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Johannes Eggestein (l.) bejubelt mit Bruder Maximilian sein Tor zum 1:0 für Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim.

Eggestein erzielt Tor des Tages

1:0 - Werder hält den Europa-Traum am Leben

Sinsheim - Jetzt hat Werder Bremen tatsächlich sein Endspiel! Durch ein Tor von Johannes Eggestein (39.) gewann der Bundesliga-Neunte am Samstag bei der TSG 1899 Hoffenheim mit 1:0 und hat damit vor dem letzten Saisonspiel gegen RB Leipzig weiterhin Aussichten auf einen Platz im internationalen Wettbewerb.

Die Bremer liegen zwei Punkte hinter dem VfL Wolfsburg (0:3 in Stuttgart) auf Rang sieben zurück. Dazwischen liegt noch Hoffenheim, das im letzten Heimspiel seines nach Leipzig wechselnden Trainers Julian Nagelsmann enttäuschte, mit einem Punkt mehr als Werder. Kurzum: Es ist noch alles drin für die Grün-Weißen.

Dabei standen die Sterne am Samstag zunächst nicht günstig. Denn neben dem gelbgesperrten Davy Klaassen fehlte auch Max Kruse. Der Kapitän war wegen Oberschenkelproblemen in Bremen geblieben. Als dann nach 24 Minuten auch noch Theodor Gebre Selassie mit Knieproblemen ausgewechselt werden musste, hatte sich die Zahl der zu ersetzenden Stammspieler auf drei erhöht – den dauerverletzten Philipp Bargfrede nicht mitgezählt.

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Johannes Eggestein trifft per Kopf zum 1:0

Aber trotz der Personalprobleme setzten die Bremer ihr taktisches Rezept konsequent um. Kompakt stehen, schnell kontern – so war es gedacht. Und so funktionierte es, die Defensive betreffend, auch recht gut. Allerdings war auch Glück dabei, dass Hoffenheim nicht eine seiner drei Top-Chancen in Halbzeit eins nutzte. Adam Szalai kam zweimal frei im Strafraum zum Abschluss, verfehlte aber jeweils das Bremer Tor (20./27.). Noch größer die Möglichkeit für Andrej Kramaric, der den Ball nach einem perfekten Konter an den Pfosten setzte (38.). Die Bremer hatten bis dahin nur einen Kopfball von Niklas Moisander nach Ecke zu verzeichnen, doch die letzten Minuten vor der Pause gehörten ihnen. Und wie!

Nach einem wirren Pass von 1899-Keeper Oliver Baumann kam Johannes Eggestein auf Vorlage seines Bruders Maximilian zum Abschluss, scheiterte aber an Baumann. Den Abpraller schnappte sich jedoch Milot Rashica, flankte auf „Jojo“ – und der setzte sich mit vollem körperlichen Einsatz im Luftkampf gegen Ermin Bicakcic durch, köpfte zur Bremer Führung ein (39.).

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Fotostrecke: Eggestein köpft Werder zum Sieg

Werder Bremen auswärts gegen TSG Hoffenheim
Werder Bremen auswärts gegen TSG Hoffenheim © dpa
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Werder Bremen auswärts gegen TSG Hoffenheim © gumzmedia
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Werder Bremen auswärts gegen TSG Hoffenheim © imago images / Jan Huebner
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Werder Bremen auswärts gegen TSG Hoffenheim
Werder Bremen auswärts gegen TSG Hoffenheim © gumzmedia

Videobeweis: Tor von Maximilian Eggestein zählt nicht

Nur eine Minute nach Kramarics Pfostentreffer lag Werder also plötzlich vorn. Wenig später hätte es sogar 2:0 stehen können, wenn der Videoschiri – zuletzt schon alles andere als ein Freund der Bremer – nicht besonders gut aufgepasst hätte. Maxi Eggestein traf nach Vorlage von Kruse-Vertreter Yuya Osako – soweit alles sauber. Aber zuvor hatte Johannes Eggestein an der Mittellinie im Kopfballduell gegen Bicakcic den Arm ausgefahren. Nach Hinweis von VAR Bibiana Steinhaus und Ansicht der Videobilder entschied Referee Bastian Dankert (Rostock) auf Foul, nahm das Tor zurück.

Eine korrekte Entscheidung, meinte Sky-Schiri-Experte Peter Gagelmann (Bremen): „Der Arm geht raus. Es ist die richtige Entscheidung, das Tor nicht zu geben.“ Kuriose Duplizität der Ereignisse: In der vergangenen Saison hatte es beim 0:0 der Bremer gegen Hertha BSC eine beinahe identische Szene gegeben. Auch damals traf Maxi Eggestein, das Foul beim Kopfballduell hatte Thomas Delaney begangen – und der Schiedsrichter, der das zunächst nicht gesehen hatte, sich aber per Videobeweis helfen ließ, hieß... genau: Bastian Dankert.

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Letzte Chance auf Europa am letzten Spieltag

Statt mit zwei Toren Vorsprung ging es für Werder also nur mit einem Treffer mehr in die Pause. Aber immerhin galt: Der Traum von Europa lebte weiter. Das galt auch noch nach 60, 70 und 80 Minuten, weil zeitgleich der VfL Wolfsburg beim VfB Stuttgart 0:2 zurücklag. Die benötigte Hilfe, um am letzten Spieltag noch eine Chance auf ein Ticket für die Europa League zu haben, wurde also von den Schwaben geliefert. Der Bremer Sieg war jedoch alles andere als zementiert. Hoffenheim drückte, hatte durch den Ex-Bremer Ishak Belfodil eine weitere gute Chance (59.). Aber so richtig viel fiel den Gastgebern, die ebenfalls einen Sieg brauchten, um noch auf Europa hoffen zu dürfen, nicht ein. Und wenn doch, war da noch Jiri Pavlenka. Einen Belfodil-Kopfball fischte der Werder-Keeper noch vor der Linie weg (72.). Und bei Kramarics Abschluss zuckte der rechte Fuß raus (81.).

So verteidigten sich die Bremer Richtung Zittersieg. Und in Richtung letzte Chance auf Europa. Am 34. Spieltag muss Werder das Heimspiel gegen RB Leipzig gewinnen und darauf hoffen, dass Hoffenheim (bei Mainz 05) sowie Wolfsburg (daheim gegen den FC Augsburg) maximal Unentschieden holen. Möglich ist das, keine Frage.

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