Werder Bremens Cheftrainer Florian Kohfeldt war an der Seitenlinie wieder lautstark unterwegs - und bekam die Gelbe Karte.
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Werder Bremens Cheftrainer Florian Kohfeldt war an der Seitenlinie wieder lautstark unterwegs - und bekam die Gelbe Karte.

Kohfeldt bekommt in München Gelb - und ist stinkig

Werder-Coach Florian Kohfeldt über seine Gelbe Karte gegen den FC Bayern: „Ich verstehe das 0,0“

München – Die Gelbe Karte wollte er sehen, daran bestand überhaupt gar kein Zweifel – nur eben nicht gegen sich selbst! Und so kam es, dass der Trainer von Werder Bremen, Florian Kohfeldt, kurz vor dem Ende des Auswärtsspiels beim FC Bayern München (1:1) plötzlich die Welt nicht mehr verstand.

Was war passiert? Bayern-Verteidiger Benjamin Pavard war Ludwig Augustinsson in der 80. Minute bei einem Kopfballduell am eigenen Strafraum mit Wucht in den Rücken gesprungen, was Schiedsrichter Guido Winkmann ungeahndet ließ. Florian Kohfeldt protestierte daraufhin aufgebracht an der Außenlinie, fühlte sich und seinen SV Werder Bremen um einen verheißungsvollen Freistoß betrogen. Der 38-Jährige hatte sich über die Szene so sehr echauffiert, dass er im Nachgang sogar einen anderen seiner Spieler als Opfer im Kopf hatte. „Es war ein glasklares Foul an Milot Rashica, das jeder gesehen hat“, ärgerte sich Kohfeldt, der immerhin im entscheidenden Punkt Recht hatte: Ein glasklares Foul war es, ein gelbwürdiges obendrein. Aber wie gesagt: Die Gelbe Karte sah nicht Pavard, die sah Kohfeldt.

Werder Bremen: Gelbe Karte! Trainer Florian Kohfeldt hat seine Emotionen nicht immer im Griff

Bei der nächsten Spielunterbrechung lief Winkmann schnurstracks auf den Coach des SV Werder Bremen zu und verwarnte ihn, was bei Kohfeldt erst für einen irritierten Blick, dann für eine kurze Nachfrage beim Vierten Offiziellen und letztlich für noch lautere Proteste als zuvor sorgte. „Es gab keine Erklärung“, berichtete Florian Kohfeldt hinterher und betonte mit Blick auf das Foul von Pavard: „Dass es dann etwas emotionaler wird, ist doch normal. Ich kann diese Gelbe Karte in keinster Weise nachvollziehen. Ich verstehe das 0,0.“

Florian Kohfeldt war in der Vergangenheit schon hin und wieder mit Schiedsrichtern aneinander geraten, weil er seine Emotionen während der Spiele nicht immer vollends im Griff hatte. Das ist dem Trainer bewusst, und für dieses Bild möchte er in der Öffentlichkeit nicht stehen: „Ich hatte zu Beginn meiner Trainertätigkeit sicherlich den einen oder anderen zu impulsiven Auftritt. Ich habe da schon an mir gearbeitet“, sagte der Coach des SV Werder Bremen, erzählte dann noch, dass der Austausch mit Winkmann in München generell „sehr gut“ und das Verhältnis zum Vierten Offiziellen „sehr entspannt“ gewesen sei – blieb aber bei seinem Standpunkt: „Berechtigt war die Karte auf alle Fälle nicht.“

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