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Was war das wieder ein gebrauchter Tag für den SV Werder Bremen, dürfte sich nicht nur Trainer Florian Kohfeldt gedacht haben.

Nach Niederlage in Frankfurt

„Bitterer Abend mit vielen Tiefschlägen“ - Die Stimmen zu Werders DFB-Pokal-Aus

Endstation Viertelfinale! Der SV Werder Bremen scheidet nach der 0:2-Auswärtsniederlage bei Eintracht Frankfurt aus dem DFB-Pokal-Wettbewerb aus. Die Stimmen zum Spiel.

Florian Kohfeldt (Werder-Trainer): „Es war eine bittere Niederlage mit vielen Tiefschlägen für uns. Ein ganz bitterer Abend für uns. Wir hatten über das gesamte Spiel die deutlich besseren Torchancen, die klareren Torchancen, dann kriegst du das 0:1 zu einem denkbar unglücklichen Zeitpunkt, wo natürlich auch keiner mit gerechnet hat, weil die Szene ja schon gefühlt drei Minuten vorbei war. 

Kein Mensch im Stadion, kein Mensch am Fernseher, kein Mensch auf dem Platz, ob Eintracht-Trikot oder Werder-Trikot hat sich darüber beschwert. Dann gab es eine forensische Suche nach einem Fehler, dann steht es 0:1. Dann musst du das verkraften, dann haben wir uns in der Halbzeit aufgerappelt, haben das schlecht verteidigt beim 0:2, das war ein Fehler von uns. Der Ball fällt momentan nicht rein, wir haben uns viele Torchancen erarbeitet.“

Ludwig Augustinsson (Werder-Verteidiger): „Wir wollten heute positive Energie aus dem Spiel ziehen und ins Halbfinale einziehen. Das haben wir versucht, aber es war nicht gut genug. Bei der Elfmeterszene ist mein Arm ein bisschen zu hoch, und der Ball berührt meine Hand. Es ist immer enttäuschend, wenn es drei, vier Minuten später erst zur Entscheidung kommt. Das war kein schöner Moment für uns. Niemand hat etwas gesehen. Die Regel ist aber so, was soll ich sagen. Wir müssen uns jetzt schnell erholen, denn wir haben am Samstag ein sehr wichtiges Spiel, das wir gewinnen müssen.“

Kevin Vogt (Werder-Verteidiger): „Wenn man klar nach dem Regelwerk geht, kann man den Elfmeter, glaube ich, geben, weil er den Ball mit der Hand spielt. Aber mir geht es grundsätzlich gegen den Strich, weil ich sagen muss, dass es in der Situation keiner von der Eintracht und keiner von uns bemerkt. Der Schiedsrichter sieht es nicht, keiner sieht es. Dann spielen wir ganz normal weiter und zwei Minuten schaltet sich irgendwer ein. Das ist ein leidiges Thema. Mich persönlich langweilt das Thema.“

Werder Bremen nach DFB-Pokal-Niederlage „brutal enttäuscht“

Niklas Moisander (Werder-Kapitän): „Wir sind sehr enttäuscht. In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, der Elfmeter war dann richtig bitter. Das hat erst niemand auf dem Platz bemerkt und hat dann unser Momentum zerstört. In der zweiten Halbzeit war Frankfurt besser.“

Frank Baumann (Werder-Sportchef): „Es ist sehr, sehr enttäuschend. Wir sind raus aus dem Pokal, und deswegen sind wir brutal enttäuscht. Das hatten wir uns anders vorgestellt. Wir waren über 90 Minuten nicht die schlechtere Mannschaft aber geraten wie so häufig in Rückstand. Gerade in einer Phase, in der wir gut ins Spiel gefunden hatten und die gefährlichere Mannschaft waren. Dann bekommen wir leider wieder wie aus dem Nichts das Gegentor. In der zweiten Halbzeit hatten wir nicht direkt eine Lösung und sind durch das zweite Gegentor erneut zurückgeworfen worden. Es war nicht leicht gegen diese Frankfurter Mannschaft. Wir haben nicht die richtigen Mittel gefunden, um zu klaren Torchancen zu kommen. Wir müssen das jetzt abhaken, aber es wird auf alle Fälle noch etwas wehtun.“

Eintracht Frankfurt-Manager Fredi Bobic sieht verdienten Sieg gegen Werder Bremen

Fredi Bobic (Eintracht-Manager): „Wie die Jungs heute immer wieder gegen den Ball gegangen sind, wie zweikampfstark sie waren, das haben sie richtig gut gemacht und haben die Bremer eigentlich kaum zur Entfaltung kommen lassen und die Angriffe im Ansatz gestoppt. Wir waren spielbestimmend und haben natürlich etwas Glück gehabt mit dem Elfmeter, aber die zweite Hälfte war doch souverän.“

Kevin Trapp (Eintracht-Keeper): „Es war ein runder, perfekter Abend, wir stehen im Halbfinale. Es war eine sehr ordentliche Partie von uns, wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft. Das 1:0 ist zum richtigen Zeitpunkt gefallen. Im Großen und Ganzen war es verdient, weil wir den Fight angenommen haben und ein großes Engagement gezeigt haben.“

Adi Hütter (Eintracht-Trainer): „Die Schlüsselszene war natürlich der Elfmeter vor der Pause. Um ehrlich zu sein, ist das eine glückliche Entscheidung für uns, weil die Hand natürlich weit oben ist. Ich weiß nicht, ob Augustinsson seinen Gegenspieler ein bisschen schieben wollte, aber der Ball springt ihm dann an die Hand und Felix Zwayer hat nach Ansicht der Bilder so entschieden. Das ist sicherlich glücklich gewesen, aber wir sind in Summe über 90 Minuten die bessere Sie haben bis zum Schluss alles versucht, große Leute gebracht, aber wir haben heute einen verdienten Sieg der Eintracht gesehen.“

*Mit Material von ARD, Sky und Werder.de

Fotostrecke: Silva und Kamada kegeln Werder aus dem Pokal

Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © dpa
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Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © gumzmedia
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