Erst mal lieber keine Autogramme mehr: Werder Bremen geht wegen des Coronavirus auf Abstand zu den Fans.
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Erst mal lieber keine Autogramme mehr: Werder Bremen geht wegen des Coronavirus auf Abstand zu den Fans.

Club ergreift präventive Maßnahmen

Wegen Coronavirus: Werder geht auf Abstand zu den Fans

Bremen – Seit Freitag trainiert der SV Werder Bremen nur noch hinter verschlossenen Türen. Das gab es über so einen langen Zeitraum noch nie bei den Grün-Weißen. Doch Werder macht das nicht ganz freiwillig und nennt nun als Grund dafür das Coronavirus.

Das Geheimtraining ist dabei nicht die einzige präventive Maßnahme, die der Bundesligist ergriffen hat, um sich zu schützen. Den Spielern wurde aufgetragen, den Kontakt zu den Fans zu minimieren, keine Autogramme mehr zu geben und auch keine Selfies zu machen.

Werder Bremen ergreift Maßnahmen wegen Coronavirus

„Es ist erstmal wichtig, dass man nicht in Panik verfällt“, meinte Trainer Florian Kohfeldt, wollte die Reaktion des SV Werder Bremen auch nicht als Panikmache verstanden wissen, sondern hoffte: „Ich glaube, dass die Fans aktuell ein großes Verständnis für unsere Maßnahmen haben. Es ist ja zum Schutz aller – also präventiv.“

Werder Bremen stehe im ständigen Austausch mit dem Gesundheitsamt in Bremen, berichtete Sportchef Frank Baumann. Aktuell gehe er nicht davon aus, dass es in Deutschland zu Spielabsagen ähnlich wie in der Schweiz kommen werde: „Aktuell ist da nichts geplant. Man weiß aber auch nicht, wie sich die Ausbreitung in den nächsten Tagen und Wochen entwickeln wird.“

Werder Bremen versteckt Mannschaft vor den Fans - ausnahmsweise

Werder will jedenfalls alles versuchen, um dem Coronavirus keine Chance zur Verbreitung zu geben. Wenngleich es Kohfeldt nicht leicht gefallen ist, seine Mannschaft zu verstecken. „Als Trainer – also rein fußballtaktisch gesehen oder was die Ansprache an die Spieler betrifft – gibt es kein Argument, öffentlich zu trainieren. Als Werder-Trainer gibt es dagegen eine Menge guter Gründe, weil die Verbindung zu unseren Fans sehr eng ist“, sagte der 37-Jährige und fügte noch an: „Deswegen mache ich bewusst viele öffentliche Einheiten. Wir sind wahrscheinlich der Bundesligist mit den meisten öffentlichen Einheiten überhaupt. Wir wollen den Kontakt zu unseren Fans haben, wir suchen ihn.“

Gerade beim Abschlusstraining vor Spielen sei es wichtig, die Fans dabei zu haben, um deren Stimmung aufzunehmen und die Unterstützung zu spüren. Vor dem DFB-Pokal-Spiel bei Eintracht Frankfurt musste es nun ohne gehen, Werder Bremen trainierte im Weserstadion. (kni)

Zur letzten Meldung vom 28. Februar 2020:

Wegen Coronavirus: SV Werder Bremen erlässt Abklatsch-Verbot

Bremen – Keine Selfies mehr, auch keine Autogramme – Rekordmeister Bayern München hat seinen Spielern empfohlen, wegen des grassierenden Coronavirus körperliche Nähe zu den Fans zu vermeiden. Ganz so weit gehen sie beim SV Werder Bremen zwar noch nicht, aber auch die Grün-Weißen haben erste Vorkehrungen getroffen, um sich vor dem Virus zu schützen.

„Unsere Spieler sind über das Thema informiert“, sagte Sportchef Frank Baumann am Freitag. So habe Werder Bremen die Profis beispielsweise darauf hingewiesen, sich künftig nach Möglichkeit „nicht mehr dreimal am Tag abzuklatschen oder zur Begrüßung die Hand zu geben“. Klare Hygiene-Anweisungen sind das, was aber erstmal nichts Ungewöhnliches sei. Baumann: „Das wäre bei einer normalen Grippe auch gang und gäbe gewesen.“

Coronavirus: Werder Bremen im ständigen Austausch mit Gesundheitsamt

Darüber hinaus stehe der Verein in ständigem Austausch mit dem Bremer Gesundheitsamt, um eventuelle weitere Schritte schnell besprechen zu können. „Wichtig ist, keine Panik zu schüren“, betonte Frank Baumann, „trotzdem sollte aber jeder schauen, was er tun kann.“ Das Thema gehe schließlich alle gleichermaßen an – ganz egal ob beruflich oder privat.

Ob es in der Bundesliga wegen des Coronavirus demnächst – so wie gerade erst in der Schweiz geschehen – zu Spieltagsabsagen kommen könnte, vermochte Baumann nicht zu beurteilen: „Wir müssen abwarten, wie sich die Sache weiter entwickelt und sollten versuchen, Ruhe zu bewahren.“ (dco)

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