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Aron Johannsson bringt Werder in der 19. Minute in Führung

Johannsson trifft, soll aber Konkurrenz bekommen

Torflaute beendet – Stürmer-Thema bleibt

Osnabrück - Werders Torflaute ist schon wieder Vergangenheit, beim Test gegen den VfL Osnabrück durfte gleich drei Mal und am Ende ein verdienter 3:0 (2:0)-Sieg beim Drittligisten bejubelt werden.

Gegen Wolverhampton (0:1), Mönchengladbach (0:0) und die Bayern (0:2) hatte es zuvor keine Bremer Tore gegeben. Ausgerechnet Aron Johannsson brach den Bann, doch seine schwierige Situation im Werder-Sturm hat sich dadurch nicht wirklich verbessert.

„Ja, er hat das Tor gemacht, sich gut bewegt und gute Kombinationen mit eingeleitet“, bestätigte Trainer Alexander Nouri. Doch seine Stürmersuche will er deshalb nicht einstellen. Auf den Hinweis, Johannsson könnte doch die Antwort in der Stürmerfrage sein, antwortete Nouri nur: „Aron ist Bestandteil unseres Kaders, der Argumente liefern kann.“ Nouri sucht einen anderen Stürmertypen als den spielstarken, aber nicht so wuchtigen US-Nationalspieler. Einen Davie Selke eben, doch den Leipziger konnte und wollte sich Werder nicht leisten.

Osnabrücker in der Fitness weiter

In Osnabrück stürmte Johannes Eggestein an der Seite von Johannsson. Der 19-Jährige zeigte sich zwar durchaus robuster als in der Vorsaison, hatte aber dennoch einen schwierigen Stand gegen die Osnabrücker Abwehrspieler, die eine Woche vor ihrem Saisonstart von der Fitness schon viel weiter waren. Aber einmal konnten sie den kleinen Eggestein nicht daran hindern, den ersten Treffer einzuleiten. Danach bediente der starke Zlatko Junuzovic den durchgestarteten Johannsson, der mit einem fulminanten Schuss ins lange Eck vollstreckte (19.).

VfL Osnabrück vs. Werder Bremen

Bis dahin hatte sich Werder vor knapp 5.000 Zuschauern an der Bremer Brücke ziemlich schwer getan. Das lag an den hochmotivierten Gastgebern und wahrscheinlich auch an der etwas zusammengewürfelten Bremer Mannschaft. Die Spieler vom Telekom-Cup erholten sich auf der Tribüne – und so musste Nouri in Ermangelung an Defensivspielern Aushilfen von der U23 einbauen: Ole Käuper und Dominic Volkmer standen in der Startelf und machten ihre Sache ordentlich.

Junuzovic vollendet eiskalt

Nach einer Viertelstunde war Werder drin in der Partie, nach 19 Minuten in Führung – und nur wenige Sekunden später stand es sogar schon 2:0. Diesmal hatte Johannsson ganz geschickt Junuzovic bedient, der eiskalt vollendete. „Das war ein guter Test“, urteilte der Österreicher und grinste zufrieden.

Werder hatte nun fast alles im Griff, ließ gegen den VfL nur wenig zu. Nach vorne ging zwar nicht so viel, aber immerhin gab es noch einen Treffer, einen ganz besonderen sogar: Der Chinese Yuning Zhang erzielte seinen ersten Treffer für Werder (85.). Wieder ein Stürmer-Tor. Es bewegt sich etwas im Angriff. 

Nouri nahm es zwar erfreut zur Kenntnis, aber noch mehr freute er sich – wie alle Werderaner übrigens auch –, dass es anschließend nach elf Tagen endlich wieder zu den Liebsten nach Hause ging: „Die Zeit mit der Familie werde ich genießen.“

Werder: Zetterer (46. Plogmann) – Veljkovic, Sane, Volkmer – Kainz, Garcia – Bargfrede (60. Schmidt) – Käuper, Junuzovic – J. Eggestein (77. Manneh), Johannsson (60. Zhang).

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