Das Zweitliga-Spiel von Werder Bremen gegen Hannover 96 ist kein Hochrisikospiel mehr. Es fallen also keine erhöhten Polizeikosten an.
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Das Zweitliga-Spiel von Werder Bremen gegen Hannover 96 ist kein Hochrisikospiel mehr. Es fallen also keine erhöhten Polizeikosten an.

Neue Einschätzung der Bremer Behörden

Werder Bremen spart viel Geld: Partie gegen Hannover offiziell kein Hochrisikospiel mehr

Bremen - Diese Nachricht dürfte den SV Werder Bremen freuen: Das Heimspiel zum Zweitliga-Auftakt gegen Hannover 96 (Samstag, 24. Juli, 20.30 Uhr) wird von den Bremer Behörden offiziell nicht mehr als Hochrisikospiel eingestuft, wodurch der Verein rund 500.000 Euro spart. Diese Summe hätte das Bundesland Bremen ansonsten der Deutschen Fußball Liga (DFL) und damit letztlich Werder für die Mehrkosten des Polizeieinsatzes in Rechnung gestellt.

Da während des Spiels gegen Hannover 96 keine Gästefans zugelassen sind, fällt die Grundlage für einen größeren Polizeieinsatz und somit für einen entsprechenden Kostenbescheid weg. Auf Nachfrage der DeichStube teilt Karen Stroink, Pressesprecherin des Bremer Innenressorts, mit: „Die Partie SV Werder Bremen gegen Hannover 96 wird nach derzeitigem Stand aufgrund einer insgesamt reduzierten Zuschauerzahl im Stadion, der Nichtzulassung von Gästefans sowie der damit verbundenen erwarteten Nicht-Anreise von Gästefans von der Polizei Bremen nicht mehr als Hochrisikospiel eingestuft und daher der DFL GmbH nicht in Rechnung gestellt.“

Werder Bremen: Bald wieder Gästefans zugelassen - dann wieder Hochrisikospiele gegen Hansa Rostock und HSV?

Beim Liga-Auftakt darf Werder Bremen die Kapazität des Weserstadions nach einer Erlaubnis des Bremer Senats bis zur Hälfte auslasten, hat sich allerdings dazu entschieden, Vorsicht walten zu lassen und nicht die gestatteten 21.000, sondern zunächst nur 14.000 Fans zuzulassen. Sukzessive soll die Zahl an den folgenden Spieltagen auf 21.000 steigen. Ab dem dritten Spieltag sind dann auch wieder Gästefans zugelassen, die fünf Prozent des Ticketkontingents zur Verfügung gestellt bekommen. Heißt: Während der ebenfalls als Hochrisikospiele eingestuften Partien gegen Hansa Rostock (Sonntag, 29. August, 13.30 Uhr) und den Hamburger SV (Samstag, 18. September, 20.30 Uhr) dürften jeweils rund 1.000 Tickets an die auswärtigen Fans gehen. Reicht das aus, um den Status als Hochrisikospiel beizubehalten?

Das Land Bremen möchte sich bei diesen Partien noch nicht festlegen, sondern die Entwicklung der Lage bis kurz vor den Spieltagen abwarten. Stroink erklärt: „Für die Bewertung als Hochrisikospiel wird eine Gesamtbetrachtung vorgenommen. Diese kann sich bis kurz vor dem Spieltag noch ändern. Sofern sich unter den Gästefans viele gewaltbereite oder gar gewaltsuchende Anhänger befinden oder sich anlässlich der Spielbegegnung viele weitere solcher Anhänger in die Stadt begeben, kann dies den Status als Hochrisikospiel begründen.“ (dco)

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