Eine Reise in die Vergangenheit: Für Christian Vander, Torwarttrainer des SV Werder Bremen, ist das Spiel beim VfL Bochum eine besondere Rückkehr!
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Eine Reise in die Vergangenheit: Für Christian Vander, Torwarttrainer des SV Werder Bremen, ist das Spiel beim VfL Bochum eine besondere Rückkehr!

Werder tritt am Samstag in Bochum an

Christian Vanders Reise in die Vergangenheit: Werders Torwarttrainer stand einst fünf Jahre lang in Bochum unter Vertrag

Bremen – Seine Torhüter hat er längst auf das Spiel vorbereitet, klar. Hat ihnen die Vorlieben der gegnerischen Stürmer erklärt und ihnen Tipps für den eigenen Spielaufbau gegeben – so weit, so normal. Hinter Christian Vander, Torwarttrainer beim SV Werder Bremen, liegt so betrachtet eine ganz normale Arbeitswoche, die für den 41-Jährigen aber doch anders war als sonst.

Schließlich trifft der SV Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) beim VfL Bochum auf einen Verein, „dem definitiv ein Teil meines Fußballerherzens gehört“, sagt Christian Vander – und betont: „Ich freue mich, beim VfL Bochum ein paar bekannte Gesichter wiederzusehen.“

Fünf Jahre lang, von 2000 bis 2005, hatte Christian Vander während seiner aktiven Laufbahn als Torhüter beim Revierclub unter Vertrag gestanden – mitten in einer bewegten Zeit der Bochumer Vereinsgeschichte. Im Frühjahr 2001 der Abstieg aus der Bundesliga, im Frühjahr 2002 die direkte Rückkehr. Dann der Klassenerhalt 2003 und 2004 gar die Qualifikation für den Uefa-Cup, in dem 2005 in der ersten Runde gegen Lüttich Schluss sein sollte. Am Ende der Saison ging es für den VfL Bochum wieder runter in der 2. Liga – und Vanders Weg führte zu Werder Bremen, wo er bis zu seinem Karriereende 2013 Ersatzkeeper blieb und danach als Torwarttrainer einstieg. 

Werder-Bremen-Torwarttrainer Christian Vander über Ex-Club VfL Bochum: „Die Gemeinschaft war immer sehr groß“

„Die Gemeinschaft in Bochum war immer sehr groß“, blickt der Ex-Profi des SV Werder Bremen und VfL Bochum zurück, „wir hatten früher zwar das Gefühl, dass wir von der individuellen Klasse her eigentlich nicht mithalten können, als geschlossene Gruppe aber sehr stark sind. Das hat uns ausgezeichnet.“ In seiner Zeit an der Castroper Straße hat es Christian Vander zwar nie zum Stammtorhüter gebracht – insgesamt absolvierte er nur 24 Ligaspiele für den VfL – war innerhalb der Mannschaft aber dennoch eine feste Größe.

Gemeinsam mit Darius Wosz, Sebastian Schindzielorz, Paul Freier und Thomas Reis, dem heutigen Bochumer Cheftrainer, gehörte der Ersatzkeeper einer Clique an, die abseits des Platzes viel zusammen unternommen hat. „Diese Spieler haben mir gezeigt, was es bedeutet, Profifußballer zu sein“, erinnert sich Christian Vander und sagt über Reis: „Er hat einen tollen Charakter. Aus der Ferne betrachtet ist es beeindruckend, was er mit dem Verein als Trainer auf die Beine gestellt hat.“ Aktuell steht der Bochumer Coach nach einem schwachen Saisonstart jedoch in der Kritik. Vander entgegnet: „Er hat mittlerweile nachgewiesen, dass er ein guter Trainer ist.“

Werder-Bremen-Torwarttrainer Christian Vander über VfL Bochum: „Sie werden alles daran setzen, zu Hause den ersten Sieg zu holen“

Auch deshalb erwartet der Torwarttrainer des SV Werder Bremen am Samstag einen gut eingestellten und top motivierten VfL Bochum. „Sie werden alles daran setzen, zu Hause die ersten drei Punkte der Saison zu holen.“ Welche Rolle das Vonovia Ruhrstadion dabei spielen kann, ist Christian Vander auch heute noch bestens bewusst: „Es ist ein kleines, enges Stadion. Der Verein hat sehr viel Tradition. Man spürt in Bochum die positive Verrücktheit der Leute, weil sie mitgehen. In Bochum ist einfach sehr viel Herzblut dabei.“ (dco)

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