Für Claudio Pizarro ist Werder Bremen am Dienstag gegen Bayern München chancenlos.
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Für Claudio Pizarro ist Werder Bremen am Dienstag gegen Bayern München chancenlos.

Vor FC Bayern gegen Werder

Ex-Bremer Claudio Pizarro: „Werder hat gegen Bayern keine Chance – leider“

München – Anruf bei Claudio Pizarro. In dieser Woche ist der Fußball-Rentner ganz besonders gefragt, schließlich treffen seine Ex-Clubs FC Bayern München und SV Werder Bremen aufeinander (Dienstag, 20.30 Uhr). Und dabei hoffen die Grün-Weißen nach dem tollen Saisonstart, endlich mal wieder `was reißen zu können gegen den Rekordmeister. Doch daran glaubt Pizarro nicht. „Werder hat gegen Bayern keine Chance - leider“, sagt der 44-Jährige im Gespräch mit der DeichStube und erklärt: „Die Bayern sind im Moment einfach zu stark. Sie haben sich gefunden – und alle Spieler funktionieren super, auch die, die reinkommen.“

Die Ergebnisse sind in der Tat furchteinflößend: Die Bayern haben ihre letzten acht Pflichtspiele allesamt gewonnen – zum Teil auch sehr hoch. Am Wochenende eroberten der FC Bayern München die Tabellenführung zurück. Da kann Werder Bremen mit zwei Siegen am Stück und Platz sieben in der Tabelle nicht mithalten, wenngleich das für einen Aufsteiger mehr als bemerkenswert ist. Das findet auch Claudio Pizarro: „Ich freue mich riesig für Werder, dass es so gut läuft. Die Mannschaft hat sich das verdient. Werder spielt einen guten Fußball, einige Spieler machen wirklich auf sich aufmerksam.“ Der Peruaner denkt dabei vor allem an Niclas Füllkrug, den er vor ein paar Wochen zu seinem Abschiedsspiel ins Weserstadion eingeladen hatte. „Hoffentlich darf er zur WM“, sagt Pizarro – und ist etwas geschockt, als er von Füllkrugs Rückenproblemen hört: „Wenn er gegen die Bayern ausfällt, dann wird es ja noch viel schwieriger für Werder.“

Safety first - Claudio Pizarro empfiehlt Werder Bremen, sich gegen Bayern München auf die Defensive zu fokussieren

Welche Taktik würde Claudio Pizarro den Gästen denn empfehlen? „Das ist schwierig, sehr schwierig“, gibt er zu. Eigentlich mag es der ehemalige Stürmer nicht, wenn sich Mannschaften nur hinten reinstellen. „Aber wenn du gegen diese Bayern im Moment mitspielen willst, dann kannst du ganz viele Gegentore bekommen.“ Also rät Pizarro seinem Ex-Club, zuerst an die Defensive zu denken und mit allen Mitteln das eigene Tor zu verteidigen. Die Qualität dazu habe die Mannschaft. Ohnehin ist Pizarro davon überzeugt, dass Werder Bremen dauerhaft in der oberen Tabellenhälfte bleiben wird. „Die rutschen nicht mehr unten rein“, glaubt der Ex-Profi und macht den Grün-Weißen Mut: „Mit etwas Glück klappt es vielleicht sogar mit Europa. Entscheidend im Fußball ist, konstant zu punkten. Das können die Bayern am besten, deswegen stehen sie auch immer oben.“

Horrorserie von Werder Bremen: Claudio Pizarro stand beim letzten Sieg gegen Bayern München noch selber auf dem Platz

Als Botschafter des Rekordmeisters wird Claudio Pizarro natürlich am Dienstagabend (20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) beim Duell zwischen Bayern München und Werder Bremen in der Allianz-Arena sein, auch für die Liga übernimmt er dabei ein paar Aufgaben, gibt zum Beispiel internationalen TV-Sendern Interviews. Der einstige Bundesliga-Klassiker besitzt immer noch eine hohe Aufmerksamkeit, dabei gab es seit 14 Jahren keinen Sieg von Werder Bremen. Zum legendären 5:2-Erfolg am 20. September 2008 steuerte übrigens ein gewisser Pizarro das 4:0 der Bremer bei. (kni)

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