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Harte Worte: Niklas Moisander äußerte nach der 0:3-Pleite gegen den FC Augsburg deutliche Selbstkritik.

Die Stimmen zum Spiel

Moisander: „Wir sind es nicht wert, das Werder-Trikot zu tragen“

Werder Bremen ging nach einem ganz schwachen Auftritt mit einer 0:3-pleite gegen den FC Augsburg vom Platz. Die Stimmen zum Spiel.

Die letzte halbe Stunde im Weserstadion war ein Spießrutenlauf für die Werder-Profis. Wegen des 0:3-Rückstands gegen den FC Augsburg wurden sie von den eigenen Fans mit Gesängen verhöhnt. „O wie ist das schön“, wurde da zum Beispiel gesungen. Auch in der sonst so treuen Ostkurve. Abwehrspieler Niklas Moisander reagierte mit Verständnis auf die harte Fanaktion und urteilte: „Wir sind es nicht wert, das Werder-Trikot zu tragen. Es ist uns peinlich.“

Kapitän Zlatko Junuzovic fühlte sich ähnlich. „Die Niederlage ist niederschmetternd“, sagte er bei Sky: „Die letzten 30 Minuten waren sehr schwierig für den Kopf. Aber ich kann den Unmut verstehen.“ Der richtete sich auch gegen Alexander Nouri. „Nouri raus“, hallte es durchs weiter rund - und hämisch folgte: „Ohne Nouri fahren wir nach Berlin.“ Am Mittwoch hatte sich Werder mit einem 1:0-Siege gegen Hoffenheim ins Achtelfinale des DFB-Pokals gekämpft.

Weitere Stimmen zur 0:3-Pleite gegen Augsburg:

Alexander Nouri (Werder-Coach): „Ich kann nur sagen, dass ich weiter mit voller Energie dabei bin. Es geht nun darum, sich bestmöglich auf Frankfurt vorzubereiten. Wir müssen uns bei jedem Fan entschuldigen, wir haben verdient verloren.“

Zlatko Junuzovic (Werder-Kapitän): „Was soll ich sagen? Seit Wochen ist es das Gleiche. Das ist nicht einfach für den Kopf, das hat man heute auch bei den beiden Gegentoren vor der Pause gesehen. Dann rennen wir wieder hinterher. Aber wir werden nicht aufgeben. Es ist nicht unser Job, über Konsequenzen nachzudenken.“

Florian Kainz (Werder-Profi): „Wir nehmen uns jedes Spiel viel vor, versuchen alles für einen Sieg, irgendwie gelingt uns das nicht. Unsere Leistung heute war ganz schlecht. Mit dem Selbstvertrauen ist es schwer, wenn man da unten drin steht.“

Niklas Moisander (Werder-Profi): „Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird. Wir wollten aggressiv sein, sie unter Druck setzen, aber das hat nicht geklappt. Das 1:0 und besonders das 2:0 vor der Pause - das hat unsere Mentalität gekillt.“

Michael Gregoritsch (FCA-Profi): „Wir haben sehr verdient gewonnen. Nach der Pause hatten wir aber auch etwas Glück, dass wir dem Druck standgehalten haben. Dann haben wir schnell das dritte Tor nachgelegt, da wurde es natürlich leichter, weil sich Werder aufgegeben hat.“

Fotostrecke: Gregoritsch und Finnbogason schießen Werder ab 

Werder Bremen gegen FC Augsburg
Die Fahnen standen im Wind und die Zeichen auf Sturm - die Fans hofften auf ein gutes Omen. © Gumz
Werder Bremen gegen FC Augsburg
Doch die erste halbe Stunde zeichnete sich vor allem durch fehlende Chancen aus. © nordphoto
Werder Bremen gegen FC Augsburg
Im Mittelfeld war das Spiel körperbetont, nach vorne gab es fast nur lange Bälle.  © Gumz
Werder Bremen gegen FC Augsburg
Jiri Pavlenka hielt das Unentschieden lange fest, hatte vor allem Distanzschüsse zu parieren. © nordphoto
Werder Bremen gegen FC Augsburg
Und dann bejubelte Augsburg das 0:1. Nach einer Flanke von Philipp Max in der 40. Minute traf Michael Gregoritsch (Mitte) per Kopf. © nordphoto
Werder Bremen gegen FC Augsburg
Direkt vor der Pause kam es noch dicker: Elfmeter für Augsburg (45.), Alfred Finnbogason verwandelte sicher - 0:2 zur Halbzeit. © nordphoto
Werder Bremen gegen FC Augsburg
Zur zweiten Hälfte nahm Werder den Kampf an und erarbeitete sich auch Chancen, wie Lamine Sanes Kopfball in der 57. Minute.  © nordphoto
Werder Bremen gegen FC Augsburg
Startelf-Rückkehrer Max Kruse konnte auch nicht die erhoffte Torgefährlichkeit liefern.  © nordphoto
Werder Bremen gegen FC Augsburg
Stattdessen fiel das 0:3. Ein Augsburger Konter endete bei Gregoritsch, der in der 61. Minute zum zweiten Mal vollstreckte. © nordphoto
Werder Bremen gegen FC Augsburg
Danach war Werder geschlagen. Augsburg hatte zeitweise Chancen im Minutentakt, das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können. © nordphoto

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