremer angegeben worden, als es um die vorübergehende Abkehr vom bewährten System ging. Da jedoch zuletzt nach Veranstalterangaben etwa 64.000 Einweg-Varianten pro Spiel verbraucht wurden, sorgte das für allerlei ungeliebten Plastikmüll – und für Kritik von Fans und Politik. Kritik, die offensichtlich auf offene Ohren stieß.

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Werder Bremen sammelt Becher für Suppenengel-Sonderprojekt für geflüchtete Menschen aus der Ukraine

Für die Zuschauer im Stadion bedeutet das, dass künftig wieder ein Pfand in Höhe von einem Euro beim Kauf eines Getränkes gezahlt werden muss. Die Becher sind seit Jahren ein beliebtes Sammelobjekt, sofern die Gesichter einzelner Profis des SV Werder Bremen auf ihnen abgedruckt sind. Wer stattdessen eine Rückgabe favorisiert, aber trotzdem auf die Auszahlung des Pfandes verzichten möchte, kann beim Nürnberg-Spiel auf Initiative der Stadion-Caterer „Levy Restaurants“ sogar Gutes tun. Auf den Tribünen werden Mitarbeiter der Obdachlosenhilfe unterwegs sein, die mit großen Tonnen die Becher einsammeln. Die Einnahmen kommen im Anschluss einem Suppenengel-Sonderprojekt für aus der Ukraine geflüchteten Menschen zugute. „Wir hoffen natürlich auf großen Zuspruch und auf eine große Spendensumme“, teilten die Initiatoren der Aktion mit. (mbü) Verfolgt das Zweitliga-Duell des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg im Liveticker der DeichStube!

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