Der SC Paderborn, nächster Gegner von Werder Bremen, ist in dieser Saison noch sieglos: Für Trainer Lukas Kwasniok und sein Team gab es zwei Unentschieden in der 2. Liga und eine Niederlage im DFB-Pokal.
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Der SC Paderborn, nächster Gegner von Werder Bremen, ist in dieser Saison noch sieglos: Für Trainer Lukas Kwasniok und sein Team gab es zwei Unentschieden in der 2. Liga und eine Niederlage im DFB-Pokal.

Vor dem 3. Spieltag

Werder-Gegner-Check: So läuft es beim SC Paderborn

Aktuell ist der SC Paderborn, der nächste Gegner des SV Werder Bremen, die Fahrstuhlmannschaft im deutschen Profifußball, vor allem im letzten Jahrzehnt. 2. Liga – Bundesliga – 2. Liga – 3. Liga – 2. Liga – Bundesliga – 2. Liga – so Verlauf der Klassenzugehörigkeit in den vergangenen sieben Spielzeiten.

Momentaner Stand: Die Ostwestfalen zählen zum gehobenen Mittelmaß der Spielklasse. Nach dem vermehrten Auf und Ab in der jüngsten Vergangenheit gehört der Club nicht mehr zum erweiterten Favoritenkreis, zumal mit Sebastian Schonlau (HSV), Sebastian Vasialidis (Bielefeld) und Christopher Antwi-Adjei (Bochum) Leistungsträger transferiert wurden. Am Sonntag (13.30 Uhr, DeichStube-Live-Ticker) trifft der SC Paderborn auf Bundesliga-Absteiger Werder Bremen.

Die Historie des SC Paderborn

Neuerdings ist der SC Paderborn in aller Munde. Der Club aus Ostwestfalen war zeitweise der Primus in der Region, hatte den Erstligisten Arminia Bielefeld sogar überholt. Zumeist in der 3. Liga, schafften die Paderborner 2005 den Aufstieg in die Zweite Bundesliga. 2014 glückte der Aufstieg in die Bundesliga, es folgte der sofortige Abstieg. Durchgereicht bis in 3. Liga, schaffte der Verein schließlich ein Kunststück: Durchmarsch bis in die 1. Liga, als einer von nur sieben Clubs, denen dies gelungen ist. Dieser grandiose Erfolg ist verbunden mit dem Wirken von Trainer Steffen Baumgart, inzwischen beim 1. FC Köln beschäftigt. In der vergangenen Spielzeit belegte Paderborn den neunten Tabellenplatz.

Der Trainer des SC Paderborn

Auf die Spuren von Steffen Baumgart begibt sich Lukas Kwasniok, der Nachfolger. Den Paderborner Stil will der 39-Jährige beibehalten. Somit strebt er folgenden Fußball an: rigoroses Pressing, Jagd auf den Ball, eine offensive Ausrichtung. „Dies ist Teil meiner DNA“, sagt der neue Coach, der einen Vertrag bis 2023 unterschrieben hat. Ohne Ausstiegsklausel, wie der begehrte Fußballlehrer betont, der einen klaren Karriereplan verfolgt. Frühzeitig musste er wegen einer Verletzung seine aktive Laufbahn beenden. Erst im Nachwuchsbereich des Karlsruher SC aktiv, dann bei Carl Zeiss Jena ins Blickfeld gerückt, machte er sich beim 1. FC Saarbrücken einen Namen. Mit den Saarländern glückte ihm der Aufstieg in die 3. Liga. Noch imposanter indes dieser Triumph: Als ersten Viertligisten führte er den Club ins Halbfinale des DFB-Pokals.

Der Star des SC Paderborn

„Ein absoluter Musterprofi“, sagt Fabian Wohlgemuth, der Geschäftsführer beim SC Paderborn, über diesen Mann. Ein dickes Kompliment für Uwe Hünemeier, den 35-Jährigen Routinier, als dieser den Vertrag bis 2022 verlängert hatte. Er sei, so der Manager weiter, eine feste Größe im Team, „einer, der die jungen Spieler führen kann“. Der Innenverteidiger mit dem Gardemaß von 1,88 Meter weist in der Truppe die meiste Erfahrung auf. Er stand in den Mannschaften, denen zweimal der Bundesliga-Aufstieg glückte. In Zahlen: 53 Einsätze in der höchsten Spielklasse, wobei drei Treffer verbucht worden sind für den kopfballstarken Abwehrspieler, der gefährlich bei Standards agiert. Zudem bringt es Hünemeier, erstmals 2013 von Energie Cottbus nach Ostwestfalen gekommen, auf 161 Spiele und 15 Tore in der 2. Liga. Nicht ganz so glücklich verlief für den sympathischen Profi der Ausflug in die Premier League. 2015 wechselte er zu Brighton & Hove Albion, wo er sich nicht durchzusetzen vermochte.

Die Form des SC Paderborn

Zuletzt das DFB-Pokal-Aus bei Dynamo Dresden, davor zwei Remis in der Liga: 0:0 in Heidenheim, 2:2 zu Hause gegen Nürnberg. Noch wartet der SC Paderborn auf den ersten Saison-Sieg in einem Pflichtspiel. So richtig in Fahrt gekommen sind die Ostwestfalen noch nicht. Noch gibt Abstimmungsprobleme in der neuen Formation, die Kooperation mit dem neuen Trainer sowie die Umsetzung seiner Spielphilosophie funktionieren ebenfalls bisher nicht reibungslos.

Die Besonderheit des SC Paderborn

„Hermann Löns, die Heide brennt“: Der Song, der den Heimatdichter aus der Lüneburger Heide thematisiert, ertönt häufig im Paderborner Stadion. Es ist das offizielle Torlied in der Benteler-Arena, seit 2008 die Heimstatt des Clubs. Mit Inbrunst singen die Fans dieses Lied, wenn ein Treffer gefallen ist. Die Arena, lange mit einem Fassungsvermögen von 15.000 Besuchern registriert, die nun ausgebaut werden soll, weist eine weitere Besonderheit aus. Schon beim Bau dieses reinen Fußballstadions gab es einige Klagen der Anwohner, die sich weiterhin über Lärmbelästigung beschweren. Das hat zur Folge, dass Spiele am Abend – sowohl am Freitag als auch am Montag – spätestens um 20 Uhr angepfiffen werden müssen.

Die Ausfälle beim SC Paderborn gegen Werder Bremen

Für Frederic Ananou kommt nach einer Sprunggelenkverletzung das Spiel gegen Werder Bremen noch zu früh. Zuletzt fehlte auch Jonas Carls wegen einer Erkältung im Training. Neuzugang Kelvin Ofori (kam von Fortuna Düsseldorf) ist ein Kandidat für den Kader. (hgk) Auch interessant: So seht Ihr das Spiel Werder Bremen gegen SC Paderborn live im TV und Livestream! Und: So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen SC Paderborn aussehen.

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