Jaroslav Drobnys Vertrag läuft im Sommer aus - und noch ist nicht klar, ob und wie Werder weiter mit dem tschechischen Keeper plant.
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Jaroslav Drobnys Vertrag läuft im Sommer aus - und noch ist nicht klar, ob und wie Werder weiter mit dem tschechischen Keeper plant.

„Man merkt ihm sein Alter nicht an“

Großes Lob für Drobny

Bremen - Jaroslav Drobny schweigt – seit Monaten. Der Werder-Keeper spricht nicht mit der Presse. Dafür reden andere über ihn, und das so gut, dass es sich fast schon nach einer noch längeren Zusammenarbeit anhört.

„,Drobo' macht das gut“, lobt Coach Florian Kohfeldt seinen Ersatzkeeper: „Er spielt in unseren Überlegungen für die neue Saison eine Rolle.“ Dabei ist Drobny mit 38 Jahren nicht mehr der Jüngste – und sein letzter Pflichtspieleinsatz liegt stolze 14 Monate zurück. Doch das sei überhaupt kein Problem, so Kohfeldt.

Drobny hat „ein hohes Leistungsniveau“

„Im Training merkt man ihm sein Alter überhaupt nicht an, er trainiert sehr gut und hat ein hohes Leistungsniveau“, urteilt der Coach. Und auch beim Thema fehlende Spielpraxis macht sich Kohfeldt überhaupt keine Sorgen: „Er hat eine immense Spielerfahrung, da beeinflusst es ihn nicht, dass er zuletzt nicht gespielt hat.“ Drobny hat in seiner Karriere bislang stolze 200 Bundesliga-Partien absolviert – zehn davon für Werder. Im Sommer 2016 war er vom Hamburger SV an die Weser gewechselt.

Bei Werder ist Drobny weitaus mehr als nur der Ersatzmann von Jiri Pavlenka. Er hat seinem tschechischen Landsmann nach dessen Wechsel aus Prag nach Bremen die Eingewöhnung extrem erleichtert. Dazu sorgt der Keeper für viel Spaß in der Kabine. „Die jungen Spieler profitieren von ihm. Er weiß Dinge, da waren viele seiner Teamkollegen noch im Kindergarten“, berichtet Kohfeldt und grinst dabei.

Drobny ist im Team extrem beliebt. So einen Spieler lässt man ungerne gehen, vor allem, wenn er sich so loyal verhält wie der Tscheche. Er nimmt seine Rolle als Ersatzmann an, arbeitet aber weiter akribisch. Fast jede Trainingseinheit nimmt er mit einer eigenen Kamera auf und analysiert die Bilder später, um sich zu verbessern.

Wer wird Werders Nummer zwei?

Am Saisonende läuft Drobnys Vertrag aus. Werders Torwartsituation ist einerseits ziemlich klar, andererseits auch etwas verzwickt. Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann haben entschieden: Jiri Pavlenka bleibt die Nummer eins, der erst 18-jährige Luca Plogmann wird die Nummer drei. Aber wer darf dazwischen? Michael Zetterer ist der Favorit. Der 22-Jährige war schon in dieser Saison als Nummer zwei eingeplant, dann streikte im November mal wieder sein Handgelenk, er musste operiert werden.

Das Saisonaus. Werder wartet ab, ob Zetterer wieder voll belastbar sein wird. Und gleichzeitig muss Zetterer wissen, was er will. Sein Vertrag läuft ebenfalls aus. Das gilt auch für Eric Oelschlägel. Der U23-Keeper ist laut Baumann und Kohfeldt ebenfalls in der Verlosung. Denkbar wäre aber auch die Verpflichtung einer erfahrenen Nummer zwei. Für Drobny dürfte das allerdings das Aus bedeuten. Denn zwei erfahrene Ersatzkeeper braucht Werder sicher nicht.

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