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Gerhard Zebrowski wurde mit Werder Bremen 1965 Deutscher Meister. Vor wenigen Tagen verstarb der ehemalige Außenstürmer überraschend. Erst kürzlich hatte Zebrowski seinen 80. Geburtstag gefeiert. 

Deutscher Meister von 1965

Werder trauert um Meisterspieler Zebrowski

Bremen – Es gibt dieses Foto von Gerhard Zebrowski, das ganz viel über ihn erzählt. Fünf Jahre ist es alt, und es zeigt den ehemaligen Außenstürmer mit weißen Haaren und im weißen Nostalgie-Trikot vor dem grünen Werder-Emblem. Zebrowski lacht.

Es ist ein Lachen, das ansteckend gewesen sein muss. „Er war immer ein lustiger Typ“, sagt Hans Schulz, der mit Zebrowski 1965 Deutscher Meister geworden war. Dass Schulz die Vergangenheitsform wählen muss, hat einen traurigen Grund: Nur wenige Tage nach seinem 80. Geburtstag ist Werder-Legende Gerhard Zebrowski am vergangenen Donnerstag verstorben.

Werder Bremen trauert um einen Spieler, der in den Anfängen der Bundesliga zu den Besten gehörte. In 145 Partien gelangen dem Außenstürmer 40 Tore, elf davon in der Meistersaison 1964/65. Auch nach der aktiven Karriere blieb Zebrowski dem Verein lange verbunden, legte unter anderem das Magazin „Werder-Echo“ auf. „Er war ein Werderaner durch und durch“, sagt Hans Schulz über den ehemaligen Mitspieler, dessen beste Freunde im Team Günter Bernard und Sepp Piontek waren.

Tod von Werder-Bremen-Legende Gerhard Zebrowski „ein großer Schock“

In der Familie Schulz war der Name Gerhard Zebrowski aber schon ein Begriff, bevor die Werder-Karriere begann. Vater Schulz fiel schnell auf, dass aus dem jungen Burschen vom TuS Walle mal etwas werden könnte. „Er war voller Bewunderung, weil der Gerdi so schnell und mutig war. Seine Dribblings waren gefürchtet“, erinnert sich Hans Schulz: „Er war immer torgefährlich und hätte jeder Mannschaft gutgetan. Seine Rolle im Meisterteam von 1965 war eine ganz wichtige.“ 

Bereits 1959 war Zebrowski zu den Grün-Weißen gewechselt, später spielte er noch beim TuS Bremerhaven 93 und dem SV Hemelingen. Zuletzt lebte das „Werder-Idol der frühen Bundesliga-Jahre“ (Zitat Vereinspräsident Hubertus Hess-Grunewald) mit seiner Ehefrau in Grolland. Dass Zebrowski nur fünf Tage nach seinem 80. Geburtstag gestorben ist, ist für Hans Schulz „ein großer Schock. Gerd schien sich gerade von einer schweren Krankheit erholt zu haben.“ (csa)

Ein bekanntes Bild aus alten Zeiten: Gerhard Zebrowski ist zu schnell für seine Hannoveraner Gegenspieler.

Zur letzten Meldung vom 25. April 2020:

Werder-Held Gerhard Zebrowski wird 80

Er war einer der Helden von 1965, die mit dem SV Werder Bremen die erste Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte holten, an diesem Samstag feiert Gerhard Zebrowski nun seinen 80. Geburtstag.

„Gerd Zebrowski ist ein Werder-Idol der frühen Bundesliga-Jahre“, würdigt Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald das Geburtstagskind auf der Vereinshomepage. „Seine Spieler-Karriere entspricht ganz unserer Fußball-Philosophie: Aus der eigenen Jugend hat er den Sprung in die erste Mannschaft geschafft. Und er ist nun seit mittlerweile 67 Jahren Mitglied beim SV Werder. Wir wünschen Gerd Zebrowski zu seinem runden Geburtstag von Herzen alles Gute!“

Als Flügelspieler war Gerhard Zebrowski dafür gefürchtet, mit seiner Schnelligkeit und seinen Dribblings die gegnerische Abwehr schwindelig zu spielen. Mit elf Treffern zählte das heutige Ehrenmitglied des SV Werder zu den Eckpfeilern der Bremer Meistermannschaft 1965.

Bereits als Jugendlicher war Zebrowski vom TuS Walle zu Werder Bremen gewechselt, ab 1959 spielte er in der Oberliga-Mannschaft des Clubs. In der Bundesliga lief der Offensivspieler ab 1963 in 145 Begegnungen für die Grün-Weißen auf und schoss dabei 40 Tore, ehe er 1969 zum TuS Bremerhaven 93 wechselte und später seine Karriere bei der SV Hemelingen ausklingen ließ.

Werder Bremen-Idol Gerd Zebrowski feiert 80. Geburtstag im engsten Kreis

Nach der Karriere war Zebrowski in den 1970er-Jahren zunächst als Partner seines ehemaligen Mitspielers Klaus Matischak für das damalige Stadionmagazin „Werder-Echo“ verantwortlich. Später verantwortete Zebrowski, eigentlich gelernter Speditionskaufmann, das Magazin allein.

Auch mit 80 Jahren ist Zebrowski noch fit, spielt regelmäßig Tennis und trifft sich mit seinem Kegelclub, in dem auch die ehemaligen Mitspieler Heinz Steinmann und Günter Bernard mitspielen. Wegen der Coronavirus-Krise liegen die Aktivitäten derzeit allerdings auf Eis, erzählt die Werder-Legende der „Bild“. Auch die Geburtstagsfeier steigt daher nur im kleinen Kreis – zu Hause im Bremer Stadtteil Grolland mit Frau und Tochter bei Kaffee und Kuchen. (mwi)

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