Vor der WM 2006 waren Henrik Larsson, Olof Mellberg und Zlatan Ibrahimovic mit der schwedischen Nationalmannschaft zu Gast beim SV Werder Bremen. Für die EM 2024 hat sich Bremen nun erneut als „Basislager“ beworben.
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Vor der WM 2006 waren Henrik Larsson, Olof Mellberg und Zlatan Ibrahimovic mit der schwedischen Nationalmannschaft zu Gast beim SV Werder Bremen. Für die EM 2024 hat sich Bremen nun erneut als „Basislager“ beworben.

„Überzeugende Bewerbung“

Internationale Superstars zu Gast in Werders „kleinem Wohnzimmer“? - Bremen soll Basislager bei EM 2024 werden

Bremen – Damals, im Juni 2006, wehte ein Hauch von Weltmeisterschaft auch durch Bremen. Während die deutsche Fußball-Nationalmannschaft eifrig an ihrem Sommermärchen bastelte, bereitete sich die schwedische Auswahl um die Topstars Zlatan Ibrahimovic und Hendrik Larsson an der Weser auf ihre Partien vor. Residiert wurde im Parkhotel am Bürgerpark, das Training fand in der Heimat des SV Werder Bremen auf Platz 11 am Osterdeich statt. Die Stadt selbst und das Weserstadion im Speziellen waren seinerzeit dagegen als WM-Austragungsort verschmäht worden. Nun wird Bremen auch während der EM 2024, die abermals in Deutschland stattfindet, nicht allzu sehr im Vordergrund stehen – aber zumindest ein kleines Heraustreten aus dem Schatten ist möglich. Denn erneut könnte man zum Gastgeber für eines der teilnehmenden Teams werden.

„Bremen hat mit Platz 11 am Stadion und dem Atlantic Grand Hotel am Bredenplatz eine überzeugende Bewerbung abgegeben“, wird Sportsenatorin Anja Stahmann in einer Pressemitteilung zitiert. „Ich freue mich, dass der Wettbewerb auf diese Weise auch an der Weser eine Rolle spielen kann – auch wenn unser Stadion leider nicht als Austragungsort für Länderspiele bei der EM 2024 vorgesehen ist.“

Werder Bremens kleines Wohnzimmer für internationale Top-Stars? Bremen könnte Basislager für EM 2024 werden

Seit Jahren schon macht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bei der Vergabe seiner Länderspiele einen Bogen um die Hansestadt, was vor allem am langjährigen Polizeikostenstreit nach Hochrisikospielen mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) liegt. Dass Bremen nun aber auf der Liste möglicher EM-Basislager auftaucht, wertet Stahmann als gutes Zeichen: „Das macht mir Hoffnung, dass wir eines Tages auch wieder Länderspiele an der Weser haben.“ Ein großes Plus der Bewerbung seien laut der Sportsenatorin die Trainingsbedingungen auf Platz 11 gewesen, die DFB und auch den europäischen Verband Uefa gleichsam überzeugt hätten.

„Auch die kurzen Wege zwischen Hotel, Trainingsstätte und Flughafen machen Bremen zu einem attraktiven Standort für die Nationalmannschaften“, erklärte Stahmann, die zudem auf einen weiteren Vorteil hinwies: „Der Platz lässt sich komplett gegen Blicke von außen abschirmen, sodass auch geheime Trainings möglich sind.“ Ein Umstand, den sich auch Bundesligist SV Werder Bremen regelmäßig zunutze machte, um im Verborgenen an Details zu feilen. (mbü)

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Kommentare

Fichtel
(0)(0)

Frau Stahmann scheint noch niemals auf Platz 11 gewesen zu sein. Der ist auf dem Stand aus dem letzten Jahrhundert. Naja, die Wiese ist ganz okay…

Per1899Antwort
(3)(0)

Lol, genau. Die können ihre Kackländerspiele gegen Liechtenstein oder Armenien weiterhin in Hoffenheim oder Augsburg austragen.

Werder4Ever
(0)(0)

Wer wird im Falle eines Falles für die Polizeikosten aufkommen?