Clemens Fritz spielte 2008 für den DFB: Heute gibt er Werder Bremens Niclas Füllkrug Tipps für die WM mit auf den Weg.
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Clemens Fritz spielte 2008 für den DFB: Heute gibt er Werder Bremens Niclas Füllkrug Tipps für die WM mit auf den Weg.

Werder-Spieler erstmals beim DFB

Fritz‘ Turniertipps für Werders WM-Fahrer Niclas Füllkrug

Bremen - Einerseits geht es sportlich um alles, klar. Andererseits ist da zwischen den Spielen und Trainings aber auch ziemlich viel Freizeit, die es für Fußballprofis während großer Turniere irgendwie zu füllen gilt. Und dabei ist durchaus Kreativität gefragt. Clemens Fritz etwa, heutiger Leiter Profifußball des SV Werder Bremen, versuchte sich während der Europameisterschaft 2008 in einer anderen Sportart, wenn auch nur virtuell. Gemeinsam mit Teamkollege Torsten Frings lieferte sich der deutsche Nationalspieler enge Tennis-Matches auf der Spielekonsole. Ob er diese Art des Zeitvertreibs nun auch Werder-Stürmer Niclas Füllkrug empfohlen hat, darf bezweifelt werden. Vor dessen WM-Teilnahme in Katar hat Fritz ihm via DeichStube jedenfalls lieber andere Tipps mit auf den Weg gegeben.

„Erstmal ist es eine große Ehre, für den DFB spielen zu dürfen“, hält Clemens Fritz zu Beginn des Gesprächs fest, damit der Rahmen direkt klar abgesteckt ist. Schließlich weiß der 41-Jährige noch genau, wie er sich damals gefühlt hat, als es im Sommer 2008 mit der Nationalelf zur EM nach Österreich und in die Schweiz ging. Als einer von 23 Spielern zählte Fritz vor nunmehr 14 Jahren zum Aufgebot von Bundestrainer Jogi Löw - und wurde während des Turniers sofort gebraucht. Weil Stammkraft Bernd Schneider die EM wegen eines Bandscheibenvorfalls in der Halswirbelsäule verpasste, stand Fritz in den Gruppenspielen gegen Polen (2:0), Kroatien (1:2) und Österreich (1:0) jeweils als rechter Mittelfeldspieler in der Startelf. Zugegeben: Es ist unwahrscheinlich, dass dem Stürmer Niclas Füllkrug von Werder Bremen in der Wüste nun ebenfalls der direkte Sprung in die Anfangsformation glückt, was für Fritz aber gar nicht entscheidend ist. 

Clemens Fritz‘ Tipp für Werder Bremens Niclas Füllkrug: „Er soll das positive Gefühl mit ins Turnier nehmen“

„Wichtig wird sein, dass er sich gut integriert und seine Rolle im Team schnell findet“, sagt der Ex-Profi über Werder Bremens derzeit besten Torjäger Niclas Füllkrug - und betont: „Wenn er dann die Möglichkeit auf dem Platz bekommt, muss er da sein. Da mache ich mir bei Fülle aber überhaupt keine Sorgen.“ Clemens Fritz‘ Ratschlag: möglichst im Flow bleiben. „Er sollte das positive Gefühl aus dem vergangenen Jahr einfach mit ins Turnier nehmen“, sagt der Leiter Profifußball, ehe er mit einem Augenzwinkern hinterherschiebt: „Und danach soll er es natürlich auch wieder mit nach Bremen bringen.“

Niclaas Füllkrug soll das Turnier „nicht genießen“ - so Werder Bremens Clemens Fritz

So oder so, unabhängig vom persönlichen und mannschaftlichen Ausgang des Turniers, ist sich Fritz sicher, dass Niclas Füllkrug von der WM-Teilnahme profitiert. „Ich habe ihm aber nicht gesagt, dass er die Zeit genießen soll, denn zum Genießen fährt er nicht zur WM. Er hat mit der Mannschaft ja Ziele“, sagt der Ehrenspielführer von Werder Bremen, der 2008 übrigens fast als Titelträger nach Bremen zurückgekehrt wäre. Von der Bank aus hatte der Profi damals mit ansehen müssen, wie Deutschland das Finale knapp mit 0:1 gegen Spanien verlor. Ärgerlich. Sehr sogar. Unter dem Strich für Clemens Fritz aber auch eine wertvolle Erfahrung wie die gesamte EM 2008, zu der auch die virtuellen Tennis-Matches mit Torsten Frings einen klitzekleinen Teil beigetragen hatten. (dco)

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