+
Maximilian Eggestein war der Marathonmann im Werder-Mittelfeld gegen den VfB Stuttgart.

Werder gegen Stuttgart mit zweitmeisten Kilometern der Saison

Wenn's läuft, dann läuft's

Bremen - Die Zahl war schon direkt nach dem Spiel ziemlich beeindruckend: 125,5 Kilometer hatten die Werder-Profis beim 1:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart zurückgelegt.

Jetzt kam heraus, dass in dieser Saison nur eine Mannschaft in einem Spiel mehr gelaufen ist. Am zwölften Spieltag brachten es die Freiburger auf 128,8 Kilometer, verloren aber trotzdem mit 1:3 beim VfL Wolfsburg. Bei Werder lief es dagegen gut, richtig gut sogar: Mit dem 1:0 feierten die Bremer ihren zweiten Heimsieg, einen im Abstiegskampf extrem wichtigen noch dazu.

Als wahrer Marathon-Mann entpuppte sich dabei Maximilian Eggestein, der mit 13,09 Kilometern die Bestmarke setzte. Dabei hatte er nach seiner Auswechslung sogar die Nachspielzeit (vier Minuten) verpasst. Da wären noch einige Meter mehr möglich gewesen. Doch Teamkollege Thomas Delaney hätte er nicht mehr einholen können. Der Däne führt mit 167 Kilometern in 14 Spielen die Gesamtstatistik aller Bundesligaspieler an.

Einzelkritik: Bärenstarker Moisander, cooler Kruse

Jiri Pavlenka
Jiri Pavlenka: Wirkte mit dem Ball am Fuß etwas unsicher, schenkte dabei Stuttgarts Asano eine Riesenchance (22.). Tore verhindern kann er besser, mutig beim Rauslaufen gegen Insua, schnell am Boden beim Schuss von Badstuber (84.). Note 3 © nordphoto
Theodor Gebre Selassie
Theodor Gebre Selassie: Sehr unauffällig auf der rechten Seite, konzentrierte sich vornehmlich auf seine Abwehrarbeit. Note 3,5 © Gumz
Milos Veljkovic
Milos Veljkovic: Wirkte in der Defensive sehr stabil, traute sich auch in schwierigen Situation, den Ball anzunehmen. Nur im Spielaufbau mit leichten Problemen. Note 2,5 © nordphoto
Niklas Moisander
Niklas Moisander: Bärenstarker Abwehrchef. Löste viele knifflige Momente mit seiner Cleverness, notfalls auch mit einem Foul. Note 2 © nordphoto
Ludwig Augustinsson
Ludwig Augustinsson: Auffälliger als auf der anderen Seite Theo und dabei mit einer sehr guten Zweikampfquote (78 Prozent). Der Schwede darf sich aber gerne noch etwas mehr zutrauen. Note 3 © nordphoto
Philipp Bargfrede
Philipp Bargfrede (bis 74.): Philipp der Eroberer - und zwar der Balleroberer. Verhinderte mit dem Oberschenkel das 1:1 (64.). Starker Sechser vor der Abwehr, der auch mal durchstartete. Allerdings lenkte er das Spiel etwas zu wenig. Note 2,5 © nordphoto
Maximilian Eggestein
Maximilian Eggestein (bis 89.): Der Duracell-Hase lief unglaubliche 13,09 Kilometer, so viel wie kein anderer Spieler auf dem Platz. Sehr präsent, immer anspielbereit, aber er gewann nur jeden vierten Zweikampf. Note 2,5 © nordphoto
Thomas Delaney
Thomas Delaney: Wieder in der Doppelrolle als Achter (offensiv) und als zweiter Stürmer (defensiv). Kämpferisch ein absolutes Vorbild, aber der Däne wirkte oft zu hektisch, brachte zu selten Struktur und Ruhe ins Bremer Spiel. Note 3 © Gumz
Fin Bartels
Fin Bartels (bis 84.): Ein Wirbelwind, der es auch schon mal mit der gesamten VfB-Abwehr aufnahm. Anfänglich etwas glücklos, dann mutig und hellwach bei der Vorarbeit zum 1:0. Note 2,5 © nordphoto
Zlatko Junuzovic
Zlatko Junuzovic: Fast so viel unterwegs wie Eggestein, aber der letzte Pass ging häufig daneben. Auch sein Freistoß-Versuch war schwach (35.). Der Kapitän gab aber nicht auf, kämpfte bis zum Schluss für den Sieg. Note 3,5 © dpa
Max Kruse
Max Kruse: Mal wieder Matchwinner! Machte ganz cool das 1:0 (45.). Bis dahin gar nicht so auffällig, weil die ganz großen Szenen fehlten. Dafür zwei üble Fehlpässe in der eigenen Hälfte. Aber seine 77 Ballkontakte waren der Bestwert im Bremer Team. Note 2 © Gumz
Lamine Sane
Lamine Sane (ab 74.): Der Innenverteidiger kam, um aus der Vierer- eine Dreierkette zu machen. War nur vier Mal am Ball, aber ein wichtiger Faktor in der kniffligen Schlussphase. Note - © Gumz
Florian Kainz
Florian Kainz (ab 84.): Löste Bartels ab, war ebenfalls schnell unterwegs, für einen erfolgreichen Konter reichte es aber nicht. Note - © nordphoto
Jerome Gondorf
Jerome Gondorf (ab 89.): Lief noch 800 Meter, um den knappen Vorsprung zu verteidigen. Note - © Gumz

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare