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Werder-Trainer Alexander Nouri fand die erste Halbzeit gegen Wolfsburg „ordentlich“. Die Meinung teilt nicht jeder seiner Spieler.

Spieler verärgert, Nouri nicht unzufrieden

Schlechte Taktik, gute Taktik

Wolfsburg - Die Worte von Luca Caldirola trafen es am besten. „Wir haben die ersten 45 Minuten komplett verschenkt“, sagte der Italiener im Rückblick auf das 1:1 des SV Werder beim VfL Wolfsburg.

Verschenkt, weil nichts nach vorne gelaufen war. Verschenkt, weil Werder nichts für das Spiel getan hatte. Doch während sich die Akteure ärgerten, überraschte Trainer Alexander Nouri mit einer deutlich anderen Bewertung des ersten Spielabschnitts. „Ich fand die erste Halbzeit auch ordentlich“, sagte er und erklärte, was ihm gefallen hatte: „Wir waren in den Abläufen drin, haben gut verteidigt.“ Das reicht zur Zufriedenheit?

Werder hatte bis zur Pause keinen geordneten Spielaufbau, trug den Ball ohne erkennbaren Plan nach vorne und war das Spielgerät folglich ganz fix wieder los. „Keine Lösung“ habe die Mannschaft im Spiel nach vorne gefunden, meinte Sportchef Frank Baumann. Auch Nouri räumte ein: „Wir waren nach Ballgewinn nicht mutig und aggressiv genug, um für mehr Entlastung zu sorgen. Es ist uns nicht gelungen, fehlerfreier nach vorne zu spielen.“

Gebre Selassie: „Taktik hat nicht funktioniert“

Dafür die Verantwortung allein bei den Spielern zu sehen, lehnte Theodor Gebre Selassie deutlich ab. Seine Kritik zielte Richtung Trainer: „Es ist nicht so, dass die Jungs in der ersten Halbzeit nicht gut genug waren. Da lag es an der Taktik, die nicht funktioniert hat.“

Abwarten, den Gegner kommen lassen, selber über die schnellen Spitzen Bartels und Kainz kontern – so hatte es sich Nouri vorgestellt. Es klappte aber nicht, weil Werder sich immer wieder im Wolfsburger Gegenpressing verfing. Bis zur Pause hatte der neue VfL-Coach Martin Schmidt das Taktik-Plus also auf seiner Seite, mit wenigen Änderungen zur Pause fand Nouri aber das richtige Gegenmittel.

Netzreaktionen „Ich könnte jetzt Schnaps gebrauchen“

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