Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung des SV Werder Bremen, hat bestätigt, dass der Bundesliga-Aufsteiger im Geschäftsjahr 2021/22 einen Gewinn in Höhe von sechs Millionen Euro erwirtschaftet hat.
+
Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung des SV Werder Bremen, hat bestätigt, dass der Bundesliga-Aufsteiger im Geschäftsjahr 2021/22 einen Gewinn in Höhe von sechs Millionen Euro erwirtschaftet hat.

Bundesliga-Aufsteiger macht Gewinn

Clubchef Filbry bestätigt: Werder Bremen erwirtschaftet Gewinn von mehr als sechs Millionen Euro

Bremen – In weniger als vier Wochen steht beim SV Werder Bremen die nächste Mitgliederversammlung an – und schon länger war klar, dass der Verein bei der Veranstaltung am 20. November im Konzertsaal „Die Glocke“ gute finanzielle Nachrichten überbringen wird.

Einen Gewinn hatte Klaus Filbry, Boss des SV Werder Bremen, bereits im Frühjahr prognostiziert, im September berichtete die DeichStube von einem Plus von mehr als sechs Millionen Euro. Nun hat Filbry diese Summer erstmals öffentlich bestätigt. „Wir werden für die vergangene Saison in der 2. Liga ein Ergebnis von über sechs Millionen plus präsentieren - eine herausragende Teamleistung“, sagte er im Interview mit dem „Kicker“.

Die Gründe für diese positive Bilanz sind vielfältig. „Wir haben etwa im Sponsoring- und Zuschauer-Bereich sehr hohe Erlöse generiert, Transfererlöse von 35 Millionen erzielen können und im Kostenbereich gerade durch ein kluges Vertragsmanagement von Frank Baumann bei den Lizenzspielern extreme Einsparungen vorgenommen“, erklärte Klaus Filbry. Bekanntlich hat Werder Bremen besonders bei den Gehältern angepackt. Auch Leistungsträger wie Niclas Füllkrug oder jüngst Leonardo Bittencourt verzichteten bei ihren jeweiligen Verlängerungen geräuschlos auf Teile ihrer Gehälter. „Wir konnten die Kaderkosten in einer kritischen Phase der Pandemie deutlich von 47 Millionen Euro auf 18 Millionen reduzieren, was uns bei einem Nichtabstieg so nicht gelungen wäre“, erklärte Werders Vorstandschef. Erleben wolle er ein solches Szenario dennoch lieber nicht noch einmal.

Werder Bremen verbucht Millionen-Gewinn - hat sich aber trotzdem nicht der finanziellen Sorgen entledigt

Die guten Zahlen bedeuten nämlich nicht automatisch, dass die Bremer ihre Finanzsorgen los sind. Im Gegenteil. Der Verein hat sich bekanntlich viel Geld geborgt, um die wirtschaftliche Krise zu meistern. 17 Millionen Euro wurden durch eine Anleihe aufgebracht, 20 Millionen Euro durch verschiedene Kredite. Auch aus diesem Grund hatte Werder Bremen in der vergangenen Sommerpause nicht die Gelegenheit zur ganz großen Einkaufstour nach dem Wiederaufstieg. Stattdessen wurde darauf geachtet, fast nur ablösefreie Spieler zu verpflichten und diese mit angepassten Einkommen auszustatten. Lediglich für den dänischen MIttelfeldspieler Jens Stage griffen Werders Verantwortliche tiefer in die Tasche und überwiesen 4,5 Millionen Euro Ablöse an den FC Kopenhagen. Umso bemerkenswerter, wie gut der Verein als Aufsteiger die bisherige Saison gemeistert hat. (mbü) Auch interessant: So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC aussehen!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare